Stand: 30.10.2015 10:47 Uhr  | Archiv

Clementinen: So erkennen Sie gute Qualität

von Sara Rainer

Schon vier Clementinen decken den Tagesbedarf an Vitamin C, das die Abwehrkräfte stärken soll. Clementinen schmecken süßlich und sind kernlos. Sie gehören wie auch Satsumas und Tangerinen zur Gruppe der Mandarinen. Im Gegensatz zu Clementinen haben Mandarinen Kerne und schmecken leicht säuerlich. In den meisten Supermärkten werden die süßen, kernlosen Clementinen angeboten. Besonders süß sind Clementinen zur Hochsaison im Dezember und Januar.

Wie unterscheiden sich Mandarinen-Sorten?

Holziger Geschmack nach ein bis zwei Wochen

Eine reife Clementine erkennt man an einer prallen, glänzenden Schale. Nach ein bis zwei Wochen Lagerung können Clementinen lederig werden, oft bildet sich Luft zwischen Frucht und Schale. Dann kann man die Clementine zwar leicht pellen, aber sie schmeckt schnell trocken oder holzig.

Grüne Stellen sind unbedenklich

Grüne Stellen oder Blätter an Clementinen haben nichts mit der Reife zu tun. Auch über den Vitamingehalt sage die Färbung nichts aus, erläutert Ernährungswissenschaftlerin Dagmar von Cramm. Die Färbung habe etwas mit dem Reifungsprozess am Baum zu tun: Ist es nachts deutlich kälter als tagsüber, erhält die Schale eine orange Farbe. Sind die Nächte zu mild, bleibt die Schale teilweise grün.

Heiß abspülen und die Hände waschen

Wenn es keine Bio-Clementinen sind, ist es erlaubt, die Schale der Früchte mit Konservierungsmitteln zu behandeln. Die Grenzwerte werden nach Recherchen von Markt aber in der Regel nicht überschritten. Dennoch sollte man beim Verzehr von behandelten Clementinen vorsichtig sein. Ernährungswissenschaftlerin Dagmar von Cramm rät, die Früchte vor dem Schälen mit heißem Wasser abzuwaschen und anschließend die Hände zu reinigen: "An unseren Händen können sonst Rückstände haften, die nachweislich auf das Fruchtfleisch übergehen", sagt von Cramm.

Weiße Haut soll vor Krebs schützen

Viele mögen die bitter schmeckende weiße Haut zwischen Schale und Frucht nicht. Doch ausgerechnet die weißen Stellen sind nach Ansicht von Ernährungswissenschaftlerin von Cramm besonders gesund. Sie enthalten den Stoff Limonen, der vor bestimmten Krebserkrankungen schützen soll. Sekundäre Pflanzenstoffe (Flavanoide) in Clementinen können helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. "Deshalb sollte man das Weiße nicht ganz so pingelig abzupfen", rät von Cramm.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 02.11.2015 | 20:15 Uhr

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