Stand: 27.08.2019 11:58 Uhr

Jetzt haben Kürbisse wieder Saison

Ob Butternut, Muskat oder der beliebte Hokkaido: Weltweit wachsen rund 800 verschiedene Kürbis-Sorten, die alle aus fünf bitter schmeckenden Wildformen gekreuzt und gezüchtet wurden. Rund 200 davon sind essbar, die übrigen ungenießbare Zierfrüchte. Ursprünglich stammen Kürbisse, die übrigens botanisch gesehen kein Gemüse, sondern Beerenfrüchte sind, aus Lateinamerika. Im 16. Jahrhundert kamen sie durch die Spanier nach Europa.

Koch Hannes Schröder höhlt mit einem Löffel einen Kürbis aus.

Küchen-ABC: Kürbis - gesund und lecker

Mein Nachmittag -

Seit Jahrtausenden steht der Kürbis auf dem Speiseplan und wird immer beliebter - auch, weil er sehr gesund ist. Küchenprofi Hannes Schröder gibt Tipps zur Zubereitung.

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Kürbisse nur mit Stiel kaufen

In den Handel kommen Kürbisse meist ab Ende August und haben bis zum Spätherbst Saison. Beim Einkauf empfiehlt es sich, auf kleinere Exemplare mit Stiel zurückzugreifen. Sie haben festeres Fruchtfleisch mit weniger Fasern und einen intensiveren Geschmack als große Früchte. Außerdem sollte der Kürbis keine weichen Stellen oder gar Druckstellen haben. Ein reifer Kürbis klingt beim Klopfen auf die Schale leicht hohl und hat einen verholzten Stiel. Früchte ohne Stiel können Fäulnisbakterien enthalten und trocknen schneller aus.

Kochen mit Kürbis: Leckere Sorten im Überblick

Kürbis richtig zubereiten

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Um Kürbisse in Stücke zu schneiden, benötigt man ein Messer mit kräftiger Klinge.

Als Beilage, eingelegt, in Risotto oder als Suppe - Kürbis eignet sich für die verschiedensten Gerichte. Sogar zu Marmelade, Pudding, Kompott oder Kuchen lassen sich die aromatischen Früchte verarbeiten. Allerdings ist es nicht ganz leicht, die harte Schale zu zerteilen. Eine Möglichkeit: Kürbis waschen, dann halbieren, mit einem Elektromesser oder einem Beil stückeln und mit einem scharfen Messer schälen.

Alternativ kann man die Frucht bei 200 Grad etwa 40 bis 60 Minuten im Ofen backen und dann zerkleinern. Es ist auch möglich, einen Kürbis im Ganzen zu kochen (vorher unbedingt einstechen), ihn dann zu zerkleinern und mit einem Messer oder Löffel zu entkernen und zu schälen. Einige Sorten, zum Beispiel Hokkaido und Spaghetti-Kürbis, müssen nicht geschält werden. Man kann die Schale mitessen.

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Rezepte mit Kürbis

Aus Kürbisfleisch und -kernen lässt sich Leckeres zubereiten - etwa Suppen, Nudelgerichte, Beilagen oder Süßes. mehr

Je nach Sorte beträgt die Garzeit zwischen 15 und 30 Minuten, gefüllte Kürbisse brauchen 45 bis 60 Minuten. Da nicht alle Kürbisse ein ausgeprägtes Eigenaroma besitzen, sollten sie bei der Zubereitung pikant gewürzt werden, etwa mit Curry, Chili, Muskat oder Ingwer. Generell eignen sich als Gemüsebeilage vor allem aromatische Sorten wie der Butternut-Kürbis, für Backwaren beispielsweise Hokkaido-Kürbis, für Süßspeisen und Salate sind süßlich schmeckende Sorten wie etwa der Muskatkürbis empfehlenswert.

Kürbisse lagern

Kürbisse immer möglichst kühl und dunkel lagern. Einige Sorten, darunter auch der bekannte Hokkaido, halten sich bei Temperaturen um 10 Grad mehrere Monate. Sie lassen sich aber auch einfrieren. Dazu zunächst zerteilen, Kerne entfernen, das gewürfelte Fruchtfleisch in Dosen oder Gefrierbeutel füllen und ins Gefrierfach geben. Bei Hokkaido kann die Schale auch beim Einfrieren dranbleiben.

Gesunder Kürbis: kalorienarm und vitaminreich

In der Küche erfreut sich der Kürbis zu Recht immer größerer Beliebtheit: Eine Kürbisfrucht enthält nur etwa 25 Kalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch und versorgt den Körper mit Vitaminen, Kalium, Kalzium und Zink. Die im Fruchtfleisch enthaltene Kieselsäure ist gut für Bindegewebe, Haut und Nägel.

Vorsicht: Zierkürbisse sind giftig

Zierkürbisse sollten jedoch nur als Dekoration eingesetzt werden. Denn so lecker manche Zierkürbis-Sorten auch aussehen mögen: Sie sind giftig. Sie enthalten sogenannte Cucurbitacine, die aus den essbaren Kürbissen herausgezüchtet worden sind.

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Zur herbstlichen Dekoration sind sie ideal, zum Verzehr dagegen völlig ungeeignet: Zierkürbisse.

Ob ein Kürbis essbar ist oder ob es sich um einen ungenießbaren Zierkürbis handelt, lässt sich im Zweifel durch Probieren des rohen Kürbisses erkennen. "Wenn der Kürbis grässlich bitter schmeckt, bitte nicht essen. Die giftigen Bitterstoffe schädigen den Magen-Darm-Trakt, können zu Übelkeit und Bauchschmerzen führen, in extremen Fällen auch zum Tode", warnt Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl vom Ernährungszentrum Medicum Hamburg. Außerdem rät Riedl, beim Anbau von Kürbissen immer Original-Saatgut zu kaufen und keine Saat aus eigenem Anbau zu verwenden: "Durch die Befruchtung im Freiland entstehen nicht selten Wildformen und diese produzieren ebenfalls die giftigen Bitterstoffe."

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Kürbis-Spinat-Lasagne

Eine vegetarische Variation des Pasta-Klassikers. Mit Hokkaido-Kürbis gelingt die Lasagne besonders schnell, da kein Schälen notwendig ist. mehr

Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 28.08.2019 | 16:20 Uhr

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