Stand: 15.06.2018 16:50 Uhr

Usedom: Urlaub zwischen Ostsee und Achterwasser

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Von der Steilküste bei Koserow bietet sich ein schöner Blick über die Ostsee.

Wie Perlen an einer Schnur liegen die vier Bernsteinbäder aufgereiht an der schmalsten Stelle Usedoms. Benannt sind sie nach dem Bernstein, der sich an den Stränden der kleinen Seebäder Zempin, Koserow, Loddin und Ückeritz noch relativ häufig findet. Besonders nach Stürmen können Sammler Glück haben. Ihren besonderen Charme verdanken die vier Bernsteinbäder aber weniger den goldgelben Halbedelsteinen, als vielmehr der fast unberührten Natur und der maritimen Lage zwischen der Ostsee und dem Achterwasser, einer Lagune der Peene.

Die Bernsteinbäder: lange Strände, weitläufige Wälder

Neben den langen, feinsandigen Stränden der Ostsee prägen Buchenwälder und Steilküsten die Landschaft. Am Achterwasser liegen kleine Sportboothäfen, auch Surfer und Angler finden an dem im Schnitt nur etwa drei Meter tiefen Wasser ein ideales Revier. Rund 15 Kilometer lang und bis zu zehn Kilometer breit ist die Wasserfläche, die von der Insel Usedom und dem Festland fast komplett umschlossen ist.

Auf dem Achterwasser. © NDR

Usedom - Die Perlen vom Achterwasser

Hanseblick -

Mit der Insel Usedom verbinden viele Menschen die bekannten Seeheilbäder Heringsdorf, Bansin oder Ahlbeck. Moderator Jan Hendrik Becker zeigt unbekanntere Orte am Achterwasser.

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Zwischen den malerisch gewundenen Küsten von Achterwasser und Ostsee befinden sich viele lohnende Ausflugsziele. Dazu gehört etwa die Rieck, eine Bucht an der schmalsten Stelle der Insel zwischen Zempin und Koserow. Dort liegt auch der "Lütten Ort", das Anwesen des Usedomer Malers Otto Niemeyer-Holstein. Interessierte können das mit vielen Werken des 1984 verstorbenen Künstlers ausgestattete Wohnhaus sowie den schön gestalteten Garten besichtigen.

Koserow - das größte der Bernsteinbäder

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Typisch für die Bernsteinbäder ist der lange Strand mit feinkörnigem Sand, hier bei Koserow.

Koserow ist das größte der vier Bernsteinbäder. Aushängeschild ist der lange Strand mit seinem feinen, hellen Sand. An der 261 Meter langen Seebrücke legen Ausflugsschiffe in Richtung Swinemünde ab. Sehenswert im Ort ist die im 13. Jahrhundert erbaute Feldsteinkirche, die in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder verändert und erweitert wurde. Weiterer Anziehungspunkt ist der Streckelsberg, auf den mehrere Wanderwege hinaufführen. Von der Kuppe des 58 Meter hohen Hügels bietet sich ein schöner Blick über die Ostsee, bei sehr klarer Sicht sind sogar die Kreidefelsen auf Rügen zu sehen. Besonders schön ist eine Wanderung auf den Streckelsberg im Frühling, wenn Teppiche blauer Leberblümchen den Weg säumen. Um den Streckelsberg ranken sich mehrere Sagen und Mythen: So soll in den Höhlen des Bergs einst der berüchtigte Seeräuber Klaus Störtebeker untergeschlüpft sein. Auch die sagenumwobene Handelsstadt "Vineta" soll vor der Küste des Berges vom Meer verschlungen worden sein.

Loddin - Seebad mit Fischerdorf-Charme

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Die Landschaft rund um die Bernsteinbäder ist Schauplatz mehrerer Sagen. Auch dieser Wald im Hinterland wirkt wie verzaubert.

Mit seinen schönen reetgedeckten Häusern hat sich Loddin den Charme eines alten Fischer- und Bauerndorfes erhalten. Wälder und Wiesen umgeben das ruhige Seebad. Zwischen Buchenwald und dem malerischen Kölpinsee liegt der Ortsteil Stubbenfelde mit einem Campingplatz direkt hinter den Dünen. Lohnend ist ein Abstecher auf den Teufelsberg an der Steilküste. Der Sage nach soll der Teufel persönlich dort gelebt haben. Von dem rund 40 Meter hohen Berg bietet sich ebenfalls ein weiter Blick, eine Treppe führt hinunter zum Strand.

Ein schöner Aussichtspunkt ist das Loddiner Höft, eine kleine Halbinsel am Achterwasser. Von dort reicht der Blick bis zum Lieper Winkel, zur Halbinsel Gnitz und zum Festland. Im Sommer ist das Höft der ideale Standort, um bei schönem Wetter die malerischen Sonnenuntergänge über dem Achterwasser zu genießen.

Zempin - Usedoms kleinstes Seebad

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Im kleinen Hafen von Zempin geht es idyllisch zu.

Zempin ist das kleinste Seebad der Insel und liegt an der schmalsten Stelle Usedoms. Nur etwa 1.200 Meter trennen die Ostsee vom Achterwasser, an dem sich noch heute der historische Dorfkern Zempins befindet. Charakteristisch sind die reetgedeckten Häuser im südlichen Teil des Ortes. Hinter den Ostseedünen sind noch einige ebenfalls reetgedeckte, fensterlose Salzhütten aus dem 19. Jahrhundert zu sehen. Dort wurde früher Salz gelagert, mit dem der frisch gefangene Fisch in Holzfässern haltbar gemacht wurde. Noch heute ist der Ort von der Fischerei geprägt, es existieren mehrere Räuchereien.

Zempin ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Der Ort ist von einem Gürtel aus idyllischen Laub- und Kiefernwäldern umgeben. Im Frühling überziehen Tausende weißer Anemonen den Waldboden.

Ückeritz - Künstlerkolonie und Wassersportrevier

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Das flache Achterwasser eignet sich hervorragend für Wassersport.

Das alte Fischerdorf Ückeritz ist das südöstlichste der Bernsteinbäder und liegt überwiegend am Achterwasser. Diese Lage ließ den Ort in den vergangen Jahren zu einem kleinen Zentrum des Wassersports wachsen. Ob Segeln, Wind- oder Kitesurfen - flache Achterwasser ist auch für Anfänger bestens geeignet. Im Ort selbst zeugen die niedrigen Häuser von der Vergangenheit des Seebads als Fischer- und Bauerndorf. Erst mit der Entwicklung des Badewesens wurden Ende des 19. Jahrhunderts einige größere Gästehäuser im Villenstil erbaut. Umgeben ist Ückeritz von schilfbewachsenen Uferzonen, Wäldern und Wiesen. Am sieben Kilometer langen Sandstrand wechseln sich Steilküsten und flache Zonen ab. Die abgeschiedene Lage inmitten der Natur zog ab den 1930er-Jahren viele Künstler an. Bis heute ist Ückeritz als Künstlerkolonie bekannt.

Karte: Usedom im Überblick
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Dieses Thema im Programm:

Hanseblick | 23.06.2019 | 18:00 Uhr

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