Stand: 20.06.2018 15:17 Uhr

Cuxhaven: Abwechslungsreiches Nordseebad

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Der grüne Deich trennt die Stadt vom Strand.

Schiffe und Wasser, Wattwandern, Flanieren auf der Promenade und fangfrischer Fisch: Das alles ist typisch für Cuxhaven, die Stadt an der Elbmündung. Urlauber schätzen die maritime Atmosphäre, den langen Sandstrand sowie die gut erreichbaren Ausflugsziele wie die Inseln Neuwerk und Helgoland oder die Seehundbänke im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Strandtourismus in Döse und Duhnen

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Beliebter Aussichtspunkt: An der "Kugelbake" mündet die Elbe in die Nordsee.

Wahrzeichen des Nordseeheilbades Cuxhaven ist die Kugelbake, ein 29 Meter hohes Holzgerüst. Es zeigt an, wo die Elbe endet und das offene Meer beginnt. Früher war die Kugelbake ein wichtiges, beleuchtetes Seezeichen, heute ist sie ein beliebtes Ausflugsziel am nördlichsten Punkt Niedersachsens mit schönem Ausblick auf die Nordsee und die vorbeifahrenden Schiffe. An der Kugelbake beginnt auch der gepflegte Sandstrand am Wattenmeer. Eine Promenade zieht sich am Strand entlang durch die touristisch geprägten Stadtteile Döse und Duhnen. Bei Ebbe können Urlauber weit ins Watt hinaus laufen, bei Flut eignet sich das flache Wasser auch für Familien mit Kindern zum Baden. Im Wellenbad des Thalassozentrums "ahoi" lockt selbst bei kühlem Wetter warmes Nordseewasser

Maritime Sehenswürdigkeiten

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Am Anleger "Alte Liebe" ziehen Schiffe auf dem Weg von und nach Hamburg vorbei.

Wer gerne große und kleine Schiffe aus nächster Nähe sehen möchte, ist am Elbanleger "Alte Liebe" im Alten Hafen richtig. Das zweigeschossige Bauwerk aus Holz entstand im 18. Jahrhundert. Heute dient es nur noch als Aussichtspunkt und bietet den Besuchern einen tollen Blick auf den gesamten Schiffsverkehr in der breiten Elbmündung.

Gleich neben dem Anleger steht ein weiteres historisches Denkmal: der Windrichtungsanzeiger Semaphor. Das modern wirkende Stahlgerüst mit den Buchstaben B (für Borkum) und H (für Helgoland) zeigte den vorbeifahrenden Schiffen früher mit Pfeilen und Signalarmen Windrichtung und Windstärke auf den beiden Inseln an. Heute erhalten die Kapitäne die aktuellen Wetterdaten auf anderen Wegen, dennoch werden die Werte am Semaphor noch täglich eingestellt.

Frischer Fisch und das Feuerschiff

Cuxhaven gehört zu den wichtigsten deutschen Häfen für Fischkutter. Täglich kommen Schiffe von hoher See und löschen ihren Fang im Alten und Neuen Fischereihafen. Wer früh genug aufsteht, kann in der Auktionshalle zuschauen, wie die angelandete Ware versteigert wird. Zahlreiche Restaurants an den Kais haben sich auf Fischgerichte spezialisiert.

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1988 wurde die "Elbe 1" außer Dienst gestellt. Seitdem liegt das Feuerschiff als Museum in Cuxhaven.

Ebenfalls im Hafen liegt eine weitere Attraktion: das legendäre Feuerschiff "Elbe 1". Es leitete jahrzehntelang andere Schiffe um Sandbänke in der Elbmündung herum und wurde 1988 durch ein unbemanntes und von Cuxhaven aus ferngesteuertes Feuerschiff ersetzt. Seitdem liegt die "Elbe 1" in Cuxhaven und kann besichtigt werden. Gelegentlich sticht sie zu Museumsfahrten in See.

Ausflug ins Wattenmeer

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Von Mai bis Oktober fahren Pferdekutschen zwischen Cuxhaven und Neuwerk durch das Watt.

