Stand: 26.08.2019 10:40 Uhr

Auf der Maritimen Meile durch Wilhelmshaven

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Wenn Schiffe die Kaiser-Wilhelm-Brücke passieren wollen, dreht sich der Pfeiler um 90 Grad.

Wilhelmshaven ist eine junge Stadt. 1869 gründete König Wilhelm I. von Preußen, der spätere Kaiser, am Jadebusen eine Marinegarnison. Wegen des tiefen und breiten Fahrwassers der Jade war diese Stelle besonders geeignet. Bis heute ist die Hafenstadt der größte Marinestandort in Deutschland und besitzt den einzigen Tiefwasserhafen Deutschlands.

Sven Tietzer steuert ein Schiff.

Tietzer reist - nach Wilhelmshaven

Mein Nachmittag -

Wilhelmshaven ist der größte Marinestandort Deutschlands und besitzt den einzigen Tiefwasserhafen des Landes. Reporter Sven Tietzer entdeckt die Stadt, die erst 1869 gegründet wurde.

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Unterwegs auf der Maritimen Meile

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Die Südstrandpromenade lädt zum Bummeln, Sonnen und Baden ein

Touristen können die Stadt auf der Maritimen Meile kennenlernen, einer ausgeschilderten 1,6 Kilometer langen Tour am Hafen. Sie führt zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten, etwa zum Wahrzeichen der Stadt, der Kaiser-Wilhelm-Brücke. Die neun Meter hohe Drehbrücke ist das größte Bauwerk ihrer Art in Deutschland. Bei Dunkelheit zeigt sie sich als aufwendig beleuchteter Blickfang. Die Brücke über den Großen Hafen verbindet die Südstadt mit der Südstrand-Promenade.

Ein Museum für die Marine

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Ein Kleinst-U-Boot vom Typ Seehund", gebaut für zwei Mann Besatzung, ist im Marinemuseum zu besichtigen.

Ein Highlight der Maritimen Meile ist das Deutsche Marinemuseum. Es dokumentiert die Geschichte der Marine von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute und informiert über den Alltag auf Schiffen und Booten. Der Museumsbau, eine ehemalige Scheibenhofwerkstatt aus dem Jahr 1888, ist eines der ältesten noch erhaltenen Werkstattgebäude der früheren Kaiserlichen Werft. Im Außenbereich des Museums stehen mehrere Schiffe, darunter ein begehbares U-Boot.

Zu Besuch bei Pinguinen und Seehunden

Ein weiterer Publikumsmagnet auf der Maritimen Meile ist das Aquarium. Gut 300 heimische und exotische Tierarten wie Knurrhähne, Hummer und Haie tummeln sich in Großaquarien und Spezialbecken. Aus nächster Nähe können Besucher die Fütterung von Seehunden und Pinguinen betrachten. Besonders kurios: die Indischen Zwergschlammspringer. Diese Fische sind die einzigen wasserscheuen Fische auf der Welt. Nur um ihre Kiemen und Körper zu befeuchten, nehmen sie ein kurzes Bad oder rollen sich an Land in ein Pfütze.

Wattenmeer-Besucherzentrum und Küstenmuseum

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Nicht zu übersehen: Ein riesiges Wattenmeerbild ziert die Außenfassade des Besucherzentrums.

Ganz in der Nähe des Aquariums informiert das Besucherzentrum UNESCO-Weltnaturerbe mit einer Dauerausstellung auf 2.000 Quadratmetern über den einzigartigen Lebensraum Wattenmeer. Ein Highlight ist das Aquarium mit einem Brandungsbecken. Darin leben zwölf typische Tierarten der Gezeitenlinie der Nordsee. Zusätzlich bietet das Besucherzentrum verschiedene Erlebnisfahrten in den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer an. Die Dachterrasse des Gebäudes bietet einen weiten Blick über den Hafen der Stadt, die KW-Brücke und die angrenzenden Gewässer.

Lohnend ist auch ein Besuch im Küstenmuseum. Auf einem Rundgang durch die modern gestaltete Ausstellung tauchen Besucher in die 12.000 Jahre alte Geschichte der Küste ein und erfahren Wissenswertes über ihre Entstehung sowie den Alltag ihrer früheren Bewohner.

Mit dem Schiff durch den Hafen

Wer die Stadt vom Wasser aus kennenlernen möchte, kann an einer Hafenrundfahrt teilnehmen. Dabei lernen Besucher auch den Marinehafen sowie den JadeWeserPort kennen, Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen. Seit 2012 legen dort große Containerschiffe an, um ihre Ladung zu löschen oder aufzunehmen.

Das Rathaus - Zeugnis des Backsteinexpressionismus

Ein weiteres Muss auf einer Rundtour durch Wilhelmshaven ist das Rathaus aus dem Jahre 1927. Das eigenwillige kubische Bauwerk mit den Löwenplastiken am Portal ist in die Architektur-Geschichte eingegangen. Der Klinkerbau entstand nach den Entwürfen des Architekten Fritz Höger, der in Hamburg auch das Chilehaus entwarf. Noch heute wird der Turm des Rathauses als Wasserreservoir genutzt. Mit dem Fahrstuhl können Besucher nach oben fahren und einen Rundblick über Wilhelmshaven und den Jadebusen mit dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer genießen.

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