Stand: 24.04.2015 09:50 Uhr  | Archiv

Gartenzaun streichen: Farbe, Öl oder Lasur?

von Thilo Eckoldt
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Mit dem richtigen Anstrich sehen Gartenzäune aus wie neu.

Ein Gartenzaun aus Holz ist das ganze Jahr über der Witterung ausgesetzt. Regen, Frost und Sonne setzen dem Material zu. Mit einem frischen Anstrich sehen Gartenzäune wieder wie neu aus. Was eignet sich dafür am besten: Farbe, Öl oder Lasur? Markt vergleicht Produkte aus dem Baumarkt (Preis für 2,5 Liter):

  • Holzöl auf Leinölbasis für 19,90 Euro
  • Imprägnierlasur für 26,90 Euro
  • Holzschutzfarbe für 31,95 Euro, außerdem zum Vorstreichen Holzschutzgrund für 9,50 Euro für 0,75 Liter

Gartenzaun richtig pflegen

  • Vorbereitung

    Vor dem Anstrich den Holzzaun gründlich mit Messingdrahtbürste und Schmirgelpapier vorbereiten.

  • Bürste

    Keine Stahldrahtbürste verwenden. Lösen sich Metallpartikel, können sie bei wasserlöslichen Farben zu Rostflecken führen. Besser sind Messingdrahtbürsten. Sie sind weicher und greifen das Holz nicht so stark an.

  • Algenmittel

    Das Holz vor dem Anstrich mit einem Anti-Algenmittel (Algizid) behandeln. Dadurch werden Algensporen in Holzspalten abgetötet. Sie können sonst bereits nach kurzer Zeit den Anstrich zerstören.

  • Eisenträger

    Das untere Ende der Zaunlatten sollte keinen direkten Kontakt zum Boden haben, weil das Holz dadurch schneller faulen kann. Schutz vor Fäulnis bieten Eisenträger.

  • Wasserschutz

    Die Latten des Holzzauns sollten oben möglichst spitz zulaufen, damit Regenwasser schnell abfließen kann.

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Holzöl ist nicht lange haltbar

Mit natürlichem Öl gestrichenes Holz wird relativ schnell wieder grau. Deshalb können mehrere Anstriche pro Jahr nötig sein. Öl schützt das Holz weder vor UV-Strahlen noch ausreichend gegen Pilzbefall. Je nach Saugfähigkeit des Holzes sind mehrere Anstriche nötig.

Lasur schützt vor UV-Strahlen und Pilzen

Für Zäune sollte man eine Dünnschichtlasur verwenden, weil sie gut ins Holz einzieht. Eine Lasur verstärkt den Farbton des Holzes. Je nach Saugfähigkeit des Holzes sind mehrere Anstriche nötig. Bei einem erneuten Anstrich muss das Holz nicht angeschliffen werden. Empfehlenswert sind "2 in 1"-Lasuren, die auch ein Imprägniermittel enthalten.

Viele Lasuren schützen das Holz vor UV-Strahlen und Pilzen. UV-Strahlen zerstören den Stoff Lignin. Dadurch wird Holz zunächst grau, dann spröde und brüchig. Bei weichem Nadelholz kann eine Lasur mit Bioziden verhindern, dass sich ein Blaupilz bildet.

Holzschutzfarbe ist aufwendig

Wer einen farbigen Zaun haben möchte, muss Holzschutzfarbe verwenden. Im Unterschied zu Lasur und Öl bildet die Farbe eine Schicht auf dem Holz. In der Regel muss zunächst eine Grundierung aufgetragen werden. Außerdem muss das Holz mit einem dünnflüssigen Holzschutzgrund gesättigt sein. Erst dann folgen ein bis zwei Farbschichten. Wenn die Farbschicht reißt, kann Wasser ins Holz eindringen und das Material beschädigen - die Farbe platzt ab. Vor einem Neuanstrich sollte die alte Farbe entfernt werden.

Fazit: Lasur ist die beste Wahl für Holzzäune

Holzöl ist für Gartenzäune nicht zu empfehlen. Es bietet keinen ausreichenden Schutz vor UV-Strahlen und Pilzen. Außerdem muss es mehrmals im Jahr aufgetragen werden. Holzschutzfarbe eignet sich für farbige Zäune, ist aber aufwendig zu verarbeiten. Lasur unterstreicht die natürliche Holzfarbe und schützt vor UV-Strahlen und Pilzbefall.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 27.04.2015 | 20:15 Uhr

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