Stand: 28.09.2018 11:26 Uhr

Wandern und kuren in Bad Harzburg

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Von der Rabenklippe haben Wanderer einen weiten Blick in Richtung Brocken.

Als nördliches Tor zum Nationalpark ist Bad Harzburg ein guter Startpunkt für Wanderungen im Harz, etwa rund um den Eckerstausee, zur Rabenklippe oder auf dem Teufelsstieg zum Brocken. Zu den bekanntesten Touren gehört der Kaiserweg, der 43 Kilometer bis zum Kloster Walkenried im Südharz führt. Wem das zu weit ist, der kann etwa bei Torfhaus abbiegen und mit dem Bus zurück nach Bad Harzburg fahren. Das Angebot ist groß und umfasst ganz unterschiedliche Strecken verschiedener Schwierigkeitsgrade. Informationen über die einzelnen Wanderrouten hält die Stadt bereit.

Mit der Nostalgiebahn auf den Burgberg

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Die große Kabine der Seilbahn fährt in wenigen Minuten auf den Burgberg.

Im Südosten von Bad Harzburg erhebt sich der 483 Meter hohe und auf drei Seiten steil abfallende Große Burgberg. Während die Besucher früher mit Eseln den Weg zur Spitze des Berges zurücklegten, fährt heute im 15-Minuten-Takt eine Kabinenseilbahn nach oben. Die beiden Gondeln stammen aus dem Jahr 1929 und ähneln im Innern einer Straßenbahn. Der Blick vom Bergplateau auf die Stadt und den Nordharz ist grandios. Von der einst mächtigen Burganlage auf dem Burgberg sind allerdings nur noch Ruinen zu sehen. Ein historischer Rundweg mit Tafeln informiert über die einstige Anlage.

Heinrich IV. ließ die Harzburg 1066 bis 1068 zum Schutz der Kaiserpfalz in Goslar und der Silberminen im Rammelsberg auf dem Großen und Kleinen Burgberg erbauen. Nach der Zerstörung durch die Sachsen wurde sie 1180 zur Reichsfeste ausgebaut, wechselte über die Jahrhunderte mehrfach den Besitzer und wurde 1650 schließlich abgebrochen.

Spaziergang zwischen Baumwipfeln

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Ungewohnte Perspektive: Der Pfad bringt Naturfreunde auf Höhe der Baumkronen.

Zu einer wichtigen Attraktion Bad Harzburgs ist der Baumwipfelpfad geworden. Die rund einen Kilometer lange Strecke schraubt sich zunächst auf gut 20 Meter Höhe und führt dann durch die Baumkronen des Kalten Tals, in der Nähe der Seilbahn. Ein Teil eines Pfades in 26 Metern Höhe hat einen Glasboden und eröffnet so einen besonderen Blick in die Tiefe. Fast 50 Erlebnis- und Infostationen informieren außerdem über Tiere, Pflanzen und den Wald im Harz sowie die Erdgeschichte.

Luchsgehege an den Rabenklippen

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Luchse sind scheue Tiere, aber bei der Fütterung kommen sie den Besuchern sehr nah.

1818 wurde der damals letzte Luchs im Harz erschossen. Seit einigen Jahren läuft ein Wiederansiedlungsprojekt im Nationalpark Harz. Die großen Wildkatzen mit den Pinselohren sind allerdings in freier Natur kaum zu sehen. Östlich von Bad Harzburg ist die Chance wesentlich größer, denn in einem Luchs-Schaugehege an den Rabenklippen leben mehrere Luchse. Jeden Mittwoch und Sonnabend um 14.30 Uhr füttern Mitarbeiter des Nationalparks die Tiere und informieren dabei über das Luchsprojekt, die Auswilderung und die Besonderheiten der Großkatzen.

Der Eintritt zum Luchsgehege ist frei, Spenden zur Unterstützung des Projekts sind aber erwünscht. Das Luchsgehege erreichen Besucher in einer rund einstündigen Wanderung von der Bergstation der Burgberg-Seilbahn aus. Von April bis Mitte November fährt auch ein Bus (Linie 875) von Bad Harzburg direkt zum Luchsgehege und wieder zurück.

Zu Besuch bei den Wildkatzen

Im Oktober 2017 wurde außerdem ein Wildkatzen-Gehege eröffnet. Vier Tiere leben in der Anlage an der Bundesstraße 4 zwischen Bad Harzburg und Torfhaus. Es ergänzt den Wildkatzen-Walderlebnis-Pfad, der allerdings einige Kilometer entfernt am Großparkplatz an der B4 beginnt.

Heilbad mit Tradition

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Die historische Wandelhalle ist seit mehr als 100 Jahren Treffpunkt der Kurgäste.

Bereits 1831 begann in Bad Harzburg der Bade- und Kurbetrieb mit dem Wasser aus Solequellen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es ein städtisches Badehaus mit Wandelhalle und Park. Inzwischen bieten in dem staatlich anerkannten Sole-Heilbad drei Reha-Kliniken, ein orthopädisches Krankenhaus sowie eine Sole-Therme ihre Dienste rund um Gesundheit und Wellness an.

Heilquellen und Sole-Therme

Das Wasser für die Behandlung von Krankheiten und für Kuren stammt aus sieben Heilquellen. Die beiden Solequellen Johann-Albrecht- und Dr.-Harras-Schneider-Quelle dienen zu Badezwecken. Außerdem gibt es zwei Mineralwasser-Quellen und drei Trinkbrunnen, deren Wasser Besucher in der historischen Trink- und Wandelhalle im Badepark probieren können.

Am Kurpark lädt die Sole-Therme mit Schwimmbad, Sauna-Bereich und Sole-Grotte zum Entspannen ein. Die Natur-Sole, Wasser mit hohem Salzgehalt, wird aus 840 Metern Tiefe in die Becken gepumpt. Badegäste können zwischen je zwei Innen- und Außenschwimmbecken mit rund 30 Grad warmem Wasser wählen.

Karte: Bad Harzburg
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