Stand: 17.06.2019 17:53 Uhr

Natur erleben im Wattenmeer

Schlick unter den bloßen Füßen, Wind in den Haaren - das ist Wattwandern. Das Wattenmeer - seit 2009 Weltnaturerbe - bietet einmalige Naturerlebnisse. Das Watt selbst, die angrenzenden Salzwiesen und Dünen sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, die mit den speziellen Bedingungen bestens zurechtkommen. Sie müssen Süß- und Salzwasser sowie Nass- und Trockenphasen aushalten. Die Wattenmeer-Besucherzentren in Cuxhaven und Wilhelmshaven informieren über das Schutzgebiet mit seiner einzigartigen biologischen Vielfalt. Am besten lässt sich die Natur erleben, wenn man selbst hinausgeht ins Watt.

Faszination Wattenmeer

Mit einem Wattführer unterwegs

Natürlich kann man auf eigene Faust das Watt erkunden - allerdings entdeckt und erfährt man mehr auf Wattwanderungen mit zertifizierten Führern. Ob Wattwürmer ausgraben, Muscheln unter dem Schlick aufspüren oder den Grund für die Aufregung vorbeifliegender Vögel erkennen: Zu all diesen Dingen wissen die Führer jede Menge zu erzählen. Neben den gängigen Führungen in die Weite des Watts gibt es spezielle Wanderungen zu Inseln wie Neuwerk oder zu den Halligen. Über die Veranstaltungen informieren die einzelnen Nationalparks auf ihren Internetseiten.

Schifffahrten zu den Seehundbänken

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Auf den Sandbänken in der Nordsee fühlen sich die Seehunde wohl. Vom Schiff aus lassen sich die Tiere gut beobachten.

Im Wattenmeer leben nicht nur Wattwürmer oder Wattschnecken, sondern auch größere Tiere. Rund 26.000 Seehunde tummeln sich an der gesamten Nordseeküste. Allerdings gleiten sie meist unerkannt durch das Meer. Zu beobachten sind sie lediglich auf den Sandbänken. Beliebt sind Fahrten zu den Seehundbänken, bei denen sich die Schiffe langsam den Sandbänken nähern. In Niedersachsen bieten die Nationalparks sogenannte Erlebnisfahrten an. Es lohnt sich auf jeden Fall, ein Fernglas mitzubringen. Auf manchen Fahrten können Besucher auch beim Seetier- und Krabbenfang zusehen und den Fang untersuchen. Je nach Region steuern die Schiffe Leuchttürme, Vogelinseln oder eine Hallig an.

Kegelrobben auf der Helgoländer Düne

Die größte Kegelrobben-Kolonie Deutschlands existiert auf Helgoland. Fachleute des Vereins Jordsand unternehmen Exkursionen zur Helgoländer Düne, wo Naturfreunde Deutschlands größtes Raubtier mit gebührendem Abstand beobachten können. Vereinzelte Seehunde und Kegelrobben kann man auch an der Ostseeküste entdecken, jedoch ist die Population dort sehr klein.

Video
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Bestimmungsliteratur zu Flora und Fauna

Möwe, Muschel, Alge leben an Nord- und Ostsee: Wer es genauer wissen möchte, braucht ein Bestimmungsbuch, eine Vogelstimmen-CD oder eine App. Hier finden Sie eine Auswahl. Bildergalerie

Dieses Thema im Programm:

Wie geht das? | 11.09.2019 | 18:15 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/Natur-erleben-im-Wattenmeer,wattenmeer424.html

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