Stand: 20.07.2018 12:08 Uhr  | Archiv

Krummhörn: Ländliche Idylle hinterm Deich

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Typisch Krummhörn: flaches Bauernland hinter dem Deich.

Rysum und Upleward, Manslagt und Freepsum: Insgesamt 19 einst selbstständige Örtchen hinter dem Nordseedeich in Ostfriesland bilden heute die Gemeinde Krummhörn. Mittelpunkt, Verwaltungssitz und wirtschaftliches Zentrum ist Pewsum. Sein Wahrzeichen, die Reste der ehemaligen Burg der Häuptlingsfamilie Manninga von 1458, gehört zum Ostfriesischen Freilichtmuseum. Die Krummhörn, wie die Gemeinde in Anlehnung an den traditionellen Begriff für die Region genannt wird, lebt überwiegend von Landwirtschaft und Tourismus.

Typisch für die Krummhörn sind die sogenannten Gulfhöfe - das sind imposante historische Bauernhöfe, die in Ständerbauweise errichtet wurden und über sehr große Scheunen verfügen. Die meisten Höfe stehen heute unter Denkmalschutz. Landwirtschaftlich werden sie nur noch teilweise genutzt, stattdessen beherbergen sie Künstler-Ateliers, Restaurants und Ferienwohnungen.

Kutter und Leuchttürme

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Nur elf Meter hoch, aber deutschlandweit bekannt: der Leuchtturm in Pilsum.

Die meisten Urlauber besuchen den malerischen Hafenort Greetsiel mit der größten Kutterflotte an der deutschen Nordseeküste. Anziehungspunkte sind auch der kleine gelb-rote Leuchtturm von Pilsum und Deutschlands höchster Leuchtturm in Campen. Er steht auf drei Stahlbeinen und ist 65 Meter hoch. Bei geeignetem Wetter können Besucher den Turm besteigen und eine spektakuläre Aussicht über die Region und den Nationalpark Wattenmeer genießen.

Ein dichtes Netz aus Kanälen

Aus der Vogelperspektive zeigt sich auch, dass die Krummhörn von Dutzenden Entwässerungskanälen durchzogen ist. Wiesen und Felder liegen teilweise unter dem Meeresspiegel. Bei Wassersportlern ist das Kanalnetz ein heißer Tipp, fast jedes Dorf lässt sich so erreichen. Wer kein eigenes Boot hat, kann von Greetsiel aus an einer Rundfahrt teilnehmen oder ein Kanu mieten.

Prächtige Orgeln

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Die Orgel in Rysum ist eine der ältesten in Europa und steht in einer Kirche aus dem 12. Jahrhundert.

Ein Besuch der Dörfer lohnt auch für Kulturfreunde. Jeder Ort hat eine Kirche mit einer besonderen, teils jahrhundertealten Orgel. So stammt das Instrument in Rysum von 1457 und gilt als die älteste bespielbare und im Grundbestand erhaltene Orgel Europas. Auch die Kirche und das Dorf selbst sind sehenswert: Hübsche Backsteinhäuser mit gepflegten Vorgärten, Bauernhöfe und eine restaurierte Mühle prägen den Ort, der als klassisches Runddorf angelegt ist.

Karte: Die Krummhörn
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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 21.07.2018 | 18:00 Uhr

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