Stand: 13.07.2020 15:05 Uhr

Bückeburg: Ein Schloss und seine Stadt

Blick auf Schloss Bückeburg © imago images / Schöning
Ehemals ein Wasserschloss und noch heute Sitz des Fürstenhauses Schaumburg-Lippe: das Schloss.

Im niedersächsischen Bückeburg geht kaum etwas ohne das Fürstenhaus. Bereits ihre Entstehung verdankt die Kleinstadt einer um 1300 errichteten Wasserburg, dem heutigen Schloss Bückeburg. Graf Ernst zu Holstein-Schaumburg verlegte 1601 seinen Regierungssitz von Stadthagen nach Bückeburg und ließ das Schloss prunkvoll ausbauen. Bis heute ist das Anwesen Wohnsitz des Fürstenhauses Schaumburg-Lippe. Dennoch öffnet die Familie das Schloss auch für Besucher und lädt zu Veranstaltungen ein.

Altstadt mit gepflegten Fachwerkhäusern

Das Schloss mit dem stattlichen Park liegt malerisch auf einer Insel nahe des Zentrums der 19.000-Einwohner-Stadt. Nur wenige Schritte sind es zum Marktplatz, der in den 1990er-Jahren nach historischem Vorbild rekonstruiert wurde. Das angrenzende Rathaus im Stil der Weser-Renaissance stammt aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen zahlreiche gepflegte Fachwerkhäuser neben schmucken Massivbauten. Alte Villenviertel zeugen vom einstigen Wohlstand der Bürger.

Stadtkirche mit Fürstenloge im Weser-Renaissance-Stil

Fußgängerzone mit Stadtkirche in Bückeburg © imago images / Schöning
Die Stadtkirche an der Fußgängerzone ist mehr als 400 Jahre alt.

Bei einem Stadtbummel empfiehlt sich der Weg zur evangelischen Stadtkirche, die Elemente der Spätgotik mit dem Frühbarock verbindet. Besonders das Taufbecken von 1613 und die Kanzel gelten als Kunstschätze. Über dem Eingangsbereich hat das Fürstenhaus eine eigene Loge. Gebaut wurde das Gotteshaus einst aus regionalem Obernkirchener Sandstein und ist ein weiteres imposantes Beispiel für Weser-Renaissance-Gebäude.

Fürstliche Hofreitschule pflegt Traditionen

Pferde vor dem Reithaus der Hofreitschule Bückeburg © imago images / Schöning
Im historischen Reithaus finden regelmäßig Reit-Vorführungen statt.

Im 18. Jahrhundert war Schloss Bückeburg eines der bedeutendsten Reitkunstzentren Europas. Seit 2004 ist die Fürstliche Hofreitschule wieder eröffnet. Bei zahlreichen Vorführungen und beim öffentlichen Training können Besucher Reitkunst aus der Zeit der Renaissance und des Barocks erleben. Reiter in historischen Kostümen präsentieren auf Hengsten der Barock-Pferderassen traditionelle Gangarten und Manöver. Das Marstallmuseum zeigt mehr als 1.000 Ausstellungsstücke rund um die Historie der Reiterei. Sie stammen aus der ganzen Welt, aus fürstlichem Besitz und aus Privatsammlungen.

Hubschraubermuseum mit Flugsimulator

Mehrere Hubschrauber stehen in einer Ausstellungshalle. © ONLINE NDS Foto: Angela Hübsch
Rund 50 Hubschrauber sowie Getriebe und Triebwerke dokumentieren die technische Entwicklung.

Das Kontrastprogramm findet sich im Bückeburger Hubschraubermuseum mitten in der Altstadt von Bückeburg. Dort erfahren Besucher alles über die Entwicklung der Vertikalflugtechnik. Das Museum zeigt insgesamt rund 50 ein- und mehrrotorige Hubschrauber, Tragschrauber sowie Flugschrauber verschiedenster Bauarten und Epochen. Ein Rundgang führt auch am ersten einsatzfähigen Hubschrauber vorbei, der legendären "Focke-Wulf Fw-61" aus dem Jahre 1936. Der Standort des Hubschraubermuseums ist kein Zufall, denn bei Bückeburg befindet sich das Internationale Hubschrauber-Ausbildungszentrum der Bundeswehr, das die Ausstellung unterstützt. Zu den Highlights gehört deshalb ein funktionstüchtiger, ausrangierter Flugsimulator, den Besucher gegen Entgelt nutzen können.

Ausflug zum Idaturm auf den Harrl

Für Naturfreunde lohnt ein Ausflug auf den Harrl, Bückeburgs bewaldeten Hausberg. Mitten auf dem Gebirgszug steht der 28 Meter hohe Idaturm. Von einer Aussichtsplattform bietet er einen weiten Blick über das Schaumburger Land.

Karte: Bückeburg

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 13.12.2019 | 11:20 Uhr

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