Stand: 18.08.2016 11:36 Uhr

Pangasius - Süßwasserfisch aus Fernost

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Pangasius gehört zur Familie der Welse. Die Tiere werden bis zu 130 Zentimeter lang.

Seit einigen Jahren erfreut sich der in Südostasien heimische Pangasius in Deutschland wachsender Beliebtheit. Der Süßwasserfisch aus der Familie der Schlankwelse lebt vor allem im Mekong in Vietnam, Thailand und Kambodscha und kann etwa 130 Zentimeter lang werden, mit einem maximalen Gewicht von etwa 40 Kilogramm. Er frisst neben Fischen, Krebsen, Schnecken und Muscheln vor allem auch Pflanzen.

Aquakulturen belasten das Ökosystem

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Pangasius kommt in Deutschland hauptsächlich tiefgekühlt und bereits filetiert in den Handel.

Der hier im Handel erhältliche Pangasius stammt ausschließlich aus Aquakulturen in Vietnam oder Thailand. Dort werden häufig viel zu viele Tiere auf engem Raum gehalten, zugleich bedroht der massive Einsatz von Antibiotika und Pestiziden sowie der Fischkot das Ökosystem des Mekong. Als Futter kommt häufig Fischmehl und Fischöl zum Einsatz, das aus Wildfang hergestellt wird und die Bestände belastet. Im Handel ist aber auch zertifizierter Pangasius erhältlich, der nach ökologischen Kriterien gezüchtet wird. In Verruf geraten war der Fisch auch wegen der Verwendung von wasserbindenden Zusatzstoffen bei der Verarbeitung, um das Gewicht zu manipulieren.

Beliebt ist Pangasius wegen seines milden Geschmacks und des festen weißen Fleisches, das sich gut braten, dünsten oder grillen lässt. Weil er sehr gut mit exotischen Gewürzen harmoniert, eignet er sich auch für Gerichte der asiatischen Küche.

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Dieses Thema im Programm:

DIE REPORTAGE | 30.03.2011 | 22:35 Uhr

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