Stand: 21.10.2019 16:24 Uhr

Spitzkohl: Mild, gesund und lecker

Spitzkohl
Im Unterschied zu vielen Kohlsorten ist Spitzkohl nicht rund.

Ob angebraten, im Ofen überbacken oder als Rohkost: Spitzkohl lässt sich in der Küche ausgesprochen vielseitig verwenden. Der zarte Verwandte des Weißkohls hat bei uns von Mai bis in den Dezember Saison und ist die Kohlsorte, die am frühesten im Jahr geerntet wird. Im Frühjahr und Sommer schmeckt er besonders zart, im Herbst dagegen kräftiger.

Mit seinem charakteristischen, kegelförmigen Aussehen ist Spitzkohl gut von anderen Kohlsorten zu unterscheiden, insbesondere von Weißkohl. Außerdem liegen die Blätter weniger fest am Kopf als bei Weißkohl, insgesamt ist der Spitzkohl-Kopf meist leichter. Auch geschmacklich unterscheidet er sich. Er schmeckt deutlich milder und leicht süßlich.

Spitzkohl richtig zubereiten

Vor der Verarbeitung zunächst die äußeren Blätter entfernen. Den Kohl vierteln, den Strunk entfernen und den Kohlkopf in dünne Streifen schneiden. Für die Zubereitung als Beilage oder Auflauf die Kohlstreifen in etwas Fett anbraten und entweder bei reduzierter Temperatur weiterbraten oder mit etwas Brühe dünsten. Mit Salz und Pfeffer und nach Geschmack mit etwas Muskatnuss oder Kümmel würzen. Für einen Salat die Kohlstreifen gut mit einem Essig-Öl-Dressing vermengen und mit den Händen etwas durchkneten.

Für Kohlrouladen die ganzen Blätter vorsichtig vom Strunk schneiden, die dickeren Blattrippen eventuell entfernen. Anders als beim Weißkohl müssen die jungen, inneren Blätter nicht vorgekocht werden. Die Blätter sind so weich, dass sie auch beim Aufwickeln nicht brechen.

Spitzkohl einkaufen und lagern

Beim Kauf sollten die Blätter grün und knackig und der Kohlkopf fest sein. Gelblich verfärbte oder schlaffe Blätter deuten darauf hin, dass der Kohl nicht mehr frisch ist. Spitzkohl immer möglichst zügig verbrauchen. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er nur etwa zwei Tage. Zur Lagerung am besten in ein feuchtes Tuch einschlagen, so welkt er weniger schnell.

Gesund und kalorienarm

Spitzkohl-Slaw. © fotolia.com Foto: mayatnik
Ob als Rohkost oder gekocht: Spitzkohl enthält kaum Fett und ist besonders gut verdaulich.

Spitzkohl zählt zu den besonders bekömmlichen und leicht verdaulichen Kohlsorten. Empfindliche Menschen vertragen ihn meist besser als Weißkohl. Da er viele Ballaststoffe enthält, regt der die Verdauung an. Außerdem enthält Spitzkohl viel sogenanntes Ascorbigen, das beim Kochen in Vitamin C umgewandelt wird. Mit nur 20 Kilokalorien pro 100 Gramm ist Spitzkohl zudem - wie übrigens alle Kohlsorten - sehr kalorienarm.

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Visite | 14.11.2017 | 20:15 Uhr

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