Stand: 10.05.2017 15:53 Uhr

Den Hamburger Hafen per Rad entdecken

von Irene Altenmüller und Kathrin Weber, NDR.de

Von Wilhelmsburg nach Moorburg

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Die Kattwykbrücke - eine imposante Hebebrücke mit Gleisen - führt über die Süderelbe. Für Radler und Fßgänger gibt es eine eigene Spur.

Zurück auf der Neuhöfer Straße geht es zunächst über die Reiherstiegbrücke und den Neuhöfer Damm links in Richtung Süden. Riesige Silos säumen die Straße, die an Wochenenden leer und gut zu befahren ist. Nach einem guten Kilometer folgt am Reiherstieghafen die nächste Brücke - eine beeindruckende Stahlkonstruktion. Die nächsten Kilometer führen durch ein fast menschenleeres Gebiet, große Gleisanlagen und vorbeifahrende Güterzüge lassen erahnen, wie die Ware von den Schiffen weitertransportiert wird.

Die Kattwykbrücke ist die Verbindung über die Süderelbe nach Moorburg und Altenwerder. Wer Glück hat, kann die Hebebrücke bei grünem Licht ohne Stopp überqueren. Steht die Ampel auf Rot, kann es bis zu 20 Minuten dauern, bis die Brücke wieder befahrbar ist. Aber langweilig wird es einem dabei nicht, denn sowohl der Schiffsverkehr als auch der Blick auf die umliegenden Hafenanlagen ist interessant und hält immer neue Überraschungen bereit.

Von Moorburg nach Altenwerder

Auf der anderen Elbseite angekommen lohnt sich ein Abstecher nach Moorburg. Das idyllische Dorf mit Fachwerkhäusern, hübschen Gärten und der alten Kirche lässt vergessen, dass man sich in direkter Hafennähe befindet. Allerdings trügt die Idylle, denn Moorburg ist sogenanntes Hafenerweiterungsgebiet und muss vermutlich für den Ausbau der Containerterminals weichen. Bis 2035 gilt allerdings Bestandsschutz.

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Der neue Altenwerder Elbdeich ist eine hervorragende Radstrecke und bietet tolle Ausblicke.

Dieses Schicksal hat das ehemalige Fischerdorf Altenwerder bereits hinter sich. Die Bewohner wurden umgesiedelt, seit 1998 wohnt hier niemand mehr. Wo früher das Dorf stand, arbeitet heute ein riesiges Containerterminal. Vom Neuen Altenwerder Außendeich ist es gut zu sehen. Der schöne Radweg mit üppigem Grünstreifen beginnt an der Kattwykbrücke und führt direkt an der Südseite des Areals vorbei. Am Ende geht es rechts kurz vor der Autobahn 7 auf einen Feldweg. An dessen Ende liegt das einzige, was von Altenwerder geblieben ist: die St. Gertrud-Kirche mit Friedhof. Kaum zu glauben, aber wer hier steht - eingeklemmt zwischen Autobahn und Hafenanlagen - hört nicht nur die Frösche des kleinen Wasserlaufes quaken, sondern glaubt für kurze Zeit fast auf dem Land zu sein.

Von Altenwerder nach Finkenwerder

Von der Kirche geht es vorbei am Terminal über den Altenwerder Querweg und Am Altenwerder Kirchtal Richtung Norden zum Altenwerder Hauptdeich. Hier links abbiegen und unter der Autobahn hindurch auf die Finkenwerder Straße fahren. Sie führt vorbei an riesigen Lagerhallen auf den Aue-Hauptdeich bis nach Finkenwerder. Am Ortseingang bieten sich zwei verschiedene Routen an: Entweder über die Straße Auedeich durch den Ort hindurch oder weiter direkt am Wasser entlang.

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Auf dem Weg zurück hält die Fähre auch in Neumühlen/Ovelgönne, wo ein hübscher Museumhafen liegt.

Beide Wege führen zum Fähranleger Finkenwerder. Von dort verkehrt die Linie 62 im Viertelstundentakt zu den Landungsbrücken. Es empfiehlt sich, einen Platz auf dem Oberdeck zu suchen und den Blick auf den Elbstrand, die Werftanlagen und die neuen Gebäude an der Großen Elbstraße zu genießen. Zum Abschluss der Hafentour zeigt Hamburg noch einmal eines seiner schönsten Panoramen: die Landungsbrücken und den Michel.

Die Tour im Überblick

Länge: ca. 24 Kilometer
Start: Sandtorhafen, Hafencity
Ziel: Finkenwerder, Fähranleger
Schwierigkeitsgrad: leicht, ohne Steigungen
Orte an der Strecke: Hafencity, Veddel, Wilhelmsburg, Moorburg, Altenwerder, Fiinkenwerder
Markierung: keine, am besten Navi oder Stadtplan mitnehmen
An- und Abfahrt: Mit der Bahn bis Hauptbahnhof und dann per Rad oder U-Bahn bis Baumwall. Auf dem Rückweg Fähre 62 (es gilt der HVV-Tarif) von Finkenwerder bis Landungsbrücken. Mit S- oder U-Bahn bzw. Rad zurück zum Hauptbahnhof.

Weitere Informationen

Hamburgs Hafen - Wahrzeichen und Jobmotor

Der Hafen ist mehr als Container und Warenumschlag. Hier wird gelebt, entspannt und Kunst geschaffen. Ein Blick hinter die Kulissen. mehr

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 06.05.2017 | 18:00 Uhr

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