Ein Weidenkorb mit mehren Köpfen Spitzkohl. © imago images Foto: Udo Kröner

Spitzkohl: Mild, gesund und lecker

Stand: 05.03.2021 17:00 Uhr

Ob angebraten, im Ofen überbacken oder als Rohkost: Spitzkohl lässt sich in der Küche ausgesprochen vielseitig verwenden. Tipps für Einkauf und Lagerung sowie Ideen für leckere Rezepte.

Der zarte Verwandte des Weißkohls hat bei uns von Mai bis in den Dezember Saison und ist die Kohlsorte, die am frühesten im Jahr geerntet wird. Im Frühjahr und Sommer schmeckt Spitzkohl besonders zart, im Herbst dagegen kräftiger.

Mit seinem charakteristischen, kegelförmigen Aussehen ist Spitzkohl gut von anderen Kohlsorten zu unterscheiden, insbesondere von Weißkohl. Außerdem liegen die Blätter weniger fest am Kopf als bei Weißkohl, insgesamt ist der Kohlkopf meist leichter. Auch geschmacklich unterscheidet er sich: Er schmeckt deutlich milder und leicht süßlich.

Spitzkohl richtig zubereiten - roh, gedünstet oder als Roulade

Ein aufgeschnittener Spitzkohl, daneben ein Gemüsemesser. © imago/Westend61
Mit seinem milden Geschmack eignet sich Spitzkohl sehr gut für einen Rohkostsalat.

Vor der Verarbeitung zunächst die äußeren Blätter entfernen. Den Kohl vierteln, den Strunk entfernen und den Kohlkopf in dünne Streifen schneiden. Für die Zubereitung als Beilage oder Auflauf die Kohlstreifen in etwas Fett anbraten und entweder bei reduzierter Temperatur weiterbraten oder mit etwas Brühe dünsten. Mit Salz und Pfeffer und nach Geschmack mit etwas Muskatnuss oder Kümmel würzen. Für einen Salat die Kohlstreifen gut mit einem Essig-Öl-Dressing vermengen und mit den Händen etwas durchkneten.

Um Kohlrouladen zuzubereiten, zunächst die ganzen Blätter vorsichtig vom Strunk schneiden, die dickeren Blattrippen eventuell entfernen. Anders als beim Weißkohl müssen die jungen, inneren Blätter nicht vorgekocht werden. Die Blätter sind so weich, dass sie auch beim Aufwickeln nicht brechen.

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Spitzkohl einkaufen und lagern

Beim Kauf sollten die Blätter grün und knackig und der Kohlkopf fest sein. Gelblich verfärbte oder schlaffe Blätter deuten darauf hin, dass der Kohl nicht mehr frisch ist. Spitzkohl immer möglichst zügig verbrauchen. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er nur etwa zwei Tage. Zur Lagerung am besten in ein feuchtes Tuch einschlagen, so welkt er weniger schnell.

Gesund und kalorienarm

Spitzkohl zählt zu den besonders bekömmlichen und leicht verdaulichen Kohlsorten. Empfindliche Menschen vertragen ihn meist besser als Weißkohl. Da er viele Ballaststoffe enthält, regt er die Verdauung an. Außerdem enthält Spitzkohl viel sogenanntes Ascorbigen, das beim Kochen in Vitamin C umgewandelt wird. Mit nur 20 Kilokalorien pro 100 Gramm ist er zudem - wie übrigens alle Kohlsorten - sehr kalorienarm.

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