Stand: 19.10.2018 09:47 Uhr

Warnemünde: Mehr als Rostocks Strandbad

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Die Warnow, die bei Rostock in die Ostsee mündet, gab dem Ort seinen Namen.

Mit dem Kauf des Ostseebads Warnemünde - 1323 noch ein winziges Fischerdorf - sicherten sich die Rostocker schon im frühen Mittelalter den freien Zugang zur Ostsee. Hier mündet die Warnow und gab dem Ort seinen Namen. Heute ist Warnemünde ein Ortsteil von Rostock. Das wurmt einige Warnemünder noch immer, denn die Stadtoberen Rostocks gestanden dem Vorort wenig Rechte zu. Außerdem verweigerten sie den Warnemündern ihre wichtigste Einnahmequelle: den Fischverkauf. Aus dem kleinen Fischerdorf ist mittlerweile ein mondänes Seebad geworden. Vor allem der mehr als 150 Meter breite Strand - einer der breitesten an der Ostseeküste - lockt viele Urlauber an.

Teepott

Warnemünder Teepott muss saniert werden

Nordmagazin -

Das Wahrzeichen von Warnemünde - ein Sanierungsfall. Eine Vollsanierung ist geplant. Kosten: rund 20 Millionen Euro. Für diese Investition stellen die Eigentümer eine Bedingung.

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Traumhafter Blick vom Leuchtturm

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Beliebtes Ausflugsziel und Wahrzeichen: der Leuchtturm an der Strandpromenade.

Der Leuchtturm von Warnemünde steht mitten auf der Strandpromenade und ist von fast überall im Ort zu sehen. 1897 als Seezeichen erbaut, wies er Schiffen den Weg in den Hafen. Seit 1999 wird der Leuchtturm jeweils am 1. Januar mit der Show "Warnemünder Turmleuchten" mit Feuerwerk, Laser, Licht und Musik in Szene gesetzt. Fast täglich führen ehrenamtliche Leuchtturmmänner Urlauber nach ganz oben. Von dem 30 Meter hohen Turm haben Besucher einen traumhaften Blick auf den Ort und die Hafeneinfahrt.

"Teepott": Wahrzeichen der Baukunst

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Der "Teepott" wirkt zeitlos modern, ist aber sanierungsbedürftig.

Gleich nebenan steht der "Teepott", ein weiteres Wahrzeichen Warnemündes. Das 1967 errichtete Gebäude mit dem geschwungenen Dach und einer Glasfassade steht unter Denkmalschutz, ist aber sanierungsbedürftig. 2018 wurde es von der Bundesingenieurkammer als "historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland" ausgezeichnet - als erstes in Mecklenburg-Vorpommern. In dem Bau des "Königs des Betonschalenbaus" in der DDR , Ulrich Müther, sind Geschäfte und Restaurants untergebracht.

Bummeln am Alten Strom

Seit der Wende ist Warnemünde bei Kreuzfahrt-Reedern zu einem der beliebtesten Ostseehäfen geworden. Kreuzfahrtschiffe mit Touristen aus aller Welt machen dort fest. Nicht ganz so riesig sind die Boote, die am Alten Strom liegen: Yachten, kleine Segelboote, Fischkutter und Fahrgastschiffe. Entlang des Alten Stroms lohnt ein Spaziergang, denn die alten Fischerhäuser dort sind weitgehend erhalten geblieben. Sie beherbergen gemütliche Cafés, Eisdielen und viele kleine Geschäfte. Südlich des Alten Stroms wird es ruhiger. Dort bietet sich ein Abstecher in die sogenannten Tüschen an, die kleinen schmalen Fischergassen.

Leuchtbake auf der Westmole

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Am Ende der Mole kommen Urlauber Kreuzfahrtriesen ganz nah.

Wer seinen Urlaub in Warnemünde verbringt, muss auch auf der Westmole gewesen sein. Besucher können die Stimmungen des Meeres dort hautnah erleben. Ob spritzende Gischt oder ruhige See, ein Spaziergang lohnt sich. Wie weit die insgesamt 530 Meter lange Mole betreten werden darf, hängt vom Wetter ab. Am Ende der Westmole steht die Leuchtbake und es bietet sich ein schöner Blick auf Meer und Schiffe sowie zurück auf Strand und Ort.

Tanzen unter dem Sternenhimmel

Das am höchsten gelegene Café in Mecklenburg-Vorpommern befindet sich in der 19. Etage des Neptunhotels. Das Besondere: An lauen Sommerabenden wird das Hoteldach geöffnet und Gäste können in 64 Metern Höhe unter freiem Sternenhimmel tanzen.

Karte: Sehenswürdigkeiten in Rostock und Warnemünde
Weitere Informationen

Bei den Seenotrettern in Warnemünde

Die Seenotkreuzer der DGzRS liegen in vielen Häfen an der Küste. Wer mehr über die Arbeit der Lebensretter wissen möchte, kann sich im Infozentrum in Warnemünde umsehen. mehr

Stoltera: Ein Stück ursprüngliche Steilküste

20 Meter tief fällt die Ostseeküste bei Warnemünde zum Meer hin ab. Ein Wanderweg durch das Naturschutzgebiet Stoltera bietet weite Ausblicke auf die See, die am Land nagt. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.10.2017 | 17:15 Uhr

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