Ein Kürbis mit einem geschnitztem Gesicht liegt im Herbstlaub © Colourbox Foto: Kuzma

Halloween und Corona: Dieses Jahr lieber zu Hause gruseln

Stand: 28.10.2020 11:15 Uhr

Wegen der Corona-Ansteckungsgefahr sollten Halloween-Touren oder -Feiern dieses Jahr ausfallen. Kinder, die trotzdem auf Süßigkeitentour gehen wollen, sollten strenge Regeln beachten.

Für Kinder ist es ein alljährliches Highlight im Herbst: Verkleidet als Hexen oder Monster gehen sie an Halloween von Tür zu Tür und sammeln Süßigkeiten ein. Doch dieses Jahr macht ihnen die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung, denn die "Klingeltour" ist nur schwer vereinbar mit Hygieneregeln, Abstandsgebot und Versammlungsverboten. Was ist erlaubt, was nicht? Wie können Eltern alternativ mit ihren Kindern zu Hause Halloween feiern?

Dieses Jahr besser verzichten

Gesundheitsbehörden und Politiker appellieren derzeit, am 31. Oktober auf ihre Halloween-Touren möglichst zu verzichten. "In der gegenwärtigen Zeit von Haustür zu Haustür unterwegs zu sein, ganz viele Kontakte in rascher Folge zu haben, das dürfte die Verbreitung des Virus begünstigen", fürchtet etwa Martin Helfrich von der Hamburger Sozialbehörde.
"Wir sind alle aufgerufen, unsere Kontakte so weit wie möglich zu beschränken, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen", meint dazu auch Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Verboten ist das Umherziehen aber nicht.

Wie ist eine Halloween-Tour trotzdem möglich?

Wer seinen Kindern das Herumziehen nicht untersagen oder selbst Kindern gern die Tür öffnen möchte, sollte folgende Regeln befolgen:

  • Nur kleine Gruppen von Kindern aus maximal zwei verschiedenen Haushalten sollten zusammen losziehen.
  • Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten - auch in Treppenhäusern.
  • Kinder ab 6 Jahre sollten beim Sammeln eine Maske tragen. Gruselmasken allein reichen nicht.
  • Kein Singen an der Tür, möglichst nur kurze Halloween-Sprüche.
  • Möglichst nur verpackte Süßigkeiten anbieten und diese einzeln an die Kinder verteilen. Tipp: dem Kind zum Sammeln einen Kescher mitgeben.
  • Wer sich krank fühlt, muss zu Hause bleiben und darf auch nicht die Tür öffnen.

Alternativen zum Halloween-Umzug

Drei geschnitzte Halloween-Kürbisse auf einer Bank © imago images/Arnulf Hettrich Foto: Thomas Frey
Eine gemeinsame Kürbis-Schnitzaktion kann über die verpassten Halloween-Tour hinwegtrösten.

Wer seine Kinder zu Halloween nicht herumziehen lassen, ihnen aber den Spaß am Gruselfest erhalten möchte, kann über Alternativen nachdenken. Möglich ist beispielsweise ein gemeinsames Hexen-Backen und -Kochen mit anschließendem Monstermahl, bei dem der Familie Blutsuppe, Spinnenkekse und eine eiskalte Gruselbowle serviert werden. Zuvor können alle zusammen in einer Bastelaktion passende Halloween-Deko herstellen - vom Geisterlicht bis zur Fledermausgirlande. Und wer sagt eigentlich, dass man Süßigkeiten nur zu Ostern und nicht an Halloween verstecken kann?

Private Halloween-Partys - was ist erlaubt?

Für private Halloween-Feiern gilt: Je nachdem, in welcher Region sie stattfinden und wie hoch dort die Zahl der gemeldeten Infektionen ist, muss die Teilnehmerzahl begrenzt werden.

Für Schleswig-Holstein gilt: Unabhängig vom Inzidenzwert dürfen sich ab Sonnabend (31.10.) maximal zehn Personen treffen. Das gilt sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum.

In Niedersachsen sind je nach Region bei weniger als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche Feiern mit bis zu 25 Menschen erlaubt, bei mehr als 35 Neuinfektionen sind nur noch maximal 15 Teilnehmer zulässig. Liegt die Zahl über 50, dürfen sich höchstens zehn Teilnehmer aus maximal zwei Haushalten treffen.

In Mecklenburg-Vorpommern gilt die Empfehlung, dass in Privaträumen maximal 25 Gäste zusammenkommen dürfen. Wenn es 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gibt, muss die Gästezahl auf zehn beschränkt werden.

In Hamburg sind derzeit nur bis zu zehn Personen aus maximal zwei Haushalten erlaubt. Ausnahmen gibt es nur für Patchwork-Familien und für Kindergeburtstage bei Kindern unter zwölf Jahren. Hier dürfen sich maximal neun Kinder aus bis zu neun unterschiedlichen Haushalten sowie ein Erwachsener treffen.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 27.10.2020 | 16:20 Uhr

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