Stand: 03.02.2017 11:19 Uhr  | Archiv

Mini-Gemüse: Viele Vitamine, aber teuer

von Jennie Radü

Mini-Gemüse ist ein gesunder Snack für unterwegs. In vielen Supermärkten werden klein gewachsene oder klein gezüchtete Sorten Blumenkohl, Brokkoli, Fenchel, Gurken, Möhren, Paprika und Tomaten angeboten. Oft ist das Mini-Gemüse aber sehr teuer. In einer Stichprobe von Markt kosteten Mini-Möhren mehr als 13-mal so viel wie herkömmliche Karotten.

Mini-Gemüse: Anbau und Geschmack

Mini-Gemüse ist nicht etwa gentechnisch verändert. Zum Beispiel handelt es sich bei Mini-Paprika um spezielle Züchtungen. Beim Blumenkohl werden die kleinen Varianten enger gepflanzt und früher geerntet als herkömmliche Ware. Oft schmeckt junges Mini-Gemüse zarter als herkömmliches Gemüse. Mini-Karotten sind oft süßer als normale Karotten.

Mehr Vitamine in Mini-Paprika

Im Auftrag von Markt hat ein Labor untersucht, wie viel Vitamin C in 100 Gramm roter Mini-Paprika steckt. Das Ergebnis: Die bei Edeka gekaufte Probe enthielt 212 Milligramm Vitamin C, die Mini-Paprikas von Rewe 157 Milligramm und die bei Lidl gekauften Mini-Paprikas 149 Milligramm pro 100 Gramm. Das ist zum Teil deutlich mehr Vitamin C, als in einer durchschnittlichen großen roten Paprika steckt - nach Auskunft der Deutschen Gesellschaft für Ernährung 140 Milligramm pro 100 Gramm.

Mehr Betacarotin in Mini-Möhren

Auch die von Markt gekauften Mini-Karotten schneiden im Labortest gut ab: Der Gehalt an Betacarotin betrug in den Möhren von Edeka 10,3 Milligramm pro 100 Gramm, bei den Möhren von Rewe 17,2 Milligramm und bei den kleinen Lidl-Karotten 13,1 Milligramm. Große Karotten enthalten durchschnittlich 9,8 Milligramm Betacarotin pro 100 Gramm.

Mini-Gemüse richtig zubereiten

Wer Mini-Gemüse kauft, sollte es rasch verbrauchen. Vor allem die jung geernteten Sorten verderben schneller als älteres Gemüse, weil sie noch im Wachstum und deshalb empfindlicher sind. Zum Mitkochen im Eintopf oder Auflauf lohnt sich Mini-Gemüse wegen des meist höheren Preises nicht. Wer das Mini-Gemüse trotzdem kochen möchte, sollte die in der Regel kürzeren Garzeiten beachten. Am besten eignet sich Mini-Gemüse für unterwegs: Die kleinen, oft mundgerechten Stücke sind ein gesunder Snack.

Günstige Alternative zu Mini-Gemüse

Das deutlich günstigere herkömmliche Gemüse ist ebenso gesund und lässt sich schnell waschen, schälen und in kleine Stücke oder Streifen schneiden. Mit etwas Öl, Pfeffer und Salz verfeinert, eignet sich zum Beispiel Wintergemüse wie Wurzeln, Rote Bete, Pastinaken und Kohlrabi als gesunder Snack für unterwegs.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 06.02.2017 | 20:15 Uhr

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