Stand: 19.09.2016 06:26 Uhr  | Archiv

Schöne Schiffe schauen beim Elbfest Hamburg

Rund 50.000 Besucher haben in der Hafencity und auf dem kleinen Grasbrook beim Hafenmuseum in Hamburg am Wochenende das erste Elbfest gefeiert. Höhepunkt am Sonnabend war die Parade der Traditionsschiffe. Rund 50 historische Schiffe - vom Segelschiff bis zur Dampfbarkasse - fuhren vom Anleger an der Elbphilharmonie und zum Museumshafen in Oevelgönne. Am Sonntag stand der Ausschläfer-Fischmarkt im Sandtorhafen mit frischem Fisch, Gemüse und Obst sowie Musik auf dem Programm. Außerdem luden die Crews mehrerer historischer Schiffe zur Besichtigung an Bord ein.

Musik, Kulinarisches und Maritimes

Traditionsschiffe beim Elbfest in der Hamburger Hafencity
Rund 50 Schiffe nehmen an der Parade teil.

Auf dem Programm standen unter dem Motto "Schippern, schnacken, schlendern" Theateraufführungen, Konzerte und geführte Touren durch Teile der Hafencity. Kinder konnten im Hafenmuseum das "kleine Hafenpatent" erwerben und typische Hafenberufe von früher wie Seilmacher und Schiffbauer kennenlernen, Erwachsene bei der Hafenbasar-Versteigerung exotische Masken und Figuren ersteigern. Im Rahmen eines Lichtkunstprojekts wurden außerdem historische Bilder des Hafens auf die Kaimauern im Sandtorhafen projiziert. Verschiedene Marktstände verkauften maritime Leckereien, ein Flohmarkt lud zum Stöbern ein.

Elbfest im Wechsel mit "Cruise Days" geplant

Für die Veranstaltung hatten sich mehrere Hamburger Vereine und Stiftungen, die sich um den Erhalt historischer Schiffe kümmern, zusammengeschlossen - von der Stiftung Hamburg Maritim über den Museumshafen Oevelgönne bis hin zur Stiftung Historische Museen, die das Hafenmuseum betreibt. Sie wollen mit dem Fest das Interesse am maritimen Erbe Hamburgs weiter steigern. Wenn es nach den Organisatoren geht, soll das Fest künftig alle zwei Jahre im Wechsel mit den Hamburger "Cruise Days" ausgerichtet werden.

150 Jahre Sandtorhafen

Sandtorhafen, etwa 1889: Seeschiffe liegen umringt von kleineren Schuten an der Kaimauer, dahinter die gerade errichtete Speicherstadt. © Hamburger Hafen und Logistik AG
So sah der Sandtorhafen Ende des 19. Jahrhunderts aus: Zahlreiche Schuten liegen an den Kaimauern.

Anlass für das Elbfest ist der 150. Geburtstag des Sandtorhafens. Als er im August 1866 eingeweiht wurde, zählte er zu den modernsten der Welt. Durch Containerschiffe wurde er jedoch zunehmend überflüssig. Erst mit dem Bau der Hafencity kehrte das Leben an das Hafenbecken zurück. Heute ist der Sandtorhafen ein Traditionsschiffhafen, der historischen Schiffen einen prominenten Liegeplatz bietet. An seiner Stirnseite ist mit den Magellanterrassen ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen entstanden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Hamburg Journal | 12.09.2015 | 19:30 Uhr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 17.09.2016 | 07:00 Uhr

Blick von Plaza der Elbphilharmonie auf die Überseebrücke. © NDR Foto: Christine Raczka

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