Stand: 12.10.2016 12:30 Uhr  | Archiv

Hecht - Köstliches Fleisch, viele Gräten

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Hechtfleisch ist aromatisch und lecker. Die versteckten Gräten sollte der Fischhändler vor dem Kochen professionell entfernen.

Im Handel ist er eher selten zu sehen, dabei gehört er zu den häufigsten und schmackhaftesten heimischen Raubfischen: der Hecht. Der perfekt auf sein Leben als Lauerjäger angepasste Fisch hat einen langgezogenen, torpedoförmigen Körper und eine kräftige Heckflosse. Das große Maul erinnert an einen Entenschnabel und ist mit scharfen Fangzähnen bestückt. Seine Haut ist dunkelgrün und trägt eine hell-gesprenkelte Zeichnung, die ihn in seinen Unterständen hervorragend tarnt. Hechte leben in Seen und Flüssen, kommen aber auch im Brackwasser der Ostseebodden vor. Männliche Tiere können ausgewachsen eine Länge von bis zu 1,5 Metern erreichen.

Selten an der Fischtheke zu finden

Wer das zart-weiße, aromatische Fleisch genießen möchte, sollte es vorher bei einem guten Fischhändler vorbestellen. Die Angebote stammen überwiegend aus Wildfängen der Binnenfischerei, wegen des aggressiven Verhaltens gegenüber ihren Artgenossen lassen sich Hechte nur schwer in Aquakulturen züchten. Leider haben die Tiere etwas oberhalb der Mittelgräte und im Schwanzbereich Y-förmige Zwischenmuskelgräten. Diese versteckt liegenden Grätenreihen können empfindlichen Menschen den Genuss des Fleisches verleiden.

Gräten professionell entfernen lassen

Wer Hecht als Filet servieren möchte, sollte die störenden Gräten zuvor vom Fischhändler professionell auslösen und entfernen lassen. Mit einer sehr guten Anleitung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft können handwerklich begabte Hobbyköche versuchen, das Grätenproblem selbst zu lösen - sofern zur Küchenausrüstung mindestens ein gutes Fischfiletiermesser gehört. Alternativ lässt sich das Hechtfleisch auch zu einer Fischfarce verarbeiten, aus der sich Klößchen und Frikadellen herstellen lassen. Vor der Verarbeitung kann die Farce durch ein nicht zu feines Küchensieb gestrichen werden, dann ist das Gericht anschließend grätenfrei.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Rute raus! | 1.10.2016 | 17:35 Uhr

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