Ein Gebäude auf Holzpfählen am Strand von St. Peter-Ording. © Jenny Sturm / fotolia Foto: Jenny Sturm
Ein Gebäude auf Holzpfählen am Strand von St. Peter-Ording. © Jenny Sturm / fotolia Foto: Jenny Sturm

Strand bis zum Horizont in St. Peter-Ording

Stand: 05.05.2021 15:20 Uhr

Zwölf Kilometer feiner Sandstrand, Dünen, Salzwiesen, Kiefernwald und Meer: Diese Kombination macht St. Peter-Ording, kurz auch SPO genannt, zu einem der beliebtesten Urlaubsorte an der Nordseeküste.

An vielen Stränden an Nord- und Ostsee wird es im Sommer eng, im Nordseeheilbad St. Peter-Ording auf der Halbinsel Eiderstedt ist das anders. Der feinsandige Strand ist so weitläufig, dass Urlauber dort reichlich Platz finden, ohne sich gegenseitig zu stören. Auf zwölf Kilometern Länge und bis zu zwei Kilometern Breite lädt er zum Sonnen, Baden, zu Sport oder zu ausgedehnten Spaziergängen ein - ideal um die endlose Weite der Landschaft im Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zu genießen.

Typisch für den Strand mit seinen fünf Badestellen sind die Pfahlbauten, in denen sich Strandkorbvermietung, Badeaufsicht, Restaurants und Toiletten befinden.

Böhl: Breiter Strand, flaches Wasser und Tierpark

Ein Priel mit Seevögeln im Watt von St. Peter-Ording. © NDR Foto: Kathrin Weber
Vor Böhl liegen ausgedehnte Wattflächen, die von Prielen durchzogen sind.

Vier Ortsteile - Böhl, Dorf, Bad und Ording - reihen sich in St. Peter-Ording aneinander. Im Süden liegt mit St. Peter-Böhl der ruhigste Ortsteil mit vielen Ferienwohnungen, Pensionen und Campingplätzen. Den weitläufigen Strand mit Strandkörben und einem Restaurant im Pfahlbau erreichen Fußgänger und Radfahrer über einen Weg, der durch eine breite Salzwiesenzone führt. Autos können gegen Gebühr direkt am Strand parken. Das Wasser ist bei Böhl sehr flach und ideal zum Planschen, etwa für Kinder. Bei Ebbe sind ausgedehnte Wattwanderungen möglich.

Weiterer Anziehungspunkt ist der Tierpark Westküstenpark, dort leben unter anderem Seehunde, Esel und Vögel.

Dorf: Alte Reetdachhäuser, Cafés und Bernsteinmuseum

Schönes Reetdachhaus mit Bauerngarten in St. Peter-Ording/Dorf. © NDR Foto: Kathrin Weber
Im Ortsteil Dorf stehen noch viele schöne alte Reetdachhäuser.

Nördlich von Böhl befindet sich der älteste Ortsteil Dorf. Hübsche Reetdachhäuser, kleine Läden, Cafés und Restaurants machen seinen Reiz aus. Der Strandabschnitt bei Dorf ist über einen Fußweg durch die Dünen zu erreichen und schmaler als bei den anderen Ortsteilen. Im Ort selbst lohnt ein Besuch der Kirche, des Museums Landschaft Eiderstedt sowie des Bernsteinmuseums. Die Strände von St. Peter-Ording - besonders das vorgelagerte Hitzsand - sind für ihren Reichtum an Bernstein bekannt.

Bad: Dünen-Therme, Kuren, Seebrücke und Pfahlbauten

Seebrücke von St. Peter-Ording im Ortsteil Bad. © Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording
Über mehr als einen Kilometer führt die Seebrücke von der Promenade in Bad zum Strand.

Lebendig und quirlig geht es in der Hochsaison in St. Peter-Bad zu. Der Ortsteil bietet viele Geschäfte, Cafés und Restaurants. Von der Promenade hinter den Dünen führt eine 1.095 Meter lange Seebrücke über die Salzwiesen bis zum Strand mit den Pfahlbauten. Dort haben Strandsegler und Kitebuggy-Fahrer ihr Revier, die auf dem festen Sand ideale Bedingungen finden. Interessierte können die Sportarten bei Schnupperkursen kennenlernen.

Direkt an der Promenade unweit der Brücke befindet sich die Dünen-Therme. Das Freizeitbad mit temperiertem Meerwasser, Saunalandschaft und Wellnesszentrum bietet nicht nur an kühlen Tagen Erholung und Badespaß. Gleichzeitig ist Bad das Zentrum des Kurbetriebs mit eigener Schwefelsole-Quelle. Mehrere Kurkliniken setzen bei ihren Anwendungen außerdem auf die salzhaltige Luft, Meerwasser und Schlick.

Ording: Strandparken im Revier für Sportfans

Der Strand von St. Peter-Bad geht über in den von Ording, dem vierten Ortsteil mit gleich zwei Badestellen und Eventgelände. Ob Wind- und Kitesurfen, Strandaerobic oder Beachvolleyball - sportlich Aktive finden hier gute Bedingungen. Der größte Badestrand des Nordseebads mit FKK-Abschnitt im nördlichen Teil lockt auch viele Tagesgäste und ist meist gut besucht. Wer mit dem Auto anreist, hat ähnlich wie in Böhl die Möglichkeit, direkt am Strand zu parken. Zwischen dem Strandzugang im Süden Ordings und der Strandzufahrt im Norden liegt ein schöner Dünenwanderweg mit Aussichtsplattform, die einen Abstecher lohnt.

Surfen, laufen und reiten

Reiter im Watt in St. Peter-Ording. © NDR Foto: Kathrin Weber
Reiten am Strand ist ein besonderes Erlebnis.

St. Peter-Ording ist nicht nur ideal zum Radfahren und Wattwandern, auch für Jogger, Reiter und Wassersportler gibt es eigene Strecken und Reviere. So sind etwa für Läufer 16 verschiedene Routen bis zu 14 Kilometern Länge ausgeschildert. Zwischen Bad und Ording befindet sich eine Kite-, Surf- und Stand-up-Paddling-Zone, das Gebiet zwischen den beiden Ortsteilen Dorf und Böhl ist offiziell als Reitgebiet ausgewiesen und beginnt hinterm Deich.

Von St. Peter-Ording aus Eiderstedt erkunden

Der Leuchtturm von Westerhever. © NDR Foto: Christine Raczka
Der Leuchtturm Westerhever ist ein Wahrzeichen Eiderstedts und liegt nördlich von St. Peter-Ording.

Das Nordseebad ist auch ein guter Ausgangspunkt für Touren in die Umgebung, etwa zum bekannten Leuchtturm Westerhever, ins Katinger Watt oder zum Eidersperrwerk. Lohnend ist auch ein Besuch in Tönning mit dem Multimar Wattforum. Alle Ausflüge lassen sich gut mit dem Fahrrad bewältigen, ein Großteil der Wege führt direkt auf oder am Deich entlang - schöne Ausblicke sind also garantiert.

Nicht entgehen lassen sollten sich Urlauber außerdem eine Wattwanderung. Die von der Schutzstation Wattenmeer organisierten Touren starten regelmäßig am Strand von St. Peter-Dorf.

Anreise

Die meisten Urlauber kommen mit dem Auto nach St. Peter Ording. Doch auch mit der Regionalbahn über Husum lässt sich das Seebad gut erreichen.

Corona-Hinweis

Wegen der Corona-Pandemie sind viele Sehenswürdigkeiten derzeit leider geschlossen. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld!

Karte: St. Peter-Ording

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Dieses Thema im Programm:

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