Stand: 22.10.2014 14:57 Uhr  | Archiv

Welche Batterien halten am längsten?

von Beatrice von Mangoldt

Batterien versorgen viele Geräte im Haushalt mit Strom, zum Beispiel Taschenlampen, Rauchmelder, Waagen, elektrisches Spielzeug und Fernbedienungen. Die am häufigsten verwendeten Batterien haben die Form eines Zylinders (Typ AA) und bestehen unter anderem aus Alkali und Mangan, auch Alkaline genannt. Die Preisunterschiede für solche Batterien sind groß - von rund 20 Cent bis zu zwei Euro pro Stück. Halten teure Batterien länger? Markt hat drei Modelle getestet:

  • Aldi Top Craft Power für 0,20 Euro pro Stück
  • DM Paradies Power für 0,21 Euro pro Stück
  • Varta High Energy für 1,25 Euro pro Stück

Batterien im Praxistest

Wie funktioniert eine Batterie?

In einer Batterie entsteht die elektrische Energie dadurch, dass Zink mit Sauerstoff reagiert und Braunstein die dabei freigesetzten Elektronen aufnimmt. Sie wandern vom Pluspol zum Minuspol der Batterie und bilden dadurch einen geschlossenen Stromkreis.

Wie teuer ist Strom aus Batterien?

Wenn möglich, sollte man auf Batterien verzichten und Strom aus der Steckdose verwenden. Der kostet je nach Stromanbieter rund 20 bis 25 Cent pro Kilowattstunde. Für dieselbe Leistung braucht man rund 300 Batterien vom Typ AA - umgerechnet sind das rund 60 Euro. Eine günstigere Alternative sind wiederaufladbare Batterien. Sie eignen sich besonders für Geräte, in denen die Batterien oft ausgetauscht werden müssen.

Wie entsorgt man leere Batterien?

Leere Batterien gehören nicht in den Hausmüll. Seit 2009 gibt das Batteriegesetz Quoten für die Sammlung und die Wiederverwertung von Altbatterien vor. Für 2012 wurde eine Sammelquote von 35 Prozent festgelegt, für 2016 schreibt das Gesetz eine Quote von 45 Prozent vor. Händler, die Batterien verkaufen, müssen sie zurücknehmen. Dafür stehen häufig spezielle Sammelboxen bereit. Gebrauchte Batterien können aber auch auf Recyclinghöfen abgegeben werden.

So halten Batterien möglichst lange

  • Auf das Datum achten

    Kaufen Sie Batterien, die möglichst lange haltbar sind - zu erkennen am aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum. Mit der Zeit verlieren Batterien an Leistung.

  • Richtig lagern

    Batterien mögen es kühl und trocken bei Zimmertemperatur. Kontakt mit Feuchtigkeit vermeiden, damit Batterien nicht auslaufen.

  • Kälte und Hitze vermeiden

    Die Laufzeit einer Batterie hängt von der Umgebungstemperatur ab. Kälte und Hitze verkürzen die Lebensdauer. Ideal sind mittlere Temperaturen, also von circa 15 bis 30 Grad.

  • Gleichartige Batterien verwenden

    In Geräten mit mehreren Batterien Modelle desselben Herstellers verwenden, weil sie etwa die gleiche Leistung liefern. Die schwächste Batterie legt fest, wie lange noch Strom fließt. Lässt die Leistung nach, alle Batterien gleichzeitig austauschen.

  • Zweimal verwenden

    Oft scheint die Leistung einer Batterie am Ende, zum Beispiel in stromhungrigen Geräten wie Spielzeug oder einer Kamera. Solche Batterien leisten meist noch gute Dienste in sparsamen Geräten wie einer Fernbedienung oder einer Uhr.

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Fazit: Günstige Batterie hält am längsten

Die Stichprobe von Markt hat ergeben: Die Markenbatterie von Varta (1,25 Euro) hält nicht so lange durch wie das deutlich günstigere Modell von DM (0,21 Euro). Der Batterie von Aldi (0,20 Euro) geht am schnellsten der Strom aus - beim Praxistest mit ferngesteuertem Auto und Taschenlampe sowie im zertifizierten Labor.

Auf Anfrage von Markt verweist Varta auf eigene Studien und hält das Ergebnis für nicht aussagekräftig. Aldi schreibt, man habe sich mit Panasonic, dem Hersteller der Top-Craft-Power-Batterien, in Verbindung gesetzt: "Leider war es unserem Lieferanten nicht möglich, die Untersuchungsdetails umfassend auszuwerten."

Dieses Thema im Programm:

Markt | 20.10.2014 | 20:15 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Batterien-im-Test,batterien106.html

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