Stand: 25.07.2016 10:27 Uhr  | Archiv

Elektroschrott darf per Post zum Händler zurück

Ein alter Toaster und anderer Elektroschrott auf einem Haufen. © imago Foto: Waldmüller
Neben den Recyclinghöfen nehmen nun auch alle größeren Online-Händler alte Klein-Elektrogeräte an.

Der alte Toaster, der kaputte Rasierapparat oder das Uralt-Handy: Fast überall im Haushalt fällt von Zeit zu Zeit Elektroschrott an. Seit Herbst 2015 müssen stationäre Händler ausgediente kleine Elektrogeräte mit Kantenlängen von maximal 25 Zentimetern kostenlos zurücknehmen, und zwar unabhängig davon, ob das Gerät bei dem Händler gekauft wurde oder nicht. Ab sofort gilt diese Rücknahmepflicht auch für Online-Händler. Ausgenommen von der Regelung sind nur Geschäfte und Online-Händler mit Verkaufs- und Lagerflächen unter 400 Quadratmetern. Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die neue Rücknahmepflicht:

Wo kann ich kleine Elektrogeräte zurückgeben?

Verbraucher haben jetzt drei Möglichkeiten, Altgeräte zu entsorgen: Sie können sie bei einem stationären Händler abgeben, per Post einem Onlinehändler zusenden oder zu einem der zahlreichen Recyclinghöfe bringen. Einen Recyclinghof in Ihrer Nähe finden Sie über diese Website. Das Abgeben beziehungsweise Verschicken ist für die Kunden kostenlos.

Darf ich auch größere Altgeräte zurücksenden?

Nein, größere Altgeräte wie Waschmaschinen, Fernseher oder Küchenmaschinen müssen die Händler - egal ob Internetversand oder Ladengeschäft - nur zurücknehmen, wenn der Kunde bei ihnen ein neues Gerät kauft. Recyclinghöfe nehmen diese Geräte grundsätzlich an.

Wie kann ich mein Altgerät bei einem Online-Händler zurückgeben?

Jedes Jahr fallen in Deutschland 700.000 Tonnen Elektroschrott an. © © NDR/SWR/Pier 53 Filmproduktion
Pro Kopf produziert in Deutschland jeder Einwohner jährlich 21,6 Kilogramm Elektroschrott.

Meist übernehmen Dienstleister die Abwicklung für die Online-Händler. Die Händler stellen dazu auf ihrer Website einen Link zur Verfügung, über den sich die Kunden einen Paketaufkleber ausdrucken können. Auch die Deutsche Post bietet auf ihrer Internetseite die Möglichkeit, eine kostenlose Versandmarke auszudrucken. Der Kunde versieht das verpackte Altgerät mit dem Aufkleber und bringt es zu einer Paketannahmestelle. Batterien, sofern sie nicht fest vom Gerät umschlossen sind, sollten zuvor herausgenommen werden. Sie können in allen Geschäften, die Batterien verkaufen, abgegeben werden, etwa in Drogeriemärkten.

Elektroschrott darf nicht in die Restmülltonne

Übrigens: Elektroschrott wie Computermäuse, Bohrmaschinen oder Ähnliches einfach in den Restmüll zu werfen, ist seit 2006 verboten. Zugleich ist Recyceln sehr sinnvoll, da in vielen Geräten noch wertvolle Stoffe und manchmal zugleich gefährliche Stoffe stecken, die bei einer sachgerechten Entsorgung aufbereitet und wiederverwendet werden können. Die neue Rückgabe-Regelung soll zudem helfen, den illegalen Export alter Elektrogeräte in Entwicklungsländer zu verhindern, wo sie für große Umweltprobleme sorgen.

Weitere Informationen
Elektroschrott © picture-alliance/ dpa/dpaweb Foto: Tim Brakemeier

Aus für den Toaster in der Tonne

Das Bundeskabinett hat endlich eine gesetzliche Rücknahmepflicht für ausgediente Elektrogeräte beschlossen. Bisher landet ein Großteil des Elektroschrotts im Hausmüll oder auf Müllkippen in Entwicklungsländern. mehr

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Panorama - die Reporter | 24.04.2014 | 21:45 Uhr

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