Stand: 20.06.2018 17:01 Uhr

Bergbaugeschichte am Rammelsberg erleben

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Das Weltkulturerbe Rammelsberg besteht aus Gebäuden über Tag und einem Bergwerk.

Weltweit, so die UNESCO, gibt es nur ein Bergwerk, das 1.000 Jahre kontinuierlich in Betrieb gewesen ist: das Erzbergwerk Rammelsberg bei Goslar. Gemeinsam mit der Altstadt gehört es seit 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es war das erste industrielle Baudenkmal in Deutschland, das die internationale Organisation zum Welterbe erhoben hat. Von den Abraumhalden aus dem 10. Jahrhundert über den ältesten ausgemauerten Grubenraum Europas aus dem 12. bis zu Wasserrädern aus dem 20. Jahrhundert dokumentiert die Anlage die Geschichte des Bergbaus.

Die Wanderung durch den Rathstiefsten Stollen im Erzbergwerk Rammelsberg ist besonders.

Fernab vom Tageslicht: Wandern unter Tage

Lust auf Norden -

Die Wanderung durch den Rathstiefsten Stollen im Erzbergwerk Rammelsberg ist besonders: Unter Tage bewegt man sich kriechend oder gebückt durch knöcheltiefes Wasser fort.

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3.000 Jahre Bergbau-Tradition

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Wasserräder versorgten Teile des Rammelsbergs mit Energie.

Bereits vor 3.000 Jahren gab es am Rammelsberg Bergbau. Unter der Herrschaft der Ottonen begann vor etwa 1.000 Jahren die systematische Erzgewinnung. Erst 1988 wurde das Bergwerk stillgelegt, die Bodenschätze waren erschöpft. Bis dahin wurden fast 30 Millionen Tonnen Erze gefördert. Heute besteht der Komplex aus einem Museum und einem Besucherbergwerk. Das oberirdische Museum gliedert sich in drei Themenbereiche, die in verschiedenen Häusern angelegt wurden. Schwerpunkte sind Geologie und Mineralogie des Rammelsbergs. Besucher erfahren, welche Mineralien dort gefördert wurden und wie sie vor mehr als 350 Millionen Jahren entstanden sind. In der einstigen Kraftzentrale geht es um den erheblichen Energiebedarf des Bergwerks und wie er gedeckt wurde. Außerdem zeigt das Museum Leben und Arbeit der Bergleute sowie deren Einfluss auf die Harzregion, technische Geräte und Betriebsabläufe.

Welten unter Tage entdecken

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Solche Wasserkanäle wurden im Mittelalter per Hand angelegt.

Im Besucherbergwerk können Interessierte die geheimnisvolle Untertagewelt zu Fuß oder per Grubenbahn erkunden. Mehrmals täglich finden verschiedene Führungen in die zwölf Grad kühlen Gänge statt. Eine Tour durch den Roeder-Stollen führt zu einem mehr als 200 Jahre alten System von Wassergräben, Schächten und Wasserrädern. Rund zwei Stunden dauert eine Führung durch die frühere Erzaufbereitungsanlage, das größte Gebäude am Rammelsberg. Der Richtschacht aus dem 20. Jahrhundert ist per Grubenbahn zu erreichen, die rund 500 Meter in den Berg fährt.

Weltkulturerbe Rammelsberg

Museum & Besucherbergwerk
Bergtal 19
38640 Goslar
Tel. (05321) 750-0

aktuelle Öffnungszeiten, Preise sowie Informationen zu den Führungen auf der Website des Museums

Ein besonderes Abenteuer ist eine Tour durch den Rathstiefste-Stollen aus dem 12. Jahrhundert. Dabei handelt es sich um den ältesten erhaltenen Wasserlösungsstollen in Europa und einen wesentlichen Bestandteil des Weltkulturerbes Rammelsberg. Bis heute werden durch den im Mittelalter per Hand mit einfachstem Werkzeug in den Berg getriebenen Stollen Grubenwässer aus dem Berg geleitet. Teilnehmer der Führung passieren im Schein der Grubenlampen enge Stollen, alte Abbauorte und farbiges Gestein. Die vierstündige Tour findet nur auf Anmeldung statt, körperliche Fitness und ein Mindestalter von 14 Jahren sind Voraussetzung.

Karte: Goslar und der Rammelsberg
Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

Lust auf Norden | 22.06.2018 | 18:15 Uhr

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