Stand: 20.02.2018 16:56 Uhr

Auf der Maritimen Meile durch Wilhelmshaven

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Wenn Schiffe die Kaiser-Wilhelm-Brücke passieren wollen, dreht sich der Pfeiler um 90 Grad.

Wilhelmshaven ist eine junge Stadt. 1869 gründete König Wilhelm I. von Preußen, der spätere Kaiser, am Jadebusen eine Marinegarnison. Wegen des tiefen und breiten Fahrwassers der Jade war diese Stelle besonders geeignet. Bis heute ist die Hafenstadt der größte Marinestandort in Deutschland und besitzt den einzigen Tiefwasserhafen Deutschlands.

Blick vom Marinemuseum auf die Kaiser-Wilhelm-Brücke in Wilhelmshaven.

Entspannung in Wilhelmshaven

Nordtour -

Erst ein Spaziergang zu den Sehenswürdigkeiten auf der Maritimen Meile, dann eine entspannende Auszeit im Erlebnisbad Nautimo. In der Marinestadt Wilhelmshaven findet sich beides.

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Unterwegs auf der Maritimen Meile

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Die Südstrandpromenade lädt zum Bummeln, Sonnen und Baden ein

Touristen können die Stadt auf der Maritimen Meile kennenlernen, einer ausgeschilderten 1,6 Kilometer langen Tour am Hafen. Sie führt zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten, etwa zum Wahrzeichen der Stadt, der Kaiser-Wilhelm-Brücke. Die neun Meter hohe Drehbrücke ist das größte Bauwerk ihrer Art in Deutschland und feierte 2007 ihr 100-jähriges Bestehen. Bei Dunkelheit zeigt sie sich als aufwendig beleuchteter Blickfang. Die Brücke über den Großen Hafen verbindet die Südstadt mit der Südstrand-Promenade. Direkt neben der sogenannten KW-Brücke liegt am Bontekai das Museumsschiff "Kapitän Meyer", ein alter Tonnenleger.

Ein Museum für die Marine

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Ein Kleinst-U-Boot vom Typ Seehund", gebaut für zwei Mann Besatzung, ist im Marinemuseum zu besichtigen.

Ein Highlight der Maritimen Meile ist das Deutsche Marinemuseum. Es dokumentiert die Geschichte der Marine von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute und informiert über den Alltag auf Schiffen und Booten. Der Museumsbau, eine ehemalige Scheibenhofwerkstatt aus dem Jahr 1888, ist eines der ältesten noch erhaltenen Werkstattgebäude der früheren Kaiserlichen Werft. Im Außenbereich des Museums stehen mehrere Schiffe, darunter ein begehbares U-Boot.

Zu Besuch bei Pinguinen und Seehunden

Ein weiterer Publikumsmagnet auf der Maritimen Meile ist das Aquarium. Gut 300 heimische und exotische Tierarten wie Knurrhähne, Hummer und Haie tummeln sich in Großaquarien und Spezialbecken. Aus nächster Nähe können Besucher die Fütterung von Seehunden und Pinguinen betrachten. Besonders kurios: die Indischen Zwergschlammspringer. Diese Fische sind die einzigen wasserscheuen Fische auf der Welt. Nur um ihre Kiemen und Körper zu befeuchten, nehmen sie ein kurzes Bad oder rollen sich an Land in ein Pfütze.

Informationen über das Wattenmeer und die Marine

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Nicht zu übersehen: Ein riesiges Wattenmeerbild ziert die Außenfassade des Wattenmeerhauses.

Ganz in der Nähe des Aquariums informiert das Besucherzentrum UNESCO-Weltnaturerbe mit einer Dauerausstellung auf 2.000 Quadratmetern über den einzigartigen Lebensraum Wattenmeer. Ein Highlight ist das Aquarium mit einem Brandungsbecken. Darin leben zwölf typische Tierarten der Gezeitenlinie der Nordsee. Zusätzlich bietet das Besucherzentrum verschiedene Erlebnisfahrten in den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer an. Die Dachterrasse des Gebäudes bietet einen weiten Blick über den Hafen der Stadt, die KW-Brücke und die angrenzenden Gewässer. Bei einer Hafenrundfahrt können Besucher den Außenhafen näher kennenlernen. Während der niedersächsischen Sommerferien im Juli und August lädt die Marine jeweils mittwochs zu Nachmittagen der offenen Tür auf den Stützpunkt ein.

Das Rathaus - Zeugnis des Backsteinexpressionismus

Ein weiteres Muss auf einer Rundtour durch Wilhelmshaven ist das Rathaus aus dem Jahre 1927. Das eigenwillige kubische Bauwerk mit den Löwenplastiken am Portal ist in die Architektur-Geschichte eingegangen. Der Klinkerbau entstand nach den Entwürfen des Architekten Fritz Höger, der in Hamburg auch das Chilehaus entwarf. Noch heute wird der Turm des Rathauses als Wasserreservoir genutzt. Mit dem Fahrstuhl können Besucher nach oben fahren und einen Rundblick über Wilhelmshaven und den Jadebusen mit dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer genießen.

Großprojekt JadeWeserPort

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Am JadeWeserPort können auch riesige Containerschiffe anlegen.

Bedeutendstes Bauvorhaben der vergangenen Jahre in Wilhelmshaven war der Containerhafen JadeWeserPort. In dem Tiefwasserhafen legen seit September 2012 große Containerschiffe an, um ihre Ladung zu löschen oder aufzunehmen. Das Projekt ist umstritten, Umweltschützer befürchten Schäden für die Natur. In Sichtweite des Hafengeländes informiert ein Infocenter über die Anlage, Möglichkeiten zur Besichtigung sowie den weltweiten Container-Seeverkehr.

Karte: Sehenswürdigkeiten in Wilhelmshaven
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Watt und mehr: Ausflüge am Jadebusen

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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 24.02.2018 | 18:00 Uhr

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