Stand: 05.11.2015 20:19 Uhr  | Archiv

Die Forelle ist stark gefährdet

Bild vergrößern
Bachforellen leben ausschließlich in Flüssen.

Die Forelle hat zahlreiche Unterarten und lebt in der Ostsee sowie in den Binnengewässern Europas. Während die Meerforelle den größten Teil ihres Lebens im Salzwasser verbringt und nur zum Laichen in die Flüsse zurückkehrt, lebt die Bachforelle ausschließlich in einem Fluss. Die Regenbogenforelle stammt ursprünglich aus Nordamerika und wird in Europa ausschließlich gezüchtet.

Bestand von Bach- und Meerforelle schwer zu beziffern

Die Meerforelle gilt in der Ostsee als stark überfischt. Viele Tiere werden schon gefangen, bevor sie die Geschlechtsreife erreicht haben und sich vermehren können. Unklar ist, welchen Anteil die Freizeitfischerei zu den schwindenden Forellenbeständen beiträgt. Konkrete Zahlen gibt es nämlich keine.

Auch bei der Bachforelle lässt sich die Bestandssituation nur schwer beziffern. Die Wildbestände sind allerdings weniger durch Überfischung als vielmehr durch Zuchtanlagen und die Zerstörung der Lebensräume gefährdet.

Fang mit Stellnetzen und Fischfallen erlaubt

Die Fischerei mit Treibnetzen in der Ostsee wurde 2008 wegen des möglichen Beifangs von Schweinswalen verboten. In Schweden und Finnland sind seit 2013 auch Langleinen nicht mehr erlaubt. Heute wird vor allem mit Stellnetzen und Fischfallen gefangen, doch beide Methoden verursachen viel Beifang und Rückwurf.

Gezüchtete Regenbogenforellen sind eher zu empfehlen, sofern die Zucht unter ökologischen Bedingungen erfolgt und die umliegenden Flüsse durch die Abwässer nicht verschmutzt werden.

Fazit: Verzehr von Meer- und Bachforellen nicht empfehlenswert

Der Verzehr von Meer- und Bachforellen ist angesichts der Überfischung in der Ostsee und die Zerstörung der Lebensräume in den europäischen Binnengewässern nicht zu empfehlen. Regenbogenforellen aus biologischer Zucht sind die bessere Wahl.

Weitere Informationen

Welchen Fisch können wir essen?

Die Nachfrage nach Fisch und Meeresfrüchten steigt, doch viele Fischarten gelten als bedroht. Können wir überhaupt noch bedenkenlos Fisch essen? mehr

18 Bilder

Lachs, Scholle, Rotbarsch: Was ist ökologisch korrekt?

Überfischung und skrupellose Fangmethoden bedrohen das Leben im Wasser. Der WWF gibt Tipps, welche Fische man momentan besser von der Einkaufsliste streicht. Bildergalerie

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | plietsch. | 09.11.2015 | 21:00 Uhr

Mehr Ratgeber

09:18
Mein Nachmittag
09:42
Mein Nachmittag