Stand: 26.05.2020 16:10 Uhr

Zoo Rostock: Eisbären und Gorilla-Babys erleben

Eisbär Akiak unter Wasser im Zoo Rostock. © Zoo Rostock Foto: Seemann
Im naturnah gestalteten Polarium des Rostocker Zoos können Besucher Eisbären hautnah hinter Glas beobachten.

Eisbären, Menschenaffen, Riesenschildkröten, Geparden und Flusspferde: Der Rostocker Zoo präsentiert rund 4.200 Tiere aus 430 Arten, darunter viele, die in der Natur vom Aussterben bedroht sind. Die Tiere leben in Anlagen, die ihren natürlichen Lebenswelten möglichst nahekommen sollen. Der weitläufige Tierpark im Westen der Hansestadt ist der größte an der Ostseeküste und zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Region.

Einschränkungen durch Corona-Maßnahmen

Beim Besuch der Tierhäuser und Freigehege müssen sich Gäste zum Schutz vor dem Coronavirus an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln halten. In Innenbereichen gilt Maskenpflicht. Handdesinfektion sollten sich Besucher selbst mitbringen. Das Gastronomieangebot ist geöffnet, aber nur in den Außenbereichen nutzbar. Geschlossen bleibt weiterhin das Tropenhaus mit dem Innengehege der Menschenaffen. Vorerst gilt keine Beschränkung der Besucherzahl.

VIDEO: Premiere: Gorilla-Babys im Rostocker Zoo (2 Min)

2018 erneut bester Zoo Europas

Die Anlage in Rostock darf sich mit dem Titel bester europäischer Zoo mit jährlich 500.000 bis zu einer Million Besucher schmücken. Die Auszeichnung erhielt der Zoo 2018 bereits zum zweiten Mal - unter anderem wegen seiner Artenschutzprojekte bei Baumkängurus, Pinguinen und Gibbons sowie den Investitionen in die Zwergflusspferd-Anlage. Der Wettbewerb wird alle zwei bis drei Jahre von dem britischen Zooexperten Anthony Sheridan durchgeführt und gilt als die größte und wichtigste Bewertung für die europäischen Einrichtungen.

Großzügige Freianlagen für Raubkatzen

Schneeleopardin im Rostcoker Zoo. © Zoo Rostock Foto: Joachim Kloock
Schneeleoparden sind in der freien Natur sehr selten. Sie leben in mehreren asiatischen Hochgebirgen.

Eine Löwensavanne und eine Gebirgswiese für Schneeleoparden mit künstlichem Felsen bietet die Großkatzenanlage. Von verschiedenen Beobachtungspunkten aus können Besucher die Tiere in ihren Freigehegen mit Wiesen und Wasserflächen betrachten. Neben Löwen und Leoparden leben dort auch Geparden, Jaguare sowie die kleinen Erdmännchen.

Darwineum: Zuhause der Gorillas und Orang-Utans

Die Orang Utans Mayang und Miri im Rostocker Zoo. © Zoo Rostock Foto: Kloock
Im Darwineum leben mehrere Affenarten, darunter auch Orang Utans.

Eine besondere Attraktion des Rostocker Zoos ist das Darwineum. Der Gebäudekomplex bietet eine moderne Mischung aus Tierpark und interaktivem Erlebnismuseum. Im Mittelpunkt steht die wegen der Corona-Schutzmaßnahmen derzeit geschlossene Tropenhalle, in der Gorillas, Orang Utans und Gibbons ein großzügiges Zuhause haben. Zum Publikumsmagneten dürften die zwei Gorilla-Babys Moyo und Kesha werden, die im März geboren wurden. Bereits Mitte Februar erblickte der kleine Orang-Utan Bayu das Licht der Welt. Besucher können den Affennachwuchs derzeit leider nur im Außengehege sehen - die Tiere entscheiden selbst, ob sie frische Luft schnappen wollen oder nicht. Im Normalbetrieb vermitteln Spielstationen, Schaukästen sowie rund 40 verschiedene Tierarten das schwierige Thema Evolution auf spielerische Weise.

