Stand: 20.12.2016 15:00 Uhr  | Archiv

Die hundertjährigen Riesen in Erbsland

Ein Mensch steht neben riesigen Douglasien in einem Wald. © imago/All Canada Photos
Douglasien werden in ihrer Heimat Nordamerika bis zu 100 Meter hoch.

Ausgedehnte Wälder gehören südöstlich der Müritz zum typischen Landschaftsbild. Doch wer zwischen den Dörfern Granzow und Qualzow wandert, trifft auf einen ganz besonderen Wald: das Arboretum Erbsland. Es gehört zu den ältesten Gehölzsammlungen Deutschlands. 1887 legte der Mirower Oberforstinspektor Friedrich Scharenberg dort eine rund sieben Hektar große Versuchsfläche mit nicht heimischen Bäumen an. Ziel war es zu testen, ob diese Pflanzen das Klima in der Region vertragen und sich damit zum Anbau in der Forstwirtschaft eignen.

Bäume überragen heimische Pflanzen

Obwohl einige Bäume nicht überlebten, sind heute noch 30 Baumarten erhalten, darunter eine mehr als 40 Meter hohe Douglasie. Auch mehrere ähnlich große Riesenküstentannen aus Nordamerika überragen die heimischen Bäume weit. Da Pflanzen wie die Weymouthskiefer und die Amerikanische Rotfichte mehrere Hundert Jahre alt werden können, ist das forstbotanische Experiment noch nicht beendet.

Mit Rad oder zu Fuß zu erreichen

Das Arboretum Erbsland liegt mitten in einem größeren Waldstück, ist frei zugänglich und zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Einige Tafeln erläutern, welche Baumarten dort wachsen. Der Name Arboretum Erbsland dürfte darauf zurückgehen, dass Bauern auf dieser Fläche einst Erbsen anbauten.

Karte: Arboretum Erbsland
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