Stand: 24.10.2019 14:35 Uhr

Auto fahren bei Nebel: Runter mit dem Tempo

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Bei Sichtweiten unter 50 Metern darf die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden.

Herbstzeit ist Nebelzeit. Besonders morgens schränken Nebelschwaden die Sicht ein, teilweise bis auf wenige Meter. Für Autofahrer wird es dann gefährlich. Vorausfahrende Wagen oder Hindernisse auf der Straße sind kaum noch zu erkennen. Wichtigste Regel bei Nebelfahrten: runter mit der Geschwindigkeit. Laut Straßenverkehrsordnung ist bei Sichtweiten von weniger als 50 Metern - das entspricht dem Abstand der Leitpfosten am Straßenrand - nur höchstens Tempo 50 erlaubt.

Besser gesehen werden mit Nebelschlussleuchte

Um besser gesehen zu werden, darf dann die rote Nebelschlussleuchte eingeschaltet sein - auch in Ortschaften. Sie funktioniert nur in Verbindung mit dem Fahrlicht und muss wieder abgeschaltet werden, wenn sich die Sicht gebessert hat. Sonst blendet das grelle Licht nachfolgende Autofahrer und ein Bußgeld droht.

Licht und Nebelscheinwerfer einschalten

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Diese Symbole stehen im Auto auf Schaltern und als Kontrollleuchten für Nebelscheinwerfer (l.) und Nebelschlussleuchte (r.).

Der Autofahrerklub ADAC rät, in der nebligen Jahreszeit auch tagsüber grundsätzlich mit Abblendlicht zu fahren, denn Nebelbänke können plötzlich auftreten. Das Tagfahrlicht genügt dann nicht, dabei leuchten die Rücklichter nicht. Auf Fernlicht sollten Autofahrer im Nebel verzichten, es verschlechtert die Sicht zusätzlich. Hilfreich sind dagegen spezielle Nebelscheinwerfer, die das Licht flach über der Straße breit streuen. Sie werden am besten mit dem Standlicht kombiniert. Nebelscheinwerfer dürfen eingeschaltet werden, wenn Nebel, Regen oder Schneefall die Sichtweite erheblich reduzieren. Eine feste Grenze wie bei der Schlussleuchte gibt es nicht.

Im Nebel am Pfosten entlang

Vor Auffahrunfällen schützt genügend Abstand zum vorausfahrenden Auto. Faustregel: Mindestabstand gleich Geschwindigkeit - also 50 Meter Abstand bei Tempo 50. In dichtem Nebel sollten sich Autofahrer am rechten Fahrbahnrand und den Leitpfosten orientieren, damit sie nicht auf die Gegenfahrbahn geraten. Überholmanöver auf zweispurigen Landstraßen sind im Nebel tabu. Gefährlich wird es auf Brücken: Dort gefriert Nebel schneller als auf anderen Straßenabschnitten.

Schwerstarbeit für die Augen

Fahrten im Nebel sind für die Augen anstrengend. Bei langen Touren sollen Autofahrer Pausen einlegen. Dabei besonders vorsichtig auf den Parkplatz fahren, denn Fußgänger sind im Dunst schlecht zu erkennen. Wenn sich die feinen Wassertröpfchen des Nebels kaum wahrnehmbar als feuchter Film auf der Frontscheibe des Autos niederschlagen, verringert das die Sicht zusätzlich. Deshalb regelmäßig den Scheibenwischer einschalten.

Radfahrer schlecht zu erkennen

Auch für Radfahrer sind Fahrten im Nebel gefährlich. Die teils schwachen Rücklichter werden von Autofahrern erst spät gesehen. Zusätzliche Reflektoren oder Blinklichter an der Kleidung schützen. Radler sollten ihre Geschwindigkeit ebenfalls der Sichtweite anpassen und entsprechend früher losfahren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 23.09.2017 | 10:00 Uhr

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