Stand: 07.03.2019 17:05 Uhr

Im Zoo Hannover um die Erde reisen

von Axel Franz, NDR.de
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Wasser, Felsen und Spielzeug: Die "Yukon Bay" bietet Eisbären Abwechslung.

Ein Besuch im Zoo Hannover gleicht einer Weltreise. Die Tiere leben in Themenwelten, naturnah gestaltet und ohne trennende Gitter zu den Menschen. Doch Zoobesucher erleben weit mehr als exotische Tiere. Sie spazieren durch Kulissen, die an die Heimat der tierischen Bewohner erinnern. Beispiel "Yukon Bay": Das Gelände wurde einer Goldgräberstadt in Alaska nachempfunden und beherbergt unter anderem Eisbären und Pinguine, Wölfe, Karibus, Robben und Präriehunde. Insgesamt leben in diesem Teil des Zoos rund 100 Tiere aus 15 Arten. Namensgeber ist der Yukon, ein Strom in Nordamerika, der in Alaska in die Beringsee mündet.

Eisbär im Zoo.

Frühlingsgefühle im Zoo Hannover

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Bei den Eisbären "Sprinter" und "Milana" im Erlebnis Zoo Hannover hat es ordentlich gefunkt. Bei einem Ausflug in den Zoo kann man sich das junge Glück aus der Nähe ansehen.

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Eisbären und Robben in der "Yukon Bay"

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Alaska in Hannover: Die Themenwelt "Yukon Bay" mit einem halb versunkenen Schiff.

Im Mittelpunkt von "Yukon Bay" steht ein leck geschlagenes Schiff in einem Hafenbecken. Besucher können aus dem Inneren des Wracks Tiere unter Wasser beobachten. Eisbären und Robben tummeln sich in Salzwasser-Pools mit künstlichen Wellen. Der Weg zum Hafen führt durch eine raue Landschaft mit Felsen, Höhlen, Schluchten und Wald. Vor dem Eingang zu einem Bergwerks-Stollen verbreitet eine Schürf-Schüssel Goldgräberstimmung. Die Zoo-Betreiber haben sich die Anlage auf einer Fläche von 22.000 Quadratmetern - mehr als drei Fußballfelder - fast 35 Millionen Euro kosten lassen.

Afrika-Flair am "Sambesi" des Zoos

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Eine Fahrt auf dem "Sambesi" gehört zu den beliebten Touren im Zoo.

Weiteres Beispiel für eine "Zoo-Welt", die versucht, ihre Bewohner in einem landschaftlichen und kulturellen Zusammenhang zu präsentieren, ist "Sambesi". Ein Fluss im Südosten Afrikas gab den Namen. Die Kulisse wirkt exotisch und provisorisch: Hütten mit Strohdächern, alte Ölfässer, verwitterte Schilder. In flachen Booten für etwa zehn Personen gleiten Besucher auf einem künstlichen Fluss durch dieses "Afrika". An den Ufern dösen Tiere, Flamingos stehen auf einem Bein im Wasser, Zebras und Gazellen, Antilopen, Nashörner und Giraffen ziehen vorbei. Nach etwa zehn Minuten endet die beliebte Tour durch den schwarzen Kontinent, die zu den Höhepunkten eines Zoo-Besuchs zählt und häufig mit Wartezeiten verbunden ist. Mehrere Brücken sorgen dafür, dass Besucher Flusslandschaft und Tiere auch beobachten können, ohne in ein Boot zu steigen. Besonders beliebt sind die Giraffen, die regelmäßig Nachwuchs bekommen. In freier Wildbahn sind Rothschild-Giraffen vom Aussterben bedroht.

Elefanten und Tiger im "Dschungelpalast"

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Ähnlich stimmig präsentiert sich der indische "Dschungelpalast". Hier leben unter anderem Elefanten in ihrem großzügigen Gehege. Mehrere weibliche Tiere, ein Bulle und einige Jungtiere gehören zu der Herde. Nur ein Graben trennt die Besucher von den Dickhäutern, die sich vor der mächtigen Kulisse des sandsteinfarbenen Palastes sichtlich wohlfühlen. Auch hier sorgen viele Details für eine nahezu perfekte Illusion. Zum "Dschungelpalast" gehören außerdem Hulman-Affen, die in Indien als heilig gelten, und Raubkatzen: Sibirische Tiger und Leoparden leben in einem Seitenflügel hinter dicken Glasscheiben.

Afi Mountain - Ein Park für die Affen

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Schimpansen sind am nächsten mit uns Menschen verwandt.

Dem gleichnamigen Schutzgebiet im westafrikanischen Nigeria ist der "Afi Mountain" nachempfunden, die neueste Themen-Welt des Zoos. Dort sind bedrohte Arten wie die wenig bekannte, imposante Affenart Drill zu sehen. Auf dem Weg durch diesen Abschnitt durchqueren die Besucher verschiedene Vegetationszonen. In der Feuchtsavanne fühlen sich die Schimpansen wohl, im Regenwald sind die Drills und Brazza-Meerkatzen zu Hause. Nebenan flattern afrikanische Vogelarten. Auf dem höchsten Punkt des Berges lebt eine Gorilla-Familie auf einer Lichtung. Verschiedene Themenstationen informieren umfassend über die Tiere und ihren bedrohten Lebensraum.

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 09.03.2019 | 18:00 Uhr

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