Stand: 22.05.2020 15:06 Uhr

Unewatt: Ein Museum mit Dorf

Die Windmühle "Fortuna" im Landschaftsmusuem Unewatt in Angeln. © NDR
In der Windmühle "Fortuna" wird noch heute Getreide gemahlen.

Die meisten Museumsdörfer sind reine Ausstellungsfläche. Unewatt ist "ein Dorf mit Museum und ein Museum mit Dorf", wie die Initiatoren des Landschaftsmuseums Angeln betonen. Ein Rundweg führt durch den Ort, in dem rund 70 Menschen leben und arbeiten, und verbindet fünf sogenannte Museumsinseln. Sie dokumentieren ländliches Leben und Arbeiten in vergangenen Zeiten. Besucher können ihr Auto oder Fahrrad am Parkplatz an der Bundesstraße 199 östlich von Flensburg abstellen und sich zu Fuß auf Entdeckungstour begeben.

Vier Original-Standorte

Der Marxenhof im Landschaftsmusuem Unewatt in Angeln. © NDR
Der Marxenhof - ein imposantes Gebäude - empfängt den Besucher am Eingang zum Museumsdorf.

Erste Station ist der Marxenhof, ein Bauernhof aus Süderbarup im südlichen Angeln. Dort erhalten Besucher im Marxenhaus von 1626 Informationen über das Museum und den Rundweg durch den Ort. Die ehemalige Scheune des Hofs ist heute Büro und Versammlungsraum. Während die beiden Gebäude Mitte der 1980er-Jahre nach Unewatt versetzt wurden, befinden sich die vier anderen Museumsinseln noch an ihren Original-Standorten. Der Rundweg führt zunächst an der Hauptstraße entlang zur Räucherei. Sie entstand 1894 und bot der Landbevölkerung ein Nebeneinkommen.

Mühlen für Butter und Mehl

Die Buttermühle im Landschaftsmusuem Unewatt in Angeln. © dpa-Bildarchiv Foto: Horst Pfeiffer
Die alte Buttermühle arbeitet mit Wasserkraft und ist voll funktionsfähig.

Nächste Station ist die Buttermühle. Die funktionsfähige Anlage zeigt, wie mit Wasserkraft eine Meierei betrieben wird. Weiter geht es zum auffälligsten Gebäude des Museums, das schon von Weitem zu sehen ist - der Gallerieholländer "Fortuna" von 1878. Die Windmühle, ein technisches Denkmal, demonstriert die historische Verarbeitung von Getreide in drei Mahlgängen. In beiden Mühlen gibt es üblicherweise zum Mühlentag am Pfingstmontag Vorführungen. 2020 fallen sie jedoch wegen der Corona-Pandemie aus. Zum Abschluss führt der Weg durch das Dorf zur Christensen-Scheune. Sie gehört zu einer Hofanlage von 1895 und wird als Ausstellungshalle für landwirtschaftliche Geräte und Maschinen genutzt.

Besonderheit des Landschaftsmuseums ist das Nebeneinander von geschützter Vergangenheit und sich wandelndem dörflichen Alltag. Außerdem lädt das Museum immer wieder zu Konzerten und Festivals in die historischen Gebäude ein.

Landschaftsmuseum Angeln/Unewatt

Unewatter Straße 1a
24977 Langballig
Tel. (04636) 10 21

Öffnungszeiten und weitere Informationen auf der Website des Museums

Karte: Hier liegt das Museumsdorf

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 23.05.2020 | 18:00 Uhr

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