Stand: 09.10.2017 21:49 Uhr

Fake Shops: So schützen Sie sich vor Betrug

von Ann-Brit Bakkenbüll

Beim Einkaufen im Internet fallen viele Verbraucher auf betrügerische Verkaufsportale ("Fake Shops") herein. Diese ködern Kunden zum Beispiel mit besonders günstigen Markenartikel wie Tablets, Schuhe oder Küchenprodukte. Die Ware wird online bestellt und im Voraus bezahlt - aber in der Regel nicht geliefert. Viele Fake Shops sind so professionell gestaltet, dass man sie kaum von echten Online-Shops unterscheiden kann.

Fake Shops erkennen

Erstes Warnsignal sollte der scheinbar günstige Preis sein. Oft ist das Impressum von Fake Shops nicht vorhanden oder unvollständig. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) können ebenfalls fehlen oder von anderen Seiten kopiert sein. Außerdem enthalten die Internetseiten von Fake Shops häufig zahlreiche Rechtschreibfehler.

Nutzerbewertungen auf den Internetseiten von Online-Shops sollte man nicht blind vertrauen, sie können gefälscht sein. Auch Internetadressen, die mit "https" statt "http" beginnen, sind kein Sicherheitsmerkmal. Die Abkürzung https bedeutet lediglich, dass es sich um eine verschlüsselte Verbindung handelt. Im Zweifel sollte man die Ware nicht kaufen. Der beste Schutz ist noch immer die Zahlung auf Rechnung.

Gütesiegel überprüfen

Verwendet der Portalbetreiber ein Gütesiegel, sollte man es auf der Internetseite des Siegelanbieters überprüfen. Das Landeskriminalamt Niedersachsen stuft folgende Gütesiegel als vertrauenswürdig ein:

Fake Shops bei Amazon Marketplace

Um Kunden abzuzocken, nutzen Betrüger immer häufiger auch Online-Plattformen wie Amazon Marketplace. Bei Kaufinteresse werden Käufer gebeten, den Verkäufer außerhalb der Amazon-Kontaktmöglichkeit per E-Mail anzuschreiben. Darüber wird ihnen in der Regel eine Bankverbindung im Ausland genannt, auf die sie das Geld überweisen sollen. Kunden von Amazon Marketplace sollten keine Bestellung und keine Bezahlung außerhalb der Plattform abwickeln.

Auf Anfrage von Markt schreibt Amazon dazu, dass das Unternehmen betrügerische Aktivitäten in keiner Weise dulde: "Sollte ein Produkt einmal nicht ankommen (…) können Kunden den Amazon Kundenservice kontaktieren und die Erstattung des vollen Kaufpreises beantragen."

Was Opfer von Fake Shops tun können

Wer einem Fake Shop auf den Leim gegangen ist, sollte unverzüglich seine Bank informieren und versuchen, die getätigte Zahlung rückgängig zu machen. Auch bei geringen Beträgen sollte man Anzeige bei der Polizei erstatten. Weitere Tipps gibt die Polizei im Ratgeber Internetkriminalität.

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Dieses Thema im Programm:

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