Stand: 09.10.2018 11:05 Uhr  | Archiv

Duftende Bohnen und alte Kannen im Kaffeemuseum

Kaffebohnen und -mühlen im Hamburger Kaffeemuseum © Kaffeemuseum Foto: B. Björnson
Worin unterscheiden sich Bohnensorten? Antworten gibt es im Kaffeemuseum.

Indische Perlbohne, peruanischer Tunki oder guatemaltekischer Lampocoy: Kaffee ist vielfältig und der Handel mit den edlen Bohnen hat für Hamburg seit mehr als 150 Jahren eine besondere Bedeutung. Bis heute ist die Hansestadt wichtigster Kaffeeumschlagplatz Europas. In der Speicherstadt widmet sich das Kaffeemuseum der Welt der Kaffeebohne und ihrer Geschichte in der Hansestadt.

Die Ausstellung ist im sogenannten Genussspeicher untergebracht, einem historischen Lagerhaus am St. Annenufer. In Jutesäcken verpackt, lagerten dort bereits Ende des 19. Jahrhunderts die begehrten Bohnen, die in der Speicherstadt umgeschlagen wurden. Vielfach wurden sie in Hamburg auch gleich weiterverarbeitet.

300 Röstereien gab es in Hamburg

Blick in den Nachbau eines historischen Kaffeegeschäft im Hamburger Kaffeemuseum © Kaffeemuseum Foto: B. Björnson
Der alte Kaffeeladen der Rösterei Burg wurde im Museum nachgebaut.

Bis in die 60er-Jahre hinein existierten in der Stadt rund 300 Kaffeeröstereien. Heute sind nur noch wenige übrig geblieben. Eine davon ist die Kaffeerösterei Burg, deren Inhaber Jens Burg Hunderte Sammlerstücke rund um den Kaffee zusammengetragen hat. Sie sind in der Ausstellung zu sehen. Gleich am Eingang des Museums können Besucher in einem kleinen Laden herumstöbern und verschiedene Kaffeesorten probieren. Die Ausstellung selbst kann sowohl individuell als auch im Rahmen einer Führung besucht werden.

Vom Anbau bis zur Kaffeekanne

Kaffeemuseum Burg

St. Annenufer 2
(Genussspeicher)
20457 Hamburg

Tel. (040) 55 20 42 58

aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise auf der Website des Museums

Auf dem Rundgang erfahren Besucher Wissenswertes über Anbau, Handel und Weiterverarbeitung der Bohnen. Ausgestellt sind verschiedenste Gerätschaften und Gegenstände rund um den Kaffee, darunter Kaffeemühlen, etliche Porzellankannen sowie eine Sammlung alter Kaffeedosen längst vergessener Marken. Ein Highlight ist der historische Trommelröster aus den 30er-Jahren, der noch immer in Betrieb ist. Den frisch gemahlenen und aufgebrühten Kaffee sowie ein Stück Kuchen können die Besucher im Anschluss im Café genießen.

Karte: Hier befindet sich das Kaffeemuseum
Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Nordtour l 13.02.2016 | 18:00 Uhr

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