Stand: 06.05.2020 10:39 Uhr  | Archiv

Die Welt des Porzellans in Fürstenberg erleben

Luftaufnahme der Schlossanlage von Fürstenberg. © Museum Schloss Fürstenberg
Seit mehr als 250 Jahren ist Schloss Fürstenberg bekannt für sein edles Porzellan.

Mitten im Weserbergland befindet sich ein kleines Paradies für Porzellan-Liebhaber: Schloss Fürstenberg. Das hoch über dem Wesertal gelegene, stattliche Renaissance-Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert ist seit mehr als 250 Jahren Sitz einer bekannten Porzellanmanufaktur. Das "weiße Gold" machte Fürstenberg weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Bis heute ist das traditionsreiche Porzellan nicht nur Kennern ein Begriff und in vielen Haushalten zu finden.

Einziges Porzellan-Museum im Norden

Neben der Manufaktur beherbergt Schloss Fürstenberg Norddeutschlands einziges Porzellanmuseum. Unter dem Motto "Anfassen, Erleben, Begreifen" können sich Besucher dort auf eine Reise durch die Welt des Porzellans begeben. Es zeigt wertvolles Porzellan aus verschiedenen Jahrhunderten und informiert über die Geschichte der Manufaktur. Führungen ergänzen das Angebot.

Experten begutachten Sammlerstücke

Teilnehmer eines Workshops in Porzellanmalerei in der Besucherwerkstatt von Schloss Fürstenberg. © Museum Schloss Fürstenberg Foto: Claudia Warneke
In der Besucherwerkstatt können Interessierte Porzellan individuell gestalten und bemalen.

Regelmäßig bietet das Museum Experten-Sprechstunden an, bei denen Interessierte ihr Porzellan mitbringen und erfahren können, wie alt ihr Stück ist und ob es sich um eine Rarität handelt. Außerdem stehen Märkte und weitere Sonderveranstaltungen auf dem Programm.

Wer selbst kreativ werden möchte, kann in der Besucherwerkstatt an Workshops zur Porzellanherstellung oder Porzellanmalerei teilnehmen. Der Werksverkauf der Manufaktur bietet zudem die Möglichkeit, ein Erinnerungsstück oder auch ein ganzes Service zu erwerben.

Schloss mit langer Geschichte

Schloss Fürstenberg liegt auf einer Anhöhe über der Weser. © Museum Schloss Fürstenberg
Fürstenberg zählt zu den sieben Schlössern, die auf einer speziellen Schlössertour durch das Weserbergland erkundet werden können.

Bereits im Mittelalter befand sich am Standort des heutigen Schlosses eine Burg. Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel ließ sie ab 1600 zu einem Jagdschloss im Stil der Weser-Renaissance umbauen. Später richtete sein Nachfahre Karl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel im Schloss eine Porzellan-Manufaktur ein. Sie wurde im Jahr 1747 gegründet und später mit Anbauten am Schloss erweitert. Erst 1972 wurde die Produktion aus dem Schloss in neue Produktionsgebäude auf dem Gelände verlegt.

Per Rad zu sieben Schlössern

Schloss Fürstenberg lässt sich ideal per Rad entdecken, denn es liegt am Weser-Radweg. Wer sich auf Schlössertour per Rad durch die Region begeben möchte, kann insgesamt sieben Schlösser entdecken - neben Fürstenberg unter anderem Schloss Corvey, Hämelschenburg und Schloss Pyrmont. Alle sieben Schlösser liegen zudem an der Deutschen Märchenstraße.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

Wie geht das? | 06.05.2020 | 18:15 Uhr

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