Stand: 19.05.2016 14:50 Uhr  | Archiv

Mecklenburgs Heilige Hallen

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Der Wald erneuert sich in dem Schutzgebiet ohne Einfluss der Menschen.

Betreten auf eigene Faust verboten! Es gibt nicht viele staatliche Wälder, für die das gilt. Einer davon sind die sogenannten Heiligen Hallen in der Feldberger Seenlandschaft bei Neustrelitz. Das Verbot soll weniger den Wald schützen als vielmehr mögliche Besucher vor herabstürzenden Ästen und umfallenden Bäumen. Denn im wohl ältesten Buchenwald Deutschlands darf sich die Natur weitgehend ungestört entwickeln. Schon um 1850 verfügte der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz, dass die 25 Hektar große Fläche für alle Zeiten unverändert bleiben soll. Und bis heute stehen die Heiligen Hallen unter Naturschutz. Viele Bäume werden 300 und mehr Jahre alt, manche Baumriesen bringen es auf über 50 Meter Länge.

Ein Wanderweg und geführte Touren

Totes Holz bleibt in dem Wald liegen und bietet Lebensräume für Insekten, Vögel und Pilze. So konnten sich viele Arten ansiedeln, die in anderen Wäldern keine Überlebenschance hätten. Um Naturfreunden einen Einblick in die Heiligen Hallen zu bieten, hat der Landesforst einen rund fünf Kilometer langen Weg angelegt, der am Rand des Gebietes entlang führt und interessante Einblicke bietet. Außerdem organisieren Forstamt und Naturpark regelmäßig kostenpflichtige Führungen in den Wald. Im benachbarten Waldmuseum "Lütt Holthus" können sich Besucher über Tiere und Pflanzen der Region informieren.

Den Namen Heilige Hallen soll der Wald einst bekommen haben, da die mächtigen Buchenstämme an Säulen in gotischen Kirchen erinnern und dichtes Laub das Dach bildet.

Karte: Naturschutzgebiet Heilige Hallen
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Dieses Thema im Programm:

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