Stand: 15.02.2018 09:14 Uhr

Grünes Idyll an den Lauenburgischen Seen

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Wasser, Wald und naturbelassene Ufer gehören zum Naturpark Lauenburgische Seen.

Seen und Flüsse, Moore und Feuchtwiesen, Wälder und Heidelandschaften: Sie prägen das Landschaftsbild im Naturpark Lauenburgische Seen. Wo einst die innerdeutsche Grenze verlief, hat sich südlich von Lübeck ein Naturraum entwickelt, der zahlreichen seltenen Tieren eine Heimat bietet. Die größten der mehr als 40 Seen der Region sind der Schaalsee mit 2.400 Hektar Wasserfläche und der Ratzeburger See. 1961 wurde der Naturpark als erster in Schleswig-Holstein gegründet. Damit gehört er zu den ältesten in Deutschland. Besucher können das Schutzgebiet auf eigene Faust oder auf ausgewiesenen Wegen zu Fuß, per Rad oder mit dem Pferd erkunden. Die schönsten Naturerlebnisse lassen sich wohl in Begleitung der Naturpark-Ranger bei einer geführten Wanderung machen.

Der Schaalsee ist der Größte der Lauenburgischen Seen. © NDR/Doclights GmbH/coraxfilm GmbH, honorarfrei

Die Lauenburgischen Seen

Expeditionen ins Tierreich -

Zwischen Lübeck und Lauenburg an der Elbe gelegen, sind die Lauenburgischen Seen der drittgrößte Naturpark Schleswig-Holsteins. Er ist Heimat für viele bedrohte Tierarten.

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Viel Ruhe für seltene Tiere

Die Uferregionen sind Rastplatz vieler Vogelarten, darunter auch Kraniche.

Die Endmoränenlandschaft der Weichsel-Eiszeit mit vielen Gewässern und intakten Uferregionen bietet großen Vögeln wie Seeadler, Kranich und Schwarzstorch einen Lebensraum. Auch Eisvogel und Rohrdommel haben in der wilden Landschaft ihren Platz gefunden und behauptet. Im Frühjahr und Herbst sind die Niederungen ein Rastplatz für Tausende Zugvögel. Am Ufer der Seen leben scheue Fischotter und im Wasser die seltenen Maränen. Etwa ein Viertel des 474 Quadratkilometer großen Naturparks ist von Wäldern bedeckt, meist mit Buchen und Eichen. Zum Konzept des Schutzgebietes gehört das Nebeneinander von Tourismus und Naturschutz. Gemeinsam mit dem angrenzenden mecklenburgischen Biosphärenreservat Schaalsee bildet der Naturpark Lauenburgische Seen ein vom Bund gefördertes "Gebiet von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung für den Naturschutz".

Gewachsene Kulturlandschaft

Was ist ein Naturpark?

Naturparks sind Landschaften, die sowohl Kulturlandschaften - also von Menschen geprägte Zonen - als auch Naturlandschaften enthalten können. Häufig handelt es sich um naturnahe Regionen, in denen eine landwirtschaftliche Nutzung erlaubt ist. Naturparks stehen wegen ihrer Schönheit und Eigenart unter besonderem Schutz. Sie sollen als Erholungsgebiet dienen, deshalb wird dort besonderer Wert auf eine naturverträgliche Entwicklung gelegt.

Mit den fünf anderen schleswig-holsteinischen Naturparks sind die Lauenburgischen Seen über den 117 Kilometer langen Naturparkweg verbunden. Auch der Radfernweg Alte Salzstraße von Lüneburg nach Lübeck führt zum Teil durch die Seenregion. Darüber hinaus sind im Naturpark selbst etliche Wander-, Rad- und Reitwege ausgeschildert. Die nur dünn besiedelte Kulturlandschaft wird von einem Netz aus Feldern, Wiesen und roten Backsteingebäuden durchzogen. Typisch für die Region sind die Knicks, wie Wallhecken zwischen den Grundstücken in Schleswig-Holstein heißen. Neben den Städten Ratzeburg und Mölln bieten zahlreiche Dörfer und Gemeinden ein vielfältiges kulturelles Angebot.

Kulturlandschaft

46.000 Kilometer Knicks in Schleswig-Holstein

Jede Menge Leben steckt in einem Knick. Entstanden als Begrenzung von Ackerland, haben sich die Wallhecken zu einzigartigen Biotopen entwickelt. Hübsch anzusehen sind sie auch. mehr

Karte: Naturpark Lauenburgische Seen
Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Expeditionen ins Tierreich | 14.02.2018 | 20:15 Uhr

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