Stand: 30.08.2018 12:50 Uhr

Natur und Kunst im Hamburger Jenischpark

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Das Jenisch-Haus, ein Museum, thront inmitten des Parks hoch über der Elbe.

Alte Eichen, Kastanien und Ahornbäume, dazwischen grüne Wiesen auf sanften Hügeln und immer wieder neue Blickachsen: Nur wenige Schritte von der Elbe entfernt liegt an einem Hang oberhalb von Teufelsbrück der Jenischpark - eine der schönsten Hamburger Grünanlagen. Kunstfreunde können einen Spaziergang mit einem Besuch in den drei Museen auf dem Gelände verbinden.

Wahrzeichen des Parks ist das weiß gestrichene Jenisch-Haus mit den goldenen Brüstungen. 1834 ließ Senator Martin Johann Jenisch das klassizistische Herrenhaus für sich und seine Familie errichten. Erworben hatte er das Gelände 1828 von dem Hamburger Kaufmann Caspar Voght, der dort bereits ab 1785 einen Landschaftsgarten im Stil einer "ornamented farm" angelegt hatte, einer Mischung aus Nutzgarten und Parkanlage. 1927 pachtete die Stadt Altona den Park, 1939 kaufte ihn die Stadt Hamburg.

Der Jenischpark mit dem Jenischhaus nachts. © Michael Björnson Foto: Michael Björnson

Hamburg damals: Fanny Jenisch

Hamburg Journal -

Verbotene Liebe im Hause Jenisch zwischen der Senatorengattin und dem Gartenarchitekten Fürst Hermann von Pückler-Muskau. Der Jenischpark erzählt die Romanze.

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Spaziergang zur "Eierhütte"

Heute ist der Jenischpark ein beliebtes Ausflugsziel. Die höher gelegenen Rasenflächen bieten eine schöne Aussicht auf die Elbe und die vorbeifahrenden Schiffe. Die unter Naturschutz stehenden Feuchtwiesen der Flottbek mit der romantischen kleinen "Eierhütte", einer einfachen Holzhütte mit ovalen Fenstern, sowie die Knüppelbrücke laden zu Spaziergängen ein. Beides sind in den 1990er-Jahren entstandene Nachbauten und wurden weitgehend aus rohen Stämmen und Ästen errichtet.

Ausstellungen in mehreren Museen

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Das Bargheer-Museum zeigt seit 2017 den Nachlass des Hamburger Malers.

Auch für Kulturinteressierte hat der Jenischpark einiges zu bieten. Jüngste Attraktion ist das Bargheer-Museum in den Gebäuden des einstigen Gartenbauamtes. Auf rund 420 Quadratmetern bietet es anhand von Ölbildern, Zeichnungen und Aquarellen einen Überblick über das Werk des 1979 verstorbenen Hamburger Künstlers Eduard Bargheer.

Das Jenisch-Haus zeigt als Außenstelle des Altonaer Museums eine Daueraustellung zur großbürgerlichen Wohnkultur sowie wechselnde Ausstellungen aus den Bereichen Kunst und Architektur.

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Mit seiner schmucklosen Fassade bildet das Barlach-Haus das moderne Gegenstück zum Jenisch-Haus.

Einige Schritte entfernt beherbergt das Ernst-Barlach-Haus eine große Sammlung von Kunstwerken des expressionistischen Bildhauers und Zeichners. Bedeutend ist vor allem die 30 Werke umfassende Sammlung von Holzskulpturen. Das in einem schlichten, kubischen Bau untergebrachte Museum wurde 1962 von dem Hamburger Zigarettenfabrikanten Hermann F. Reemtsma gestiftet und zeigt Werke aus dessen Privatsammlung.

Tropische Pflanzen unter Glasdächern

Der Jenischpark

Öffnungszeiten: durchgehend geöffnet
Zugänge: im Norden über Hochrad, im Westen von der Baron-Voght-Straße, im Osten über Holztwiete und im Süden über das Kaisertor oder von der Elbchaussee bei Teufelsbrück
Weitere Informationen auf der Website des Vereins der Freunde des Jenischparks

Sehenswert sind auch die Gewächshäuser im nordwestlichen Teil des Parks (geöffnet täglich 10-16 Uhr, Eintritt frei). Martin Johann Jenisch war begeisterter Botaniker und besaß eine bedeutende Orchideensammlung. Darüber hinaus sammelte er Palmen und Kakteen. Zwar wurde das ursprüngliche Gewächshaus-Ensemble abgerissen, die heutige Anlage zeigt aber wieder tropische Pflanzen, wie sie Jenisch bereits im 19. Jahrhundert kultivierte.

Karte: Jenischpark
Weitere Informationen

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