Stand: 04.06.2019 15:45 Uhr

Wiedensahl - auf den Spuren von Wilhelm Busch

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Die Bildergeschichten von Max und Moritz haben ihn bekannt gemacht: Wilhelm Busch.

Im Schaumburger Land, an der Grenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, liegt die Heimat von Wilhelm Busch. Der Maler und Schriftsteller wurde am 15. April 1832 in Wiedensahl geboren. Heute leben in dem kleinen Ort etwa 1.000 Menschen. Obwohl Wilhelm Busch viel unterwegs war, kam er zeit seines Lebens häufig nach Wiedensahl zurück - vor allem wegen der Landschaft und der Ruhe. Viele Zeichnungen und Geschichten hat er in seinem Heimatdorf zu Papier gebracht.

Schüssel-Schorse mit Figuren von "Max und Moritz" vor der Wilhelm-Busch-Mühle. © NDR Foto: Andi Gervelmeyer

Schüssel-Schorse auf den Spuren von Wilhelm Busch

Wie lebte Wilhelm Busch um 1850? Schüssel-Schorse hat die funktionierende Wilhelm-Busch-Mühle in Ebergötzen besucht und sich von Betreiberin Marianne Tillmann alles erklären lassen.

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Vom Geburtshaus zum Café: alles Busch

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Im Geburtshaus Buschs erinnert eine Ausstellung an den Künstler.

Wer sich auf die Spuren von Wilhelm Busch begeben will, startet am besten im Geburtshaus des Künstlers in der Hauptstraße 68 a. Dort sind neben den Wohnräumen seiner Kindheit Wilhelm Buschs Bildergeschichten, Zeichnungen und viele persönliche Gegenstände zu sehen. Ein paar Schritte vom Geburtshaus entfernt geht es hinab in den Busch-Keller - ein Café in einem alten Backsteingewölbe-Keller. Im 19. Jahrhundert befand sich in diesem Haus der Kolonialwarenladen von Buschs Eltern. In der oberen Etage hatte Wilhelm Busch zwei Zimmer. Bis zu seinem 40. Lebensjahr kehrte der Urvater des Comics regelmäßig bei seinen Eltern ein. Teile der Bildergeschichten von Max und Moritz sind in diesem Haus entstanden.

Am Geburtshaus beginnt auch ein 25 Kilometer langer Radwanderweg, der zu den Kreativorten des Malers und Schriftstellers führt.

Heimatgeschichte im Alten Pfarrhaus

Auf dem Friedhof an der Kirche steht ein Denkmal für Busch.

Am nördlichen Rand des Friedhofs mit der Grabstätte der Familie Busch steht ein Wilhelm-Busch-Denkmal von 1913. Es zeigt den Künstler auf einem Bronze-Relief. Gleich neben der mehr als 700 Jahre alten St. Nicolai Kirche befindet sich das Alte Pfarrhaus von 1550. Busch lebte dort von 1872 an sechs Jahre in der Familie seiner Schwester Fanny. Im Obergeschoss des heutigen Gemeindehauses hat der Heimatbund Wiedensahl ein Museum eingerichtet. Es zeigt unter anderem die Schlafkammer und das Atelier Buschs. Der Schwerpunkt des Museums liegt jedoch auf 140 Millionen Jahren Heimatgeschichte. Zu sehen sind unter anderem Saurierspuren, Fossilien und uralte Tongefäße, aber auch Hausgeräte, Werkzeug und Geräte für die Flachsverarbeitung aus den vergangenen Jahrhunderten - insgesamt rund 1.400 Exponate.

Der Name Wiedensahl leitet sich übrigens von "wedem Sol" ab und heißt auf Hochdeutsch so viel wie heiliger See. Davon ist allerdings nur noch der kleine Dorfteich geblieben.

Karte: Stationen Wilhelm Buschs in Niedersachsen
Weitere Informationen

Wilhelm Busch: Der Vater von "Max und Moritz"

Mit den bitterbösen Streichen von "Max und Moritz" erlangte Wilhelm Busch Weltruhm. Der Niedersachse schrieb nicht nur die Verse und Texte, sondern zeichnete und malte auch. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 16.05.2018 | 13:20 Uhr

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