Sendedatum: 10.02.2014 20:15 Uhr  | Archiv

Darauf müssen Sie beim Umzug achten

von Lena Wendt
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Wer nicht selbst packen und schleppen will, kann ein Umzugsunternehmen beauftragen.

Wer ein Umzugsunternehmen beauftragt, möchte sich Arbeit und Ärger ersparen. Doch das gelingt nicht immer: Denn das Angebot an Speditionen ist riesig, und darunter gibt es auch einige schwarze Schafe. Für einen Umzug in Hamburg hat sich Markt vier Kostenvoranschläge machen lassen, von einer Zwei-Zimmer-Wohnung im zweiten Stock - wieder in eine Zwei-Zimmer-Wohnung im zweiten Stock, eine Straße weiter. Die Schätzungen für den Aufwand gehen weit auseinander. Das Ergebnis: bis zu 500 Euro Preisunterschied.

Experte gibt Umzugstipps

Doch der günstige Anbieter muss nicht der beste sein, sagt Bernhard Storck von der Fachvereinigung Möbelspedition, Umzugslogistik und Relocation Hamburg. Denn nicht immer schätzen Spediteure den Aufwand realistisch ein - oft um Kunden mit niedrigen Preisen zu locken und nach dem Umzug die Forderungen zu erhöhen. Branchenkenner Storck gibt Tipps für einen reibungslosen Umzug:

  • Kostenvoranschlag

    Seriöse Spediteure bieten eine kostenlose Schätzung an, wie viele Kisten beziehungsweise Kubikmeter bewegt werden. Bei der Kalkulation Keller, Garage und Dachboden nicht vergessen!

  • Abrechnung

    Ein Umzug lässt sich zu einem Festpreis oder nach Aufwand abrechnen. Mit einem Festpreis sind Kunden auf der sicheren Seite. Aber: Einige Firmen tricksen mit Aufschlägen, die erst später hinzukommen!

  • Steuer

    Wer aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt zieht, kann die Ausgaben in voller Höhe als Werbungskostenangeben. Bei Umzügen aus privatem Anlass erkennt das Finanzamt die Arbeit von Spediteuren als haushaltsnahe Dienstleistungen an.

  • Bezahlung

    Wer den Umzug steuerlich absetzen möchte, muss per Lastschrift, Scheck oder Girokarte (früher: EC-Karte) zahlen. Das Finanzamt akzeptiert keine Barzahlung.

  • Versicherung

    Die gesetzliche Pflichtversicherung für Spediteure haftet nur bei einem Umzug mit einem LKW ab 3,5 Tonnen Gewicht. Bei Transporten mit Fahrzeugen unter 3,5 Tonnen kann es für Kunden schwierig werden, an ihr Geld zu kommen. In diesem Fall ist eine Zusatzversicherung ratsam.

  • Reklamation

    Bei offensichtlichen Schäden sollte das Umzugsunternehmen noch am selben Tag informiert werden. Für verdeckte Schäden gilt eine Reklamationsfrist von 14 Tagen.

  • Schwarzarbeit

    Lassen Sie sich zusichern, dass der Spediteur keine Schwarzarbeiter beschäftigt. Oft versuchen Anbieter, dadurch ihre Kosten zu minimieren.

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So viel sollte ein Umzug höchstens kosten

Unabhängig von der Wohnungsgröße liegt der Stundenlohn für das Ein- und Auspacken der Wohnungseinrichtung bei 24 bis 36 Euro pro Mannstunde, so die Fachvereinigung Möbelspedition, Umzugslogistik und Relocation Hamburg. Die Montage einer Küche schlage mit 32 bis 45 Euro pro Mannstunde zu Buche. Wer umzieht, kann mit folgenden Kosten rechnen:

Richtwerte für Umzugskosten (Quelle: Fachverband der Spediteure)
Wohnungsgröße1 bis 2 Zimmer2 bis 3 Zimmer3 bis 4 Zimmer1 bis 5 Zimmer
Wohnflächebis 55 qmbis 77 qmbis 95 qmmehr als 95 qm
Umzugsgut15 bis 25 Kubikmeter20 bis 45 Kubikmeter40 bis 60 Kubikmetermehr als 60 Kubikmeter
Nahbereich bis 50 kmab 300 Euroab 500 Euroab 900 Euroab 1.400 Euro
Region bis 125 kmab 400 Euroab 600 Euroab 1.000 Euroab 1.500 Euro
Fernbereich ab 125 kmab 600 Euroab 900 Euroab 1.200 Euroab 1.800 Euro
Möbelmontagenab 75 Euroab 120 Euroab 160 Euroab 250 Euro
Packmaterialab 130 Euroab 180 Euroab 220 Euroab 250 Euro

Dieses Thema im Programm:

Markt | 10.02.2014 | 20:15 Uhr

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