Stand: 27.12.2019 10:30 Uhr  - Hamburg Journal

Aperitif: Der kleine Drink vor dem Essen

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Stilvoller Auftakt für ein gutes Essen: ein Aperitif.

Ein festliches Essen zu Hause oder ein Besuch in einem besonderen Restaurant beginnen häufig mit einem kleinen Getränk, dem Aperitif. Er soll den Magen öffnen, also den Appetit anregen, und gleichzeitig die Zeit bis zur Vorspeise überbrücken. In Deutschland hat das Gläschen zum Auftakt noch keine lange Tradition. Ganz anders als in Frankreich und Italien, das manchen als Mutterland des Aperitifs gilt.

Spritzige Varianten

Hierzulande wird gern ein Glas Schaumwein gereicht. Ob Prosecco, Sekt oder Champagner ist eine Frage des Geschmacks und der Haushaltskasse. In jedem Fall muss das perlende Getränk gut gekühlt serviert werden. Vielfach wird der Schaumwein mit anderen alkoholischen oder alkoholfreien Getränken gemischt. Als edler Klassiker gilt Kir Royal, die Kombination aus Champagner und einem Schuss Crème de Cassis, einem Likör aus schwarzen Johannisbeeren. Beliebt ist auch Sekt mit Orangensaft, der frisch gepresst am besten schmeckt.

Was passt wozu?

Die Wahl des Aperitifs ist zunächst vom eigenen Geschmack abhängig. Als Grundregeln gelten:
- der Geschmack soll auf das Essen einstimmen: ein leichter Aperitif vor einer leichten Vorspeise
- keine eiskalten Getränke vor einer heißen Suppe
- keine süßen Aperitifs vor trockenem Wein
- keine Mischungen mit Milch oder Sahne, sie sättigen zu sehr
- eine kleine Menge genügt, etwa 0,1 l

Die Klassiker

Ein Klassiker unter den Aperitifs ist ein Gläschen spanischer Sherry, der in verschiedenen Varianten von sehr trocken bis süß angeboten wird. In Italien bevorzugt man Wermut, ein mit der Wermutpflanze und anderen Kräutern aromatisierter Wein. Wermutwein kommt ebenfalls in verschiedenen Geschmacksrichtungen in den Handel und trägt Markennamen wie Martini oder Cinzano. Während man diese Aperitifs pur trinkt, werden bittere Liköre als Longdrink gereicht, etwa mit Orangensaft oder Sodawasser gemischt. Die prominentesten Marken dieser Bitterliköre sind der kräftig rote Campari und der noch vor wenigen Jahren in Deutschland nahezu unbekannte Aperol.

Die Gemischten

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Frisch und modern: Ein Gläschen Hugo stimmt auf ein leichtes Essen ein.

Neben diesen Alkoholika bieten sich diverse leichte Mixgetränke als Aperitif an. Zu den Dauerbrennern zählen Gin Tonic und Mischungen aus Anis-Spirituosen (Pastis, Pernod, Ouzo) mit Wasser. Aktuell sehr beliebt ist ein Spritz, eine norditalienische Mischung aus Weißwein oder Prosecco, sprudelndem Mineralwasser und Bitterlikör. Zu den Modegetränken zählen auch Hugo, ein Longdrink aus Prosecco, Holunderblüten-Sirup und Mineralwasser mit frischer Minze und Limette, sowie Lillet, ein Weinaperitif mit Zitrusnoten, der auf Eis oder gemischt serviert wird.

Alkoholfreie Alternativen

Stichwort Aperitif

Das Wort Aperitif geht auf das französische apéritif = (Magen-)öffner zurück und enthält den lateinischen Wortstamm aperire = öffnen. Spricht man von mehreren Getränken, erlaubt der Duden die Formen Aperitifs oder auch Aperitife.

Wer auf Alkohol verzichten will oder muss, kann dennoch einen schmackhaften Aperitif genießen. Dazu bieten sich Fruchtsäfte mit wenig Süße an, etwa Rhabarber, Grapefruit und dunkler Traubensaft. Sie werden mit sprudelndem Mineralwasser verlängert. Alternativen sind ein Glas gut gewürzter Tomatensaft, Bitter Lemon oder Tonic. Außerdem gibt es alkoholfreie Mixturen, die an Bitterliköre erinnern.

Alkoholfreie Spirituosen

Hamburg Journal -

Das Hamburger Start-up Undone entwickelt alkoholfreie Alternativen zu Rum, Gin oder Wermut. Das Besondere: Die Basis der Getränke ist der echte alkoholische Drink.

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