Stand: 01.02.2017 14:36 Uhr  - Nordtour  | Archiv

Hannovers kunterbuntes Landesmuseum

Blick vom Neuen Rathaus auf das Landesmuseum in Hannover © Axel Franz / NDR Foto: Axel Franz
Ein Haus voller Geschichte: Das Landesmuseum in Hannover beeindruckt schon von außen.

Das Angebot könnte kaum breiter sein: Ob Gemälde barocker Meister wie Rubens und Rembrandt, Dinosaurier-Skelett, historische Münzen oder lebende Fische in Aquarien - das Niedersächsische Landesmuseum in Hannover bietet Exponate für jeden Geschmack. Da das Museum in einem prächtigen Neorenaissance-Gebäude in Sichtweite des Neuen Rathauses in die Jahre gekommen war, wurde die Dauerausstellung neu konzipiert. Aus den fünf Sammlungen Landesgalerie, Münzkabinett, Naturkunde, Archäologie und Völkerkunde wurden auf den drei Etagen des Hauses eigene "Welten": NaturWelten, MenschenWelten und KunstWelten.

Naturkunde neu aufgestellt

Blick in die NaturWelten im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover ©  Landesmuseum Hannover
Der Lüneburger Heide widmet das Landesmuseum einen eigenen Bereich.

Diese drei großen Bereiche gliedern sich in weitere "Welten". So können Besucher in den NaturWelten die WasserWelt mit mehr als 200 verschiedenen Tierarten erkunden. Fische leben dort in Aquarien wie dem Karibik-Becken. Viele Exponate sind jedoch Präparate oder Schädel vom Eisbär bis zum Nilpferd. Zu der naturkundlichen Ausstellung gehören auch die Land- und Küstenwelten von Nordsee bis Südamerika sowie die LuftWelten mit Dutzenden Vögeln.

Eine Reise zu fremden Kulturen

Die Moorleiche "Roter Franz" im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover © Landesmuseum Hannover
Der "Rote Franz" lag rund 1.600 Jahre in einem Moor bei Meppen.

Im Abschnitt MenschenWelten gehen Besucher auf eine Entdeckungsreise rund um die Erde. Die Ausstellung vollzieht die Entwicklung der Menschen nach und die Zunahme der Weltbevölkerung von wenigen Tausend auf mehr als sieben Milliarden Menschen. Anhand von Kunst- und Alltagsgegenständen stellt sie ferne Kulturen und ihre Bewohner vor. Dazu zählen Exponate aus Afrika, Südamerika und China aber auch die niedersächsische Moorleiche "Roter Franz". Die Ausstellung wird durch interaktive Spiele und Videostationen ergänzt. Ein kostenloser Audioguide greift das aktuelle Thema Migration auf und stellt Menschen vor, die aus verschiedenen Regionen der Welt nach Deutschland gekommen sind.

Meisterwerke der Malerei

In der Landesgalerie des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover hängen Gemälde vor einer dunkelroten Wand. © Landesmuseum Hannover
Große Meister an dunkelroten Wänden: Teile der Landesgalerie wurden bereits neu gestaltet.

Während sich NaturWelten und MenschenWelten auch und gerade an Familien mit Kindern sowie Schulklassen richten, wenden sich die künftigen KunstWelten an Freunde der Malerei. Ob Paula Modersohn-Becker oder Lovis Corinth, Claude Monet oder Alfred Sisley - das Landesmuseum zeigt eine umfangreiche Sammlung des deutscher und französischer Impressionisten. Max Liebermann widmet das Haus sogar einen eigenen Saal. Neben diesem Schwerpunkt finden sich in der Landesgalerie Werke aus dem 19. Jahrhundert von Caspar David Friedrich bis Carl Spitzweg sowie bekannte Altmeister wie Lucas Cranach und die Künstler der Barockzeit.

Niedersächsisches Landesmuseum

Willy-Brandt-Allee 5
30169 Hannover
Tel. (0511) 98 07-686

aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise auf der Website des Museums
Tipp: freitags von 14-17 Uhr Eintritt frei (außer Sonderausstellungen)

Als weiteren Teil der Dauerausstellung bietet das Niedersächsische Landesmuseum, das größte staatliche Museum des Landes, ein Münzkabinett mit den Schwerpunken Niedersachsen und Großbritannien. Zum Angebot gehören außerdem immer wieder Sonderausstellungen, Aktionen für Familien sowie Exkursionen. Weitere Informationen und Termine bietet die Website des Landesmuseums.

Karte: Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 04.02.2017 | 18:00 Uhr

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