Stand: 29.12.2017 15:00 Uhr

Kohl und Küste: Dithmarschen

von Kathrin Weber, NDR.de

Mittelalterstadt Meldorf

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Die St.-Johannis-Kirche - auch Meldorfer Dom genannt - ist eine der bedeutendsten Kirchen an der Westküste.

Meldorf ist die einzige mittelalterliche Stadt der Region. Egal aus welcher Richtung sich der Besucher der Stadt nähert, immer ist die mächtige St.-Johannis-Kirche mit ihrem 59 Meter hohen Turm zu sehen, der direkt im Zentrum am Marktplatz steht. Sie wird gern auch als Meldorfer oder Dithmarscher "Dom" bezeichnet, obwohl Meldorf nie Bischofssitz war. Dennoch ist die dreischiffige Basilika die größte und bedeutendste Kirche an der schleswig-holsteinischen Westküste. Ihre Geschichte reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück, der bis heute erhaltene gotische Bau stammt allerdings aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Der Turm wurde nach einem Brand 1866 erneuert. Im Inneren des Doms sind unter anderem ein Bronzetaufkessel vom Ende des 13. Jahrhunderts und ein Passionsaltar von 1520 zu bewundern. Für Vokalensembles findet sich hier eine großartige Konzertatmosphäre. Die Orgel wurde 1977 von der dänischen Orgelbaufirma Marcussen in Apenrade gebaut. Sie zählt zu den ganz großen Orgeln des Landes und lockt jedes Jahr Tausende Musikfreunde zu Konzerten in den Dom.

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Das Landesmuseum zeigt unter anderem landwirtschaftliche Geräte und historische Möbel aus der Region.

Sehenswert ist auch das Burgviertel, das südlich vom Marktplatz liegt. Dort stehen noch viele hübsche historische Häuser mit Brettergiebeln und Fachwerk aus dem 18. Jahrhundert. Der Name Burgviertel ist übrigens darauf zurückzuführen, dass dort einmal eine Burg gestanden haben soll. Einen sehr guten Überblick über die wechselvolle Geschichte Dithmarschens und die Stadt Meldorf gibt das Landesmuseum. Es zeigt darüber hinaus eine große Sammlung bäuerlicher Kunst, Schiffe als Originale und Modelle sowie Beispiele der früheren Wohnkultur und Arbeitswelt. Dazu gehören unter anderem eine Eisengießerei, eine Arztpraxis und eine Likörfabrik.

Badestellen und Natur am Speicherkoog

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Am Koog laden grüne Strände und Badestellen ein.

Meldorf liegt nur wenige Kilometer von der Nordseeküste entfernt. Dort gibt es zwar keinen großen Sandstrand, dafür aber grüne Badestrände hinterm Deich mit Liege- und Spielwiesen und Zugang zum Meer. Die Badestellen Nordermeldorf und Elpersbüttel bieten Badeaufsicht und Strandkörbe zum Mieten. Ideal zum Surfen, da unabhängig von den Gezeiten und geschützt, ist das große Becken im Speicherkoog am Hafen.

Der Koog entstand nach der großen Sturmflut 1962. Um das Land besser vor dem Wasser zu schützen, wurde die Meldorfer Bucht eingedeicht. Dabei gingen Salzwiesen und Wattflächen verloren. Zum Ausgleich wurden am Koog die Naturschutzgebiete Wöhrdener Loch und Kronenloch geschaffen. Sie bieten unter anderem Lebensraum und Brutplätze für viele Vogelarten. Der NABU betreut beide Gebiete und bietet Führungen an. Informationen erhalten interessierte Besucher im Nationalparkhaus "Wattwurm" am Meldorfer Hafen.

Dieses Thema im Programm:

mareTV | 04.01.2018 | 20:15 Uhr

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