Stand: 08.05.2016 14:28 Uhr  - Hallo Niedersachsen  | Archiv

Voller Erfolg: Der Baumwipfelpfad wächst

Damit hat vor einem Jahr wohl niemand gerechnet: 240.000 Menschen haben im ersten Jahr den Baumwipfelpfad bei Bad Harzburg im Landkreis Goslar besucht. Damit wurden die Erwartungen der Betreiber übertroffen, die mit 100.000 Gästen gerechnet hatten. Diese Marke war schon nach nur dreieinhalb Monaten Betriebszeit geknackt worden. Mittlerweile ist nicht nur die Mitarbeiterzahl von sieben auf zwölf erhöht worden. Auch sind zu den 33 bereits vorhandenen Lern- und Mitmachstationen mehr als ein Dutzend hinzugekommen. "Wir sind von diesem großen Erfolg angenehm überrascht", so die Leiterin des Baumwipfelpfades, Eva Christin Ronkainen. Als mögliche Gründe für den Erfolg sieht die Leiterin die gute Lage direkt am Ortsrand und die Barrierrefreiheit. Der Pfad sei also auch für Familien mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer gut zu besuchen.

Glas-Steg für die Mutigen

Die 15 neuen Stationen befinden sich in der 300 Meter langen Eingangskrone des Baumwipfelpfades und haben die Entstehung des Universums, der Erde und des Lebens zum Thema. "Ohne den Urknall würde es die Baumwipfel natürlich nicht geben", sagt Eva Christin Ronkainen, Leiterin des Baumwipfelpfades. So sei das Thema ein toller Lückenschluss zu den bisherigen Stationen, die sich auf die Natur und Kultur des Harzes im Hier und Jetzt beziehen. Und für die Mutigen gibt es auf dem insgesamt 1.000 Meter langen Pfad eine weitere Attraktion - einen Glas-Steg in luftiger Höhe von 26 Metern. Außerdem wurde zum einjährigen Bestehen ein neues Ticketcenter in Betrieb genommen, Mitte Mai soll zudem ein neues Restaurant eröffnen.

Auch Naturschützer unterstützen den Pfad

Für die Naturschützer war der Pfad bei Baubeginn ein massiver Eingriff in die Natur, heute haben sie ihren Frieden mit der Attraktion gemacht. "Wir haben den umweltpädagogischen Wert gesehen, und deshalb haben wir das auch unterstützt", sagt Mathias Kumitz vom Nabu in Goslar. 4,6 Millionen Euro hat der Bau insgesamt gekostet. Das Land Niedersachsen hat ihn mit zwei Millionen Euro gefördert.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 08.05.2016 | 19:30 Uhr

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