Ein Muss für jeden Cuxhaven-Besucher ist bei Ebbe eine Wagenfahrt oder Wanderung durch das Weltnaturerbe Wattenmeer zur Insel Neuwerk. Nach etwa einer Stunde Fahrt oder knapp zwei Stunden zu Fuß steht der Besucher vor dem Wahrzeichen Neuwerks, dem imposanten Leuchtturm. 1982 stellte der Hamburger Senat die Insel unter Landschaftsschutz, seit 1990 ist sie Teil des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer, denn Neuwerk gehört zu Hamburg.

Wer sich im Watt nicht auskennt, sollte an einer geführten Tour teilnehmen, denn das Wasser steigt mit der Flut gefährlich schnell an. Wer individuell unterwegs ist, sollte sich vorher genau über die Wattwanderzeiten informieren. An manchen Tagen ist es möglich, zur Insel hin- und zurückzuwandern, an anderen muss man mit dem Schiff zurückfahren.

Abstecher zum Wattenmeer-Besucherzentrum

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Das Besucherzentrum liegt direkt an der Küste und gibt den Blick auf das Wattenmeer frei.

Eine gute Vorbereitung auf eine Tour nach Neuwerk oder einen Spaziergang im Watt ist ein Besuch im Wattenmeer-Besucherzentrum. Es liegt direkt am Wasser im Stadtteil Sahlenburg und informiert ausführlich und anschaulich über die einzigartige Landschaft. Zur Ausstellung gehören unter anderem ein flutbares Tidemodell, Seewasser-Aquarien und eine Wattboden-Installation.

Auch die größte Sommerattraktion in Cuxhaven findet im Watt statt - das alljährlich stattfindende Trab- und Galopprennen auf dem Meeresboden. Genau genommen findet das Spektakel vor Duhnen - einem Stadtteil von Cuxhaven - statt. Das Duhner Wattrennen hat Tradition: Am 22. Juli 1902 wurde es erstmals ausgetragen.

Vom Watt in die Heide

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Ungewöhnlicher Landschaftsmix: Bei Duhnen grenzen die Heideflächen direkt an die Nordsee.

Eine weitere Besonderheit Cuxhavens sind die Küstenheidegebiete, die fast direkt an das Watt grenzen. Sie stehen unter Naturschutz und sind Lebensraum vieler seltener Tier- und Pflanzenarten, darunter die Nachtschwalbenart Ziegenmelker oder der Lungenenzian. Mit etwas Glück begegnen Wanderer dort auch Herden von Wisenten, Konik-Wildpferden und Heckrindern, die zur Pflege der Heideflächen eingesetzt werden. Die Küstenheiden sind das größte zusammenhängende Heidegebiet auf dem Festland an der deutschen Nordseeküste.

Erlebnismuseum "Windstärke 10"

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Dass die Seefahrt auf Elbe und Nordsee nicht immer so sicher war wie heutzutage, davon erzählt das maritime Erlebnismuseum "Windstärke 10" im alten Fischereihafen. Es zeigt Fundstücke, die an Schiffsunglücke vergangener Zeiten erinnern, darunter etwa Proviant, technische Gerätschaften oder Gepäckstücke. Taucher haben sie vom Meeresgrund aufgesammelt, oft sind die Stücke noch erstaunlich gut erhalten. Die Ausstellung dokumentiert außerdem die schwierige Arbeit der Seenotretter und zeigt Exponate des ehemaligen Fischereimuseums, das sich früher auf dem Gelände befand.

Urlaub im Cuxland

Cuxhaven und das Umland zwischen Elbe- und Weser-Mündung haben sich unter dem Begriff Cuxland zusammengeschlossen, um ihre touristischen Angebote gemeinsam zu vermarkten. Zu der weit gefassten Region mit Mooren, Feldern und Wäldern gehören unter anderem das Nordseebad Otterndorf an der Elbe, Hemmoor an der Oste, der Kurort Bad Bederkesa sowie Bremerhaven und das Wurster Land im Westen.

Karte: Sehenswertes in Cuxhaven
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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 23.06.2018 | 18:00 Uhr

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