Stand: 09.03.2017 14:50 Uhr  - NaturNah  | Archiv

Stichwort: Biosphärenreservat

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Auch Umweltbildung gehört zu den Zielen eines Biosphärenreservats.

Schutz und Entwicklung des Ökosystems in einer Kulturlandschaft sowie Forschung und Bildung: Das sind die zentralen Aufgaben eines Biosphärenreservats. In Deutschland gibt es 17 dieser großräumigen Schutzgebiete. Ihre Fläche umfasst insgesamt 3,7 Prozent der Landfläche Deutschlands. Die Reservate verteilen sich von der Nordsee mit dem Wattenmeer bis zum Schwarzwald und dem Berchtesgadener Land im Süden.

Naturschutz und Wirtschaft im Einklang

Biosphärenreservate müssen in wesentlichen Teilen die Voraussetzungen für ein Naturschutzgebiet erfüllen, auf den übrigen Flächen überwiegend die weniger strengen Regeln eines Landschaftsschutzgebietes. Ziel ist es, Kulturlandschaften mit hohem Naturanteil, die durch langjährige, vielfältige Nutzungen entstanden sind, zu erhalten oder wiederherzustellen. Dabei sollen sich Naturschutz und wirtschaftliche Nutzung nicht ausschließen. Innerhalb der Biosphärenreservate existieren drei Bereiche mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten: Kernzonen, Pflegezonen und Entwicklungszonen.

Ein internationales Projekt

In Deutschland werden Biosphärenreservate nach dem Bundesnaturschutzgesetz ausgewiesen. Seit 1976 erkennt die UN-Organisation für Bildung (UNESCO) weltweit Biosphärenreservate an. Derzeit sind es rund 670 Gebiete in 120 Ländern, darunter auch 15 der 17 Reservate in Deutschland.

Biosphärenreservate in Norddeutschland:

Dieses Thema im Programm:

NaturNah | 04.09.2016 | 13:30 Uhr

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