Stand: 28.07.2018 12:34 Uhr

Rund um den Dümmer

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Segeln und Radfahren - für beides eignet sich der Dümmer gut.

Der Dümmer liegt nordöstlich von Osnabrück und ist mit einer Fläche von etwa 16 Quadratkilometern Niedersachsens zweitgrößter See. Surfer und Segler schätzen das nur etwa einen Meter tiefe Wasser. Ihre Quartiere sind die Häfen und Strände am Ostufer, während sich im Süden und Westen die Natur ungestört ausbreiten darf. Dort bedecken Teppiche aus Seerosen das Wasser, am Ufer wächst reichlich Schilf. Weiträumige Niedermoore schließen sich an und bieten ideale Brut- und Rastplätze für Vögel. Der Dümmer ist Teil des gleichnamigen Naturparks, einer abwechslungsreichen Landschaft, die sich von den Dammer Bergen im Westen bis zum Oppenweher Moor im Osten erstreckt.

Mit dem Fahrrad um den See

Die 27 Kilometer lange Dümmer-Rund-Tour führt auch durch das Hinterland des Sees.

Ein Fahrrad ist das perfekte Verkehrsmittel, um die Natur und die kleinen Orte am Dümmer zu erkunden. Verschiedene Themen-Routen mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie Moor, Dörfer oder Kirchen eignen sich für Tagestouren. Den besten Überblick - auch für Spaziergänger - bietet der 18 Kilometer lange Dümmer-Deichweg mit seinen vier Aussichtsplattformen. Etwas länger ist die beschilderte Dümmer-Rund-Tour, die im Südwesten des Sees zusätzlich in das moorige Hinterland führt und auf insgesamt 27 Kilometer Länge kommt.

Als Start und Ziel für eine Seeumrundung bietet sich Lembruch an, ein maritim geprägter Erholungsort mit etwa 1.000 Einwohnern und zahlreichen touristischen Angeboten wie Hotels, Restaurants, Bootsvermietungen, Badestrand und Minigolf. Wer sich für die Geschichte und Natur der Region interessiert, besucht dort das Dümmer-Museum. Es dokumentiert unter anderem, wie die Menschen Jahrhunderte lang versucht haben, die Niederung trockenzulegen und Torf abzubauen. So entstand schließlich auch der Deich um den See.

Reetdachhäuser und Wassersport in Hüde

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Hüde lockt mit einem Strand und vielen Angeboten für Wassersportler.

Von Lembruch führt der Radweg zunächst in südlicher Richtung am Deich entlang durch das Naturschutzgebiet Hohe Sieben. Sehenswert ist das ehemalige Fischerdorf Hüde. Der beliebte Erholungsort lockt unter anderem mit einem Hallenbad, mehreren Campingplätzen sowie Wassersport-Angeboten. Am Ufer des kleinen Ortes bilden zahlreiche Reetdach- und Fachwerkhäuser eine malerische Kulisse.

Schafe pflegen das Moor

Das Ochsenmoor am Südufer des Dümmers ist Naturschutzgebiet.

Am Südufer des Dümmer liegt das Naturschutzgebiet Ochsenmoor. Zahlreiche Vögel leben auf den Ende der 90er-Jahre wiedervernässten Flächen. Ein Natur-Erlebnis-Pfad und eine Naturschutzstation informieren über Tiere und Pflanzen. Um die Landschaftspflege in den Bruchwiesen kümmern sich Diepholzer Moorschnucken. Die robusten Landschafe stammen ursprünglich aus der Diepholzer Moorniederung. Weil sie gut mit der Feuchtigkeit zurechtkommen, wurden sie im Ochsenmoor angesiedelt. Die Tiere sind auch bei Feinschmeckern sehr beliebt. Da sich die Schnucken überwiegend von Kräutern und Wildpflanzen ernähren, haben sie ein schmackhaftes Fleisch, das von Gastronomen in der Region als Spezialität angeboten wird.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 22.03.2018 | 19:30 Uhr

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