Stand: 03.06.2020 15:36 Uhr  - Expeditionen ins Tierreich

Grünes Idyll an den Lauenburgischen Seen

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Wasser, Wald und naturbelassene Ufer gehören zum Naturpark Lauenburgische Seen.

Seen und Flüsse, Moore und Feuchtwiesen, Wälder und Heidelandschaften: Sie prägen das Landschaftsbild im Naturpark Lauenburgische Seen. Wo einst die innerdeutsche Grenze verlief, hat sich südlich von Lübeck ein Naturraum entwickelt, der zahlreichen seltenen Tieren eine Heimat bietet. Die größten der mehr als 40 Seen der Region sind der Schaalsee mit 2.400 Hektar Wasserfläche und der Ratzeburger See.

1961 wurde der Naturpark als erster in Schleswig-Holstein gegründet. Damit gehört er zu den ältesten in Deutschland. Besucher können das Schutzgebiet auf eigene Faust oder auf ausgewiesenen Wegen zu Fuß, per Rad oder mit dem Pferd erkunden. Die schönsten Naturerlebnisse lassen sich wohl in Begleitung der Naturpark-Ranger bei einer geführten Wanderung machen, wie sie das Naturparkzentrum Uhlenkolk in Mölln anbietet.

Viel Ruhe für seltene Tiere

Die Endmoränenlandschaft der Weichsel-Eiszeit mit vielen Gewässern und intakten Uferregionen bietet großen Vögeln wie Seeadler, Kranich und Schwarzstorch einen Lebensraum. Auch Eisvogel und Rohrdommel haben in der natürlichen Landschaft ihren Platz gefunden und behauptet. Im Frühjahr und Herbst sind die Niederungen ein Rastplatz für Tausende Zugvögel. Am Ufer der Seen leben scheue Fischotter und im Wasser der Speisefisch Maräne.

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Die Uferzonen sind Rastplatz vieler Vogelarten, darunter auch Kraniche.

Etwa ein Viertel des 474 Quadratkilometer großen Naturparks ist von Wäldern bedeckt, meist aus Buchen und Eichen. Zum Konzept des Schutzgebietes gehört das Nebeneinander von Tourismus und Naturschutz. Im Osten grenzt der Naturpark Lauenburgische Seen an das mecklenburgische Biosphärenreservat Schaalsee, das ebenfalls viele Möglichkeiten für Ausflüge bietet.

Gewachsene Kulturlandschaft

Was ist ein Naturpark?

Naturparks sind Landschaften, die sowohl Kulturlandschaften - also von Menschen geprägte Zonen - als auch Naturlandschaften enthalten können. Häufig handelt es sich um naturnahe Regionen, in denen eine landwirtschaftliche Nutzung erlaubt ist. Naturparks stehen wegen ihrer Schönheit und Eigenart unter besonderem Schutz. Sie sollen als Erholungsgebiet dienen, deshalb wird dort besonderer Wert auf eine naturverträgliche Entwicklung gelegt.

Ein 117 Kilometer langer Naturparkweg verbindet die Lauenburgischen Seen mit den fünf anderen schleswig-holsteinischen Naturparks. Auch der Radfernweg Alte Salzstraße von Lüneburg nach Lübeck führt zum Teil durch die Seenregion. Im Naturpark selbst wurden etliche Wander-, Rad- und Reitwege ausgeschildert. Ein Netz aus Feldern, Wiesen und roten Backsteingebäuden überzieht die dünn besiedelte, hügelige Kulturlandschaft. Typisch für die Region sind die Knicks, wie Wallhecken zwischen den Grundstücken in Schleswig-Holstein heißen. Neben den Städten Ratzeburg und Mölln bieten zahlreiche Dörfer und Gemeinden ein vielfältiges kulturelles Angebot.

Kulturlandschaft

46.000 Kilometer Knicks in Schleswig-Holstein

Jede Menge Leben steckt in einem Knick. Entstanden als Begrenzung von Ackerland, haben sich die Wallhecken zu einzigartigen Biotopen entwickelt. Hübsch anzusehen sind sie auch. mehr

Karte: Naturpark Lauenburgische Seen
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Dieses Thema im Programm:

Expeditionen ins Tierreich | 03.06.2020 | 20:15 Uhr

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