Campingplatz mit Wohnwagen und Vorzelten in den Dünen von Prerow an der Ostsee. © picture alliance/dpa Foto: ernd Wüstneck

Camping trotz Corona: Was ist möglich?

Stand: 16.06.2021 08:59 Uhr

Auch 2021 planen viele Menschen wegen Corona einen Urlaub in Deutschland. Doch beliebte Ziele sind schnell ausgebucht. Campingplätze können eine Alternative sein. Was müssen Gäste beachten?

Im vergangenen Jahr waren nicht nur Ferienwohnungen und Hotels, sondern auch Campingplätze in beliebten Ferienregionen, etwa an der Nord- und Ostsee, sehr gefragt. Auch dieses Jahr ist es unter bestimmten Auflagen möglich, mit Wohnwagen, Zelt oder Wohnmobil zu verreisen. Im Norden haben die Campingplätze in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen sowie Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern für alle Gäste wieder geöffnet. Auch in den anderen Bundesländern ist Camping wieder möglich. Voraussetzung ist grundsätzlich eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Einen Überblick, welche Bundesländer die Plätze bereits geöffnet haben und welche Auflagen dort gelten, gibt der Bundesverband der Campingwirtschaft auf seiner Website.

Einschränkungen auf Campingplätzen

Wohnwagen stehen in den Dünen. © imago/blickwinkel Foto: McPhoto/Ralph Kerpa
Unter strengen Auflagen ist Campingurlaub im Norden wieder möglich.

Auch auf Campingplätzen gelten strenge Regeln, die das jeweilige Bundesland in seiner Corona-Verordnung vorgibt und die daher in den einzelnen Ländern voneinander abweichen können. Die konkreten Regeln verändern sich entsprechend des Pandemie-Verlaufs sehr dynamisch. Vor Reiseantritt sollten sich Urlauber deshalb immer über die aktuellen Regelungen am Reiseziel informieren.

Folgende Regeln für Campingplätze gelten derzeit in den norddeutschen Bundesländern:

Schleswig-Holstein:

  • Camping seit dem 17. Mai in allen Teilen Schleswig-Holsteins möglich.
  • Verbindlicher negativer Corona-Test bei Anreise, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Alle 72 Stunden weitere verbindliche Tests vor Ort. Alternativ ein Impfnachweis oder ein Genesenen-Nachweis.
  • Gemeinschaftseinrichtungen wie Duschräume und Toiletten sind geöffnet. Saunen und Wellnessbereiche bleiben geschlossen.
  • Des Weiteren gelten die aktuellen Corona-Regeln für Schleswig-Holstein.

Niedersachsen:

  • Plätze geöffnet seit 10. Mai für Einheimische, seit 18. Mai auch für Urlauber aus anderen Bundesländern.
  • Voraussetzungen: Verbindlicher negativer Corona-Test maximal 24 Stunden vor Anreise sowie mindestens zweimal wöchentlich weitere verbindliche Tests vor Ort. Alternativ ein Impfnachweis oder ein Genesenen-Nachweis
  • Auslastung der Plätze darf bei Inzidenz über 35 maximal 80 Prozent, bei Inzidenz über 50 maximal 60 Prozent betragen.
  • Des Weiteren gelten die aktuellen Corona-Regeln für Niedersachsen.

Mecklenburg-Vorpommern:

  • Seit 28. Mai ist Urlaub für Einheimische möglich, seit 4. Juni auch für Reisende aus ganz Deutschland.
  • Voraussetzung ist ein negativer Test bei Anreise, die Test-Pflicht vor Ort, die alle drei Tage vorgeschrieben war, entfällt ab 17. Juni.
  • Des Weiteren gelten die aktuellen Corona-Regeln für Mecklenburg-Vorpommern.

Hamburg:

  • Campingplätze und Hotels dürfen seit 1. Juni wieder öffnen - und mittlerweile auch wieder zu 100 Prozent belegt werden.
  • Gäste müssen bei Anreise einen aktuellen negativen Test sowie weitere Tests vor Ort alle 72 Stunden vorlegen.
  • Des Weiteren gelten die aktuellen Corona-Regeln für Hamburg.

Grundregeln für Camping in Corona-Zeiten

Für einen entspannten Urlaub sollten Camper außerdem diese Grundregeln beherzigen:

  • Niemals ohne Voranmeldung oder Vorabbuchung zu einem Campingplatz aufbrechen. Durch die hohe Nachfrage und das knappe Platzangebot - auch bedingt durch die Hygiene- und Abstandsregeln - müssen Urlauber sonst damit rechnen, abgewiesen zu werden.
  • Vor Reiseantritt beim Campingplatz-Betreiber telefonisch oder online über die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen informieren. Hier ist insbesondere wichtig, wo Maskenpflicht herrscht und ob es Einschränkungen beim Gebrauch der Sanitär- und Entsorgungseinrichtungen gibt. Sofern keine Selbstversorgung geplant ist, ist auch interessant, ob gastronomische Betriebe geöffnet haben.
  • Vor Reiseantritt einen ausreichenden Vorrat an Schutzmasken sowie Hand- und Flächendesinfektionsmitteln besorgen. Entsprechende Produkte sorgen beispielsweise beim Gebrauch der Toiletten und Duschen für mehr persönliche Sicherheit.
  • Urlauber sollten sich zudem darauf einstellen, dass die Campingplatz-Betreiber persönliche Kontaktdaten erfassen und speichern, um im Corona-Fall Infektionsketten verfolgen zu können.
  • Camper sollten Abstands- und Hygienemaßnahmen immer streng einhalten, um zu verhindern, dass Plätze womöglich wieder schließen müssen.

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