Stand: 10.05.2017 15:13 Uhr  | Archiv

Fachwerk und Natur: Bleckede an der Elbe

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Die Fachwerkhäuser in Bleckede stammen teilweise noch aus dem 17. Jahrhundert.

In schmalen Gassen reihen sich gut erhaltene Fachwerkhäuser mit bunten Türen aneinander und die schlichte St. Jacobikirche steht seit Jahrhunderten an ihrem Platz: Bleckede hat Tradition. Knapp 10.000 Menschen leben in dem 800 Jahre alten Städtchen am niedersächsischen Elbufer östlich von Lüneburg. Besucher bummeln durch das historische Zentrum mit kleinen Geschäften und Lokalen zwischen Elbschloss, Bahnhof und Hafen. Dort legen neben Sportbooten auch Ausflugsdampfer und Frachtschiffe an. Seit der Öffnung der innerdeutschen Grenze 1989 pendelt eine Autofähre über die Elbe nach Neu Bleckede, das für Jahrzehnte zur damaligen DDR gehörte.

Ein Schloss an der Elbe

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Im Schloss gibt es viele Informationen über die Natur der Elbtalaue.

Ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch Bleckede ist das Elbschloss am nördlichen Ortsrand. Dort hält die Touristinformation ein Faltblatt bereit, das einen historischen Rundgang durch den Ort beschreibt und zahlreiche Sehenswürdigkeiten kurz vorstellt. So erfährt man, dass das Schloss auf eine Wasserburg von 1270 zurückgeht. Heute dient es als Informationszentrum für das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue. Eine umfangreiche Ausstellung zeigt unter anderem Fische und Biber, die dort leben. Von einer Aussichtsplattform am Schloss bietet sich ein weiter Blick über die Flusslandschaft. Am weiteren Weg durch den Ort liegen neben Fachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert die älteste Apotheke im Kreis Lüneburg, die Jacobikirche von 1767 und das Geburtshaus des Malers Jörg Immendorff.

Anreise mit Triebwagen oder dem Rad

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Der Triebwagen der Bleckeder Kleinbahn gehört zu einer Museumsbahn.

Am Bahnhof halten keine fahrplanmäßigen Züge mehr, sondern nur noch die historische Bleckeder Kleinbahn. Der Triebwagen aus den 50er-Jahren pendelt im Sommerhalbjahr mehrmals pro Woche nach Lüneburg. Die nächsten Bahnhöfe des Nahverkehrs gibt es in Lüneburg und Hitzacker. Viele Besucher kommen ohnehin mit den Fahrrad nach Bleckede, denn der beliebte Elberadweg führt direkt durch den Ort.

Mit der Draisine das Umland erkunden

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Der Draisinen-Ausflug ähnelt einer Radtour auf Schienen.

Statt mit dem Rad können Touristen die Umgebung von Bleckede auch mit der Draisine erkunden. Vom Draisinenbahnhof im Ortsteil Alt Garge geht es auf Schienen fast bis nach Bleckede. Die 8,5 Kilometer lange Route verläuft an Feldern entlang, durch dichte Wälder und zum Elbstrand. Auf der Strecke müssen Fahrgäste die Draisine zwei Mal auf Drehscheiben selbst drehen, bevor es zurück zum Bahnhof Alt Garge geht.

Karte: Bleckede
Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

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