Stand: 31.12.2017 14:13 Uhr

Neu ab 2018: Was ändert sich für Verbraucher?

Der 500-Euro-Schein wird verschwinden, der Hartz-IV-Regelsatz angehoben und alle Steuererklärungsfristen werden verlängert - mit dem Jahr 2018 kommen wieder einige Änderungen auf Verbraucher zu.

Weniger Rentenbeiträge ab Januar

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2018 werden viele Rentner zum ersten Mal Steuern zahlen müssen.

Die Arbeitnehmer müssen ab Januar 2018 weniger Rentenbeiträge bezahlen, die Abgaben werden von 18,7 auf 18,6 Prozent reduziert. Ab Sommer 2018 steigt die Rente um 3,1 Prozent im Westen und 3,2 Prozent im Osten. Das bedeutet allerdings auch, dass viele Rentner erstmals Steuern zahlen müssen.

eCall-Pflicht bei Neuwagen

Von April an wird das automatische Notrufsystem eCall in allen neuen Pkw-Modellen in der EU zur Pflicht. Die Zahl der Unfalltoten soll so gesenkt werden. Bei einem Unfall löst eCall automatisch den einheitlichen europäischen Notruf aus. Helfer sollen so zum Unfallort geführt werden, auch wenn der Fahrer bewusstlos ist.

Mindestsatz für Trennungskinder steigt

Ab Januar steigt der Mindestsatz für Trennungskinder. Für Kinder bis fünf Jahre gibt es nun 348 Euro, 6 Euro mehr als zuvor. Zwischen dem sechsten und elften Lebensjahr steigt der Satz von 393 auf 399 Euro. Bei Kindern zwischen dem zwölften und siebzehnten Lebensjahr werden künftig mindestens 467 statt 460 Euro gezahlt.

EC- und Kreditkartenmissbrauch

Wird eine Kredit- oder Bankkarte gestohlen, sollte diese so schnell wie möglich gesperrt werden. Andernfalls drohen Abbuchungen. Neu für Verbraucher ist, dass diese nur noch mit 50 Euro haften.

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Um Falschgelddrucken vorzubeugen, wird der 500-Euro-Schein nach und nach verschwinden.
500-Euro-Schein verschwindet

Der höchste Euro-Schein wird nach und nach verschwinden. Die Banknote wird nicht mehr gedruckt und soll ab Ende 2018 nicht mehr ausgegeben werden.

Neue EU-Regularien gegen Acrylamid

Ab Frühjahr 2018 müssen Lebensmittelhersteller den Gehalt an dem umstrittenen Acrylamid reduzieren. In Tierversuchen wurde ein erhöhtes Krebsrisiko durch den Stoff nachgewiesen. Acrylamid entsteht beim Rösten, Backen, Braten oder Frittieren vor allem bei besonders stärkehaltigen Lebensmitteln wie Kartoffeln und Mehl sowie Kaffee.

Weitere Informationen

Filterkaffee: Warnung vor Acrylamid

In einer Stichprobe überschritten vier von acht Filterkaffees den bis 2010 in Deutschland gültigen Signalwert für Acrylamid. Der Stoff steht im Verdacht, krebserregend zu sein. mehr

Strompreise können schwanken

Das Netzentgelt-Modernisierungs-Gesetz tritt 2018 in Kraft, um die Übertragungsnetzentgelte zu vereinheitlichen. Je nach Stromanbieter kann dadurch der Strompreis sinken oder steigen. Die Verbraucherzentralen raten: Stromverträge prüfen, Preise vergleichen und eventuell den Anbieter zu wechseln.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.12.2017 | 05:00 Uhr

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