Stand: 22.12.2015 11:43 Uhr  | Archiv

Ziel für Naturfreunde: Der Drömling

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Die feuchten Wiesen und Wälder im Drömling bieten Tieren ideale Lebensräume.

Das Land der tausend Gräben. Kürzer und treffender kann man den Drömling kaum beschreiben. Die Landschaft in der Grenzregion von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gehört zu den ungewöhnlichsten Naturgebieten im Norden. Über Jahrhunderte wurde sie von Menschen gestaltet und zeigt sich heute als Kulturlandschaft, die auch der Natur Raum bietet. Fast 400 teils sehr seltene Tier- und Pflanzenarten leben und wachsen dort, darunter zahlreiche Weißstörche, Schwarzstörche, Kraniche, Fischotter, Biber und diverse Fledermausarten.

Der Kanal teilt die Landschaft

Dabei ist der Drömling keineswegs unberührte Natur. Seit den 1930er-Jahren durchzieht der Mittellandkanal das Gebiet von Ost nach West, die einstige innerdeutsche Grenze und heutige Landesgrenze teilt es von Nord nach Süd. Schon im 18. Jahrhundert begannen Menschen das Niedermoor aus der jüngsten Eiszeit zu entwässern. Mit vielen Hundert Kilometern Kanälen leiteten sie das Wasser in die beiden größten Flüsse der Region, die Ohre, einem Nebenfluss der Elbe und die Aller, die in die Weser mündet. Mehr und mehr entstand so eine landwirtschaftlich nutzbare Fläche, die die Natur verdrängte.

Schutzgebiete im Westen

Lehrpfad Drömling

Zwischen den Ortschaften Rühen und Parsau nordöstlich von Wolfsburg können Naturfreunde auf dem Lehrpfad Drömling die Landschaft kennenlernen. Die 20 Kilometer lange Tour führt durch das Naturschutzgebiet Giebelmoor an Feuchtwiesen und Bruchwäldern entlang. Der Lehrpfad lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad absolvieren.

Nur etwa 50 der insgesamt rund 320 Quadratkilometer Fläche des Drömlings liegen östlich von Wolfsburg in Niedersachsen. Mehrere Naturschutzgebiete in diesem Bereich addieren sich zu rund 18 Quadratkilometern. Neben Feuchtwiesen und Mooren gehört dazu auch ein großes Bruchwaldgebiet. Insgesamt prägt der stete Wechsel von Wiesen, Feldern, langen Hecken und immer wieder Kanälen die Landschaft.

Naturpark im Osten

1990 wurde der größte Teil des Drömlings in Sachsen-Anhalt, am Südrand der Altmark, als Naturpark unter Schutz gestellt. Auf der rund 280 Quadratkilometer großen Fläche finden Tiere heute wieder Rückzugsgebiete in angelegten Bodensenken und kleinen Teichen. Auf immer größeren Flächen dürfen sich wieder Sümpfe und Moore ausbreiten.

Karte: Drömling
Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen / NaturNah / 22.12.2015 / 18:15 Uhr

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