VIDEO: Ein Spaziergang am Hamburger Hansahafen (4 Min)

Die "Peking" und maritime Technik im Hamburger Hafenmuseum

Stand: 25.01.2021 12:40 Uhr

Der legendäre Frachtsegler "Peking", eine alte Hafenbahn und ein historischer Kaischuppen mit vielen weiteren Exponaten: Im Hamburger Hafenmuseum können Besucher maritime Geschichte hautnah erleben.

Schräg gegenüber der Elbphilharmonie, am Hansahafen auf der anderen Elbseite, lohnt ein Spaziergang: Dort, im ehemaligen Freihafen und auf einer historischen Kaianlage, die noch aus der Kaiserzeit stammt, befindet sich das Hafenmuseum. Größte Attraktion ist der Großsegler "Peking", der seit September 2020 im Hansahafen liegt. Der legendäre Flying-P-Liner wurde 1911 in Hamburg gebaut und galt damals als eines der schnellsten Schiffe seiner Zeit. Ungefähr ab September 2021 soll die "Peking" für Besucher begehbar sein.

Maritime Technik: Schwimmdampfkran und Schutendampfsauger

Besucher auf der Pontonanlage des Hafenmuseums Hamburg. © SHMH Foto: Sinje Hasheider
In den Sommermonaten können Interessierte den alten Schwimmdampfkran besichtigen.

Ein weiteres Highlight am Kai ist das elegante Dampfschiff "Schaarhörn" aus dem Jahr 1908 mit seinem leicht geschwungenen Rumpf und dem golden verzierten Bug. Zum Ensemble am Wasser zählen außerdem ein Schwimmdampfkran von 1917, der Stückgutfrachter "MS Bleichen" und ein Schutendampfsauger von 1909, mit dem früher Baggergut vom Boden abgesaugt und über eine lange Rohrleitung auf eigens dafür angelegte Spülfelder gepumpt wurde.

Ein Besuch im Hafenmuseum lohnt vor allem an den Wochenenden. Dann führen ehrenamtliche Mitarbeiter einige der Hafengeräte vor. Sonntags bieten sie zudem regelmäßig Führungen und Mitmachaktionen für Kinder an.

Ausstellung im 50er-Schuppen zeigt Hafenhistorie

Besucher im historischen 50er-Schuppen des Hafenmuseums Hamburg. © SHMH Foto: Sinje Hasheider
In einem historischen Lagerschuppen können Besucher anhand vieler Exponate in die Hafengeschichte eintauchen.

Wichtiger Bestandteil des Museums ist der historische Kaischuppen 50A, um 1912 als Stückgut-Lagerhalle errichtet. Eine Ausstellung im Inneren zeigt eine Vielzahl maritimer Stücke, darunter Transportgeräte, Seezeichen und -karten sowie historisches Tauchzubehör. Nach einem Rundgang können sich Besucher an der original Kaffeeklappe des Schuppens einen Kaffee und ein Stück Kuchen holen.

Nur wenige Schritte vom Schuppen entfernt hält die Hafenbahn "Fridolin". Der Schienenbus fuhr ab 1977 mit Kunden und Gästen aus der Politik durch den Hafen, heute nimmt er alle Interessierten auf zwei- bis dreistündige Rundfahrten durch das Hafengebiet mit.

Museum wird Teil des künftigen Deutschen Hafenmuseums

In den kommenden Jahren soll das Hamburger Hafenmuseum Teil des geplanten Deutschen Hafenmuseums werden. Es entsteht auf dem Areal des ehemaligen Überseezentrums. Das Ensemble rund um den historischen 50er-Schuppen soll als eine Art technisches Freilichtmuseum Teil des neuen Museums werden.

Mit dem Oldtimer-Bus zum Museum

Hafenmuseum Hamburg

Australiastraße 50A
20457 Hamburg

Das Museum ist von Ende März bis Ende Oktober geöffnet, das Außengelände ganzjährig.
genaue Zeiten, Eintrittspreise und weitere Infos auf der Website des Museums

Das Hamburger Hafenmuseum ist von den S-Bahnhaltestelle Veddel zu Fuß in etwa 20 Minuten zu erreichen. Alternativ verkehrt (außer sonntags) die Buslinie 256 ab Veddel. An den Wochenenden fährt zudem die historische Omnibuslinie 856 ab der U- und S-Bahn-Station Elbbrücken zum Hafenmuseum. Wer mit dem Auto aus der Innenstadt kommt, fährt über Versmannstraße und Elbbrücken in den Freihafen und gelangt über den Veddeler Damm zum Museum. Parkplätze sind vorhanden. Auch die Anreise per Barkasse ist möglich: Die Maritime Circle Line hält direkt am Hafenmuseum.

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Karte: Das Hamburger Hafenmuseum

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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 23.01.2021 | 18:00 Uhr

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