Stand: 06.11.2019 14:56 Uhr

Black Friday und Cyber Monday: Chance oder Falle?

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Am 29. November werden beim "Black Friday" wieder Schnäppchen gejagt.

"Black Friday" (29. November), "Cyber Monday" (2. Dezember) oder eine sich anschließende ganze "Cyber Week": Ende November und Anfang Dezember stimmt sich der Handel auf das Weihnachtsgeschäft ein. Mit viel Werbung bieten besonders Online-Händler vermeintliche Schnäppchen an. Aber nicht immer sind die angeblich extrem niedrigen Preise wirklich attraktiv. Wer bei diesen Aktionen profitieren will, sollte sich vorher gut informieren.

Angebote prüfen: Der Trick mit der UVP

Ein gängiger Trick: Der Sonderpreis wird der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) des Herstellers gegenübergestellt. Die hoch angesetzte UVP verlangt aber kaum ein Händler, so der Verbraucherzentrale Bundesverband. Aus angeblichen Rabatten von 50 Prozent werden dann nur echte 10 oder 20 Prozent.

Preise kennen und vergleichen

Wer ein teures Produkt kaufen möchte und auf Angebote wartet, sollte die Preise im Vorfeld vergleichen. Nur im Verhältnis zum üblichen Marktpreis kann man das angebliche Schnäppchen richtig einordnen. Preissuchmaschinen im Internet geben einen guten Überblick. Optimal ist es, die Ergebnisse von mindestens zwei Suchmaschinen zu vergleichen und die Versandkosten zu berücksichtigen. Auch Einzelhändler vor Ort bieten manchmal günstige Preise.

Bedarf checken und Spontankäufe vermeiden

Die kräftig beworbenen Produkte sind besonders für Schnäppchenjäger eine große Versuchung. Doch braucht man die angebotenen Dinge wirklich? Waren, die ohnehin gut verkauft werden, sinken selten im Preis, hat Stiftung Warentest festgestellt. Häufig landen Auslaufmodelle oder Ladenhüter im Angebot. Käufer sollten also genau wissen, welches Produkt sie kaufen wollen, statt spontan zuzugreifen.

Angebotsfristen setzen Verbraucher unter Druck

Viele Händler versuchen, mit kurzen Angebotsfristen oder ablaufenden Uhren Druck auf Interessenten aufzubauen. Verbraucherschützer warnen davor, sich so zu unüberlegten Käufen drängen zu lassen. Notfalls bleibt die Möglichkeit, den Kauf zu stornieren oder bei Online-Käufen das 14-tägige Widerrufsrecht zu nutzen und die Ware zurückzusenden. Dabei können jedoch Versandkosten anfallen.

Betrug im Internet: Fake-Shops und falsche Angebote

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Fake-Shops werben häufig mit ungewöhnlich hohen Rabatten.

Den Kaufrausch nutzen auch Fake-Shops für ihre kriminellen Geschäfte. Findet man auf Internet-Marktplätzen ein ungewöhnlich günstiges Angebot, ist besondere Vorsicht geboten. Kriminelle Händler kassieren bevorzugt per Vorkasse oder Kreditkarte, liefern die gekauften Waren aber nicht. Am sichersten ist es, per Rechnung oder Lastschrift zu bezahlen. Hinweise auf einen gefälschten Shop sind unter anderem holpriges Deutsch oder fehlende Impressen und Geschäftsbedingungen. "Für den Kunden wird es immer schwieriger, zu erkennen, was sich dahinter verbirgt. Im Zweifel sollte man also lieber die Finger davon lassen", rät Mona Maria Semmler von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

"Black Friday 2019": Startschuss für Weihnachtsgeschäft

In den USA startet mit dem "Black Friday" am Tag nach Thanksgiving, einem Feiertag und wichtigen Familienfest, traditionell das Weihnachtsgeschäft. Von dort sind die Schnäppchen-Tage nach Deutschland geschwappt. In diesem Jahr fällt der "Black Friday" auf den 29. November, der "Cyber Monday" auf den 2. Dezember. Viele Händer beginnen jedoch bereits Anfang November mit ähnlichen Aktionen. Experten sprechen davon, dass der Handel so Kaufanlässe schaffe, ohne die Kunden hochwertige Dinge wie Konsumelektronik oder teure Pflegeprodukte sonst nur selten kaufen würden.

Ein Schild mit Aufschrift "SCHMUCK 20% REDUZIERT".

Black Friday lädt zur Schnäppchenjagd

Hallo Niedersachsen -

Rabattschlacht: Am Black Friday, der ursprünglich aus den USA stammt, lockt der Handel mit Preisnachlässen. Verbaucherschützer raten allerdings zur Vorsicht.

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Hallo Niedersachsen | 23.11.2018 | 19:30 Uhr

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