Krokodil-Haus und Seevogelvoliere

Auch in anderen Bereichen des Zoos können sich Besucher den Tieren bis auf wenige Zentimeter nähern - etwa im Krokodil-Haus. Große Glasscheiben geben dort Blicke in die Unterwasserwelt mit afrikanischen Schildkröten und Kaimanen frei. An einem Nisthügel legen die Echsen ihre Eier ab.

Ein weiteres Highlight ist die fast neun Meter hohe und 2.000 Quadratmeter große begehbare Seevogelvoliere. Dort leben Inka-Seeschwalben, Meeresenten, Stelzenläufer und andere Wattvögel. Besucher können sie während der Balz beobachten und die Aufzucht der Küken oder das Flüggewerden der Jungtiere erleben.

Polarium: Neue Heimat für die Eisbären

Zwei Eisbären stehen in ihrem Gehege im Zoo Rostock. © Zoo Rostock Foto: Seemann
Die Eisbären sind die Wappentiere des Rostocker Zoos: Seit 2018 leben sie im Polarium.

Bekannt ist der Tierpark auch für seine Eisbären. Sie sind die Wappentiere des Rostocker Zoos. Bereits seit 1956 leben die arktischen Raubtiere in der Hansestadt, seit 1980 führt der Zoo das internationale Zuchtbuch dieser Tierart. "Weiße Riesen" aus Rostock sind mittlerweile in viele europäische Tiergärten umgezogen. Im September 2018 hat der Zoo für sie und bis zu drei Dutzend Pinguine eine neue, großzügige Anlage eröffnet, das Polarium. Dort leben zunächst zwei Eisbären, ein dritter soll folgen. Sie können sich nicht nur in zwei Außengehegen bewegen, sondern auch in einem Wasserbecken schwimmen.

Über 100 Jahre alte Huftieranlage

Antilopen in der historischen Huftieranlage im Zoo Rostock. © Zoo Rostock Foto: Kloock
Zu der Huftieranlage gehört auch ein neues Stallgebäude, das sogenannte Antilopenhaus.

Gegründet wurde der Zoo 1899. Die Huftieranlage, der frühere Hirschgarten, ist der älteste noch existierende Teil. Das historische Huftierhaus steht unter Denkmalschutz. In dem 7.000 Quadratmeter großen Gehege, das ohne Zäune auskommt und stattdessen auf naturnahe Gräben setzt, wohnen Pferdeantilopen, Thomson-Gazellen, Litschi-Moorantilopen sowie Marabus.

Angebote für Kinder und Pflanzenfreunde

Zoo Rostock

Rennbahnallee 21, 18059 Rostock
Tel. (0381) 208 20

Anfahrt
Der Zoo liegt am westlichen Stadtrand in der Nähe der Universität.
Auto: Barnstorfer Ring (Bundesstraße 103), Parkplätze am Eingang
Bus: Linie 28, Straßenbahn: Linien 3 und 6

Eintrittspreise und aktuelle Öffnungszeiten auf der Website des Zoos

Verschiedene Angebote des Zoos richten sich speziell an Kinder. An verschiedenen "Erfahrungsstationen" können sie beispielsweise klettern wie ein Affe, balancieren wie ein Flamingo oder hüpfen wie ein Känguru. Außerdem locken mehrere Spielplätze, darunter ein spezieller Wikinger-Spielplatz. Auch für Pflanzenliebhaber lohnt sich ein Besuch des Zoos, der seine Ursprünge in einem Dendrologischen Garten hat, also einer Sammlung von Bäumen und Gehölzen. So gehört etwa ein rund 130 Jahre alter Riesenmammutbaum im Zoo zu den Naturdenkmälern Rostocks. Sehenswert sind außerdem der Rhododendronhain, das Dahlienquartier und die Eichenallee.

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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 23.05.2020 | 18:00 Uhr

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