Stand: 27.05.2020 17:24 Uhr  - Mein Nachmittag

Grillen: Tipps zur Holzkohle und zum Anzünden

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Die weiße Ascheschicht zeigt an, dass der Grill bereit ist.

Erst wenn die Holzkohle gleichmäßig glüht und mächtig Hitze abstrahlt, macht Grillen richtig Spaß. Doch bis dahin ist es häufig ein mühsamer Weg. Am Anfang steht die Frage, welcher Brennstoff im Einkaufswagen landet: klassische Grill-Holzkohle oder Briketts. Auch beim Anzünden hat wohl jeder Grillfan seinen eigenen heißen Tipp.

Kohle oder Brikett?

Schnell oder ausdauernd? Das ist die Frage bei der Wahl des Brennstoffs. Wer Zeit hat und größere Mengen grillen möchte, sollte zu Holzkohle-Briketts greifen. Die gepressten Rundlinge brauchen zwar länger, bis sie gut durchgeglüht sind, halten die Hitze dann aber gut. Die einheitliche Größe sorgt für gleichmäßige Temperaturen am Grillrost.

Echte Holzkohle ist die erste Wahl, wenn schnell ein paar Würstchen auf dem Grill brutzeln sollen. Besonders die kleinen der unregelmäßigen Kohlestücke glühen schnell, sind aber auch bald verbrannt. Mischt man Kohle und Briketts, lassen sich die Vorteile beider Brennstoffe kombinieren.

Woher kommt die Holzkohle?

Mit Blick auf die Umwelt ist Holzkohle nicht unproblematisch. Obwohl sie aus nachwachsenden Rohstoffen, häufig aus Buchenholz, hergestellt wird, stammt das Holz vielfach aus der intensiven Rodung tropischer Wälder oder osteuropäischer Urwälder. Da die Herkunft auf der Verpackung nicht genannt werden muss, rät das Umweltbundesamt zu Produkten mit dem FSC-Siegel. Es soll garantieren, dass das Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Das DIN-Prüfzeichen (DIN EN 1860-2) steht nur dafür, dass die Holzkohle kein Pech, Erdöl, Koks oder Kunststoffe enthält.

Alternativen zu Holzkohle sind Briketts aus Olivenkernen, einem Abfallprodukt der Ölpressung, aus Kokosschalen und -Fasern oder Weinstöcken. Sie sind allerdings deutlich teurer als Produkte aus Holz. Pappe und Holzreste gehören übrigens nicht in den Grill.

Was bringt die Kohle zum Glühen?

Fest, flüssig oder Gel - die Wahl des Grillanzünders ist eine Frage der persönlichen Vorliebe. Wer einen Stromanschluss in der Nähe hat, kann auf Heißluftföne oder glühende Heizgabeln setzen. Gängige Produkte sind mit Wachs getränkte Holzspäne, Paraffinwürfel oder -gel sowie spezielle Flüssigkeiten. Spiritus und Benzin sind am Grill tabu, denn sie können zu meterhohen Stichflammen führen.

So klappt es mit dem Anzünden

Die Dosierung des Anzünders hängt von der Menge der Holzkohle ab. Sparsam aber zeitaufwendig ist es, zunächst ein kleines Häufchen Kohle über dem Anzünder aufzuschichten. Wenn sie glüht, weitere Kohle auflegen. Wichtig ist eine gute Luftzufuhr, sonst erstickt die Flamme am Anzünder und er qualmt nur noch. Wedeln, pusten oder ein Gebläse beschleunigen das Durchglühen, sorgen aber für gefährlichen Funkenflug. Bei größeren Mengen Holzkohle kann ein Anzündkamin helfen. In der Metallröhre steigt die heiße Luft auf und bringt auch die oberen Schichten rasch zur Glut. Vorsicht: Das Metall wird sehr heiß.

Auf eine dünne Ascheschicht warten

Nach dem Anzünden ist Geduld gefragt: Erst wenn die Holzkohle komplett glüht und mit einer dünnen, weißen Ascheschicht überzogen ist, kommt das Grillgut auf den Rost. Das kann 30 bis 45 Minuten dauern. Bei guten Grills lässt sich die Hitze regulieren, indem man die Luftzufuhr begrenzt. Nach dem Grillspaß bleibt ein Häufchen Asche. Sie gehört - wenn sie restlos abgekühlt ist - in die Mülltonne, denn sie kann Schadstoffe enthalten, so das Umweltbundesamt.